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Gedächtnisstörungen als Symptom?

Gedächtnisstörungen als Symptom?

Art:
Komm ins Uniklinikum
Datum:
26.01.2017
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Ort:
Großer Hörsaal LKH
Vortragende:
Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Iglseder (Universitätsklinik für Geriatrie), Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Aichhorn (Universitätsklinik für Psychiatrie)

Demenz, Depressionen, Dauerstress oder Angst als Auslöser?

Einen Namen vergessen, den Schlüssel verlegen oder bei Gesprächen den Faden verlieren – im Alltag lässt das Gedächtnis junge wie alte Menschen gelegentlich im Stich.
Wie alle Organfunktionen ändert sich auch die Funktion unseres Erinnerungsvermögens mit den Jahren: So brauchen alte Menschen manchmal mehr Zeit, um neue Inhalte zu erfassen und diese zuverlässig abzurufen. Die geistige Leistungsfähigkeit muss jedoch nicht zwangsläufig mit den Lebensjahren abnehmen.
Meist wird es schwieriger, Neues zu lernen, das Konservieren selbst komplexester Inhalte ist dagegen auch im hohen Alter meist gut möglich.

Demenz
Davon abzugrenzen sind Demenzen als Ausdruck (meist) fortschreitender Krankheiten des Gehirns: Störungen höherer Hirnleistungen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen sind die charakteristischen Symptome. Im Verlauf komplizieren Veränderungen der emotionalen Kontrolle, der Affektlage, des Sozialverhaltens oder der Motivation das klinische Bild, bei manchen Formen treten diese Symptome auch früh im Krankheitsverlauf auf. In Österreich sind aktuell etwa 120 000 Menschen betroffen, in den nächsten 3 Jahrzehnten wird sich diese Zahl verdoppeln.
Ebenso können Erkrankungen des Gehirns wie Durchblutungsstörungen oder Epilepsien die Leistung des menschlichen Gedächtnisses beeinträchtigen.

Psychische Ursachen
Gedächtnisstörungen im Alter können aber auch Symptom einer psychischen Grunderkrankung, wie z.B. von Depressionen und Angsterkrankungen sein. Dies kann dazu führen, dass eine Depression mit stärkeren kognitiven Beeinträchtigungen als Demenz verkannt wird. Depressionen sind auch im höheren Alter gut behandelbar und sollten daher rasch erkannt werden. Das Spektrum der Behandlung umfasst medikamentöse, psychotherapeutische und psychosoziale Maßnahmen. Gerade in höherem Alter kann neben körperlichen Grunderkrankungen auch Einsamkeit ein Auslöser für Depressionen sein.

 

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