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Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie mit der Landesklinik St. Veit und dem „Department für Unfallchirurgie“ im Krankenhaus Hallein
Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie mit der Landesklinik St. Veit und dem „Department für Unfallchirurgie“ im Krankenhaus Hallein

Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie mit der Landesklinik St. Veit und dem „Department für Unfallchirurgie“ im Krankenhaus Hallein:

Größte Fachklinik am Uniklinikum Salzburg

Von Beginn an: Schon in den ersten Lebenstagen wird jedes Neugeborene am Universitätsklinikum Salzburg im Rahmen der Hüftsonographie von einem Orthopäden untersucht, um eine mögliche Hüftdysplasie frühzeitig zu erkennen. Im Uniklinikum Salzburg sind die beiden Fächer „Orthopädie“ und „Traumatologie“ analog zur internationalen Entwicklung zur „Universitätsklink für Orthopädie und Traumatologie“ zusammen gewachsen. Univ.-Prof. Dr. Thomas Freude ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie und leitet seit Mitte dieses Jahres die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie am Uniklinikum Salzburg. Die „Traumatologie“ wurde bisher als Unfallchirurgie bezeichnet. Gesundheits- und Spitalsreferent  Landeshauptmann Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl besuchte die Fachklinik, die nun mit 183 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (VZÄ) und rund 6.100 stationären Patienten die größte Fachklinik am Uniklinikum Salzburg ist.

Landeshauptmann Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl betonte bei seinem Besuch: „Die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie stellt die orthopädische Versorgung, die Unfallversorgung und die Sporttraumatologie im Bundesland Salzburg auf hohem Niveau sicher.“ Diese Fachklinik ist im Bundesland und über die Landesgrenzen hinaus bekannt für die Diagnose und für die konservative und operative Therapie aller angeborenen oder erworbenen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates von Kindern und Erwachsenen (Orthopädie). In der Traumatologie ist die Fachklinik erste Anlaufstelle für die Versorgung von frischverletzten und insbesondere mehrfachverletzten PatientInnen (Polytrauma) für die gesamte Region. Vor allem die traumatologischen Kompetenzen der Fachklinik in Bezug auf schwere Verletzungen der Extremitäten mit Gelenkbeteiligung, Becken und Wirbelsäulenverletzungen und der interdisziplinären Versorgung durch die Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Neurochirurgie und anästhesiologische Intensivmedizin machen diese Fachklinik so erfolgreich. Im deutschen Traumanetzwerk wurde die Klinik auch als überregionales Traumazentrum zertifiziert. Die Behandlung von Sportverletzungen im Spitzen- und Breitensport bildet einen weiteren Schwerpunkt der Traumatologie. Spitzensportler u.a. aus Schisport und Fussball werden durch die teamärztliche Tätigkeit von mehreren Unfallchirurgen der Abteilung im Training und Wettkampf begleitet.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie mit verwandten Fachdisziplinen sowie mit den 25 Betten in der Orthopädischen Bettenstation der Landesklinik St. Veit und dem Department für Traumatologie am Krankenhaus Hallein gewährleistet den Patientinnen und Patienten eine individuelle und umfangreiche Versorgung und trägt zu einer raschen Mobilisierung bei.

Das diabetische Fußsyndrom (DFS) – Plan eines DFS-Zentrums in der Landesklinik Hallein
Prof. Dr. Thomas Freude forschte viel zu Diabetes und die Auswirkungen auf die Knochen. Hallein soll dafür jetzt Zentrum werden. „Wir bieten die traumatologische Grundversorgung von Knochenbrüchen an Armen und Beinen an und möchten mittelfristig ein diabetisches Fußzentrum einrichten.“ Beim diabetischen Fußsyndrom (DFS) handelt es sich um eine Spätkomplikation des Diabetes mellitus, wobei die Schädigung der peripheren Nerven (Neuropathie) und Gefäßveränderungen (Makroangiopathie) die Hauptrolle spielen. „Diese Patienten sind mit einem 15- bis 20-fach erhöhtem Amputationsrisiko behaftet, dementsprechend dramatisch sind die gesundheitlichen und ökonomischen Folgen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Freude. Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl betont: „In Hallein können wir nun die individuellen Versorgungsmöglichkeiten mit der hochschulmedizinischen Maximalversorgung kombinieren. Die Patienten profitieren bei dieser engen Kooperation des Uniklinikums Salzburg mit dem Landesklinik Hallein von einer wohnortnahen Behandlung in ihrer Region und der besonderen individuellen Hinwendung und Pflege im persönlichen Umfeld. Schwere Verletzungen werden in Hallein erstversorgt und dann in das Uniklinikum Salzburg zur weiteren Behandlung überstellt, „das passiert automatisch, der Patient muss sich um nichts kümmern.“ Univ.-Prof. Dr. Thomas Freude berichtet: „Zwei erfahrene Doppelfachärzte (Orthopädie und Traumatologie) konnten für das Krankenhaus Hallein neu gewonnen werden - seit Oktober arbeiten sie ausschließlich in der Landesklinik Hallein und werden diese kontinuierlich weiterentwickeln.

Therapie beim DFS ist eine interdisziplinäre Herausforderung
Die Therapie des DFS richtet sich nach der aktuellen Hauptpathologie (PAVK/Neuropathie).
Diabeteseinstellung ist die Grundlage jeglicher Behandlung. Bei einem Ulcus gilt das Prinzip der stadienorientierten feuchten Wundbehandlung. Schwere Infekte müssen chirurgisch und systemisch-antibiotisch behandelt werden und erfordern dadurch eine stationäre Aufnahme. Das chirurgische Debridement ist beim Ulcus essentiell und eine neuropathische Situation erfordert immer eine orthopädietechnische Versorgung, sei es nun mit Einlagen und/oder Schuhen. Eine fehlende orthopädietechnische Versorgung führt beim neuropathischen Fuß unweigerlich zu Problemen in Form eines Ulcus bzw. zum Ulcusrezidiv. Eine interdisziplinäre Therapie ist daher unerlässlich (Hausarzt, Orthopäde, Dermatologe, Gefäßchirurg, Internist etc.). Besondere Bedeutung kommt den orthopädischen Schuhmachermeistern und Orthopädietechnikern zu. Wichtig ist auch, die Fußpfleger in das Behandlungskonzept mit ein zu beziehen. Beim DFS ist es entscheidend, nach klarer und möglichst frühzeitiger Diagnostik die Therapie unter interdisziplinären Aspekten durchzuführen. Besonders bei Patienten mit Charcot-Fuß ist rasches Handeln notwendig, um Schlimmeres – nämlich die Amputation – zu vermeiden.



Bild v.l.n.r: Lt. OA Assoc.-Prof. Dr. Alexander Auffarth, Prim. Univ.-Prof. Dr. Thomas Freude, Gesundheits- und Spitalsreferent  Landeshauptmann Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl, Geschäftsführer Doz. Dr. Paul Sungler, 1. OA Dr. Franz Landauer, Lt. OA Dr. Thomas Hofstädter, MBA; Lt. OA Dr. Florian Johannes Hofmann;

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