D-Dimer

Basisdaten

Notfall

Schein

A, G, N

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Täglich von 00:00 - 24:00 Uhr

Benötigtes Material

Benötigtes Material

3 ml Citratblut

Behälter

Gerinnungsröhrchen
Gerinnungsröhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Zu falschen Werten kann es bei folgenden Umständen kommen:

  • Zu langer venöse Stauung. (Diese bewirkt eine lokale Aktivierung der Fibrinolyse als auch der Gerinnung.)
  • Unterfüllung des Citratröhrchens (Verhältnis Citrat: Plasma falsch)
  • Ungenügende Mischung des Röhrchens nach der Abnahme (Teilgerinnung)
  • Zu starkes Aspirieren
  • Zu langes Stehen lassen der Probe
  • Abnahme aus liegenden Zugängen
  • Ungenügende oder zu späte Zentrifugation (Plasma zu plättchenreich)
  • Weitere präanalytische Hinweise

    Die klinischen Leistungsdaten wurden in einer Population von ambulanten Patienten bestimmt. Deshalb sollten die klinischen Leistungsdaten nicht auf eine stationäre Patientenpopulation übertragen werden.

    Bei längeren Wegstrecken Abseren des Materials notwendig

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    • CS 5100 1 - Routine (Siemens) - (CS_5000_1 - Zentrallabor LKH)
    • CS 5100 2 - Routine (Siemens) - (CS_5000_2 - Zentrallabor LKH)
    • CS 5100 3 - Spezielle Gerinnung (Siemens) - (CS_5000_3 - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Immunologischer Trübungstest

    Störungen

  • Trübungen und Partikel in den Plasmen können die Bestimmung stören. Deshalb müssen Plasmen, die Partikel enthalten, vor der Bestimmung erneut zentrifugiert werden (10 Minuten bei ca. 15000 x g).
  • Lipämische oder partikelhaltige Plasmen, die durch Zentrifugation nicht zu klären sind, sind von der Bestimmung auszuschließen.
  • Patientenproben können heterophile Antikörer (z. B. humane Anti-Maus-Antikörper (HAMA) und Rheumafaktoren) enthalten, die in immunchemischen Tests zu falsch erhöhten oder erniedrigten Ergebnissen führen können. Dieser Test ist so ausgelegt, dass der Einfluss heterophiler Antikörper minimiert ist. Dennoch kann eine komplette Unterdrückung ihrer Effekte nicht garantiert werden.
  • Aufgrund von Matrixeffekten können für Kontroll- und Ringversuchsproben unterschiedliche Ergebnisse in Abhängigkeit von der verwendeten Bestimmungsmethode resultieren. Es kann daher notwendig sein, die Bewertung dieser Ergenbisse an methoden-spezifischen Zielwerten vorzunehmen.
  • In einer Studie führten folgende Konzentrationen von Störsubstanzen nicht zu einer Beeinträchtigung des Innovance* D-DIMER Tests:
  • Störsubstanz ..... keine Störung bis zu ...

    Heparin 8,0 IU/ml

    Rheumafaktor 1330 IU/ml

    Gesamtprotein 75 g/l

  • Die Störsubstanzen Bilirubin, Hämoglobin und Lipide sind in den gerätespezifischen Referenzhandbüchern (Applikationsvorschriften) beschrieben.
  • Unabhängig von der D-Dimer-Konzentration können in Einzelfällen unspezifische Reaktionen auftreten und die Verdünnung von Proben kann daher in bestimmten Fällen zu abweichenden Resultaten führen.
  • Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Eine Gerinnungsaktivierung resultiert in der Spaltung von Fibrinogen zu Fibrinmonomer. Die Fibrinmonomere aggregieren spontan zu Fibrin und werden durch Faktor XIII quervernetzt; dieses ergibt ein Fibrin-Gerinnsel. Als Reaktion auf diesen Gerinnungsprozess wird das fibrinolytische System aktiviert, wobei Plasminogen in Plasmin umgewandelt wird, welches Fibrin (und Fibrinogen) in die Fragmente D und E spaltet. Wegen der Quervernetzung zwischen D-Domänen im Fibrin-Gerinnsel werden durch Plasmin Fibrin-Spaltprodukte mit quervernetzten D-Domänen freigesetzt. Deren kleinste Einheit ist das D-Dimer. Der Nachweis von D-Dimer, das heißt von quervernetzten Fibrin-Spaltprodukten, die durch reaktive Fibrinolyse entstanden sind, ist damit ein Indikator der Gerinnungsaktivität.

    Erhöhte D-Dimer-Konzentrationen sind bei allen Krankheiten und Zuständen mit erhöhter Gerinnungsaktivierung zu beobachten, z. B.

  • Thromboembolie
  • disseminierte intravaskuläre Koagulopathie (DIC)
  • akute Aortendissektion
  • Myokard-Infarkt
  • bösartige Tumore
  • gynäkologische Komplikationen
  • drittes Schwangerschaftstrimester
  • chirurgische Eingriffe
  • Polytrauma
  • Die wesentliche diagnostische Anwendung von D-Dimer-Testen liegt im Ausschluss thromboembolischer Ereignisse wie tiefe Beinvenenthrombose oder Lungenembolie.

    Wenn D-Dimer- Ergebnisse unter der Entscheidungsgrenze liegen, kann ein thromboembolisches Ereignis mit einem Test-spezifischen negativen Prädiktivwert (NPV) ausgeschlossen werden (99%). Die Verwendung von D-Dimer-Testungen in Verbindung mit einem gut validierten Bewertungssystem für die klinische Vortestwahrscheinlichkeit stellt ein effizientes und sicheres Screening-Werkzeug für den Ausschluss thromboembolischer Ereignisse dar.

    Für die Diagnose von DIC wurde ein Bewertungssystem vorgeschlagen, bei dem erhöhte D-Dimer-Werte einen wichtigen Indikator für DIC darstellen.

    Weiterhin ist gezeigt worden, dass erhöhte D-Dimer-Werte mit dem Risiko für wiederauftretende thromboembolische Ereignisse nach Absetzen einer oralen Antikoagulanz-Therapie, sowie einer schlechten Prognose bei ischämischen Herzerkrankungen, chronischem Vorhofflimmern oder Herzversagen assoziiert sind.

    In der Diagnostik einer tiefen Beinvenenthrombose oder Lungenembolie sollte der Analyt D-Dimer in den folgenden Fällen nicht als Hilfsmittel eingesetzt werden:

  • gerinnungshemmende Therapie seit mindestens 24 Stunden,
  • fibrinolytische Therapie seit mindestens 7 Tagen,
  • Trauma oder chirurgischer Eingriff innerhalb der vergangenen 4 Wochen,
  • disseminierte Malignome,
  • bekanntes Aortenaneurysma,
  • Sepsis, schwere Infektionen, Lungenentzündung, schwere Hautinfektionen,
  • Leberzirrhose,
  • Schwangerschaft bzw. nur mit eigenen Referenzbereichen.
  • Da D-Dimer-Spiegel im Blut von Patienten mit akutem Koronarsyndrom meistens weitgehend normal sind, während sie im Blut von Patienten mit Aortendissektion oder Aortenaneurysma meist stark erhöht sind, kann der Nachweis von D-Dimeren in Patienten mit akuten Brustschmerzen bei der Unterscheidung zwischen beiden klinischen Zuständen helfen.

    Kommentar

    Dokumente

    Document Information
    Name Dateigröße
    Derzeit keine Dokumente verfügbar