LDL-Cholesterin

Basisdaten

Schein

A

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Täglich zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Heparin-Plasma

Behälter

Heparin-Röhrchen
Heparin-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Ja

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Leberfunktionsstörungen beeinflussen den Fettstoffwechsel, deshalb haben LDL-Cholesterinwerte eine eingeschränkte diagnostische Bedeutung.

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Automatenlabor Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23060
    • Berechneter Wert - (Berechnung - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Photometrische Messung

    Störungen

    Bei einigen Patienten mit Leberfunktionsstörungen kann der LDL_C-Wert signifikant niedriger gegenüber einem mit der Referenzmethode (Betaquantifizierung) gemessenen Wert liegen.

    In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.

    Haltbarkeit bei -70 °C: 30 Tage

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Alle Akademiker Tel.:+43 (0)5 7255 - 23001

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Ca. 2/3 des im Nüchternplasma zirkulierenden Cholesterins finden sich in LDL-Partikeln. LDL-Lipoprotein werden gerne als das "böse" Cholesterin bezeichnet, da es in enger Assoziation mit der Morbidität und Mortalität der koronaren Herzkrankheit steht.

    Wesentlich zur Beurteilung ist die Gesamtschau auf Cholesterin, LDL, HDL und ggf. Triglyzeriden. Zur weiteren Abklärung steht auch die Apo-Lipoprotein-Diagnostik zur Verfügung.

    Das LDL-Cholesterin wird nach der Friedewaldformel berechnet und bei TG-Werten > 275 mg/dl oder in entsprechenden Anlassfällen direkt bestimmt.

    Empfehlungen der ÖGLMKC

    Zielwerte für LDL-Cholesterin im Hinblick auf das KHK-Risiko

  • Gering < 160 mg/dL
  • Mäßig < 130 mg/dL
  • Hoch < 100 mg/dL
  • Sehr hoch < 70 mg/dL
  • Die Zielwerte für LDL-Cholesterin gelten bei Triglycerid-Werten <200 mg/dL. Bei Triglyceridwerten >200 mg/dL sollte das sogenannte Nicht-HDL Cholesterin (Gesamt-Cholesterin - HDL-Cholesterin) als Zielparameter verwendet werden. Der Nicht-HDL-Cholesterin Zielwert liegt für die vier Risikogruppen um 30 mg/dL höher als der jeweilige LDL-Cholesterin Zielwert.

    Risikoabschätzung:

  • Sehr hoch: Akutes Koronarsyndrom, stabile KHK bei Diabetes (Typ 2 oder Typ 1 mit Mikroalbuminurie), KHK plus Metabolisches Syndrom, KHK (mit LDLCholesterin < 100 mg/dL) mit Atheroskleroseprogression oder KHK-Rezidiv
  • Hoch: Stabile KHK ohne Diabetes, manifeste extrakardiale Atherosklerose (z.B. TIA, oder PAVK..), Typ 2 Diabetes mit 10-Jahresrisiko > 20%, Typ 1 Diabetes plus Nephropathie, Hochrisiko laut Framingham Tabellen
  • Mäßig: 2 oder mehr Risikofaktoren (10-Jahresrisiko < 20% laut Framingham Tabellen)
  • Gering: 0-1 Risikofaktor (10-Jahresrisiko meist < 10% laut Framingham Tabellen)
  • Risikofaktoren:

  • Geschlecht
  • Alter (Männer > 45 Jahre
  • Frauen > 55 Jahre)
  • Familienanamnese für KHK
  • Rauchen
  • Hypertonie (RR > 140/90 mm Hg oder antihypertensive Behandlung)
  • HDL-Cholesterin < 40 mg/dL.

  • Indikationen:

  • Früherkennung eines Atherosklerose-Risikos
  • Verlaufskontrolle bei Therapie mit lipidsenkenden Medikamenten.

  • Erhöht bei:

  • Familiärer Hypercholesterinämie
  • Polygene Hypercholesterinämie
  • Kombinierte Hyperlipidämie
  • Familiäres defektes Apo B100
  • Kommentar

    Dokumente

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