Interleukin B28 Polymorphismus

Basisdaten

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

1x/Woche

Benötigtes Material

Benötigtes Material

2 ml EDTA-Blut

Behälter

EDTA-Röhrchen
EDTA-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Ja

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Probe bis zur Analyse nicht öffnen (Vermeidung einer Kontamination).

    Kein Heparinblut einsenden (mögliche Hemmung der PCR).

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    • PCR Molekularbiologie - (GEN_PCR_MOL - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Genanalyse

    Störungen

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Priv-Doz. Mag. Dr. Hannes Oberkofler Tel.:+43 (0)5 7255 - 23030

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Die Prognose einer Therapie mit PEG-alpha-Interferon-2a/b in Kombination mit Ribavirin (Peg-IFN/RBV) bei der Behandlung von Patienten mit akuter oder chronischer HCV-Infektion wird von mehreren Faktoren wie z. B. HCV-Genotyp, initialer Viruslast sowie patienten-spezifischen Faktoren wie Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft und Schweregrad der vorliegenden Leberschädigung beeinflusst. Da die Therapie oft mit unerwünschten Nebenwirkungen einher geht und zudem kosten-intensiv ist, kommt einer individualisierten Therapiestrategie eine ganz entscheidende Bedeutung zu.

    Mehrere internationale Studien belegen, dass neben dem HCV-Genotyp auch genetische Varianten des Wirts (sogenannte "host factors") eine wichtige Rolle für das Ansprechen der Therapie spielen. Ein C/T Polymorphismus (rs12979860) im IL28B-Gen (Interferon-lambda-3) ist mit einem unterschiedlichen, dauerhaften virologischen Ansprechen (SVR, "Sustained Virological Response") assoziiert. Homozygote Patienten mit dem IL28B-CC Genotyp haben im Vergleich zu Trägern der Genotypen CT und TT nicht nur eine deutlich höhere Chance, das Virus spontan zu eliminieren, sondern zeigen auch eine signifikant bessere dauerhafte Ansprechrate auf eine Peg-IFN/RBV Kombinationstherapie. Die Häufigkeit des T-Allels wird in der kaukasischen Bevölkerungsgruppe mit ca. 40% angegeben.

    Indikation:

    - bei einer akuten Hepatitis-C-Infektion

  • für die Vorhersage des natürlichen Verlaufs
  • als Entscheidungshilfe für den Therapiebeginn
  • - bei einer chronischen Hepatitis-C-Infektion

  • für die Abschätzung des Therapieerfolgs vor Therapiebeginn
  • als Entscheidungshilfe für die individuelle Anpassung der Therapiedauer
  • bei fehlendem Ansprechen oder einem Relapse als Entscheidungshilfe für die Wiederholung der Therapie oder Wechsel auf ein alternatives Therapieschema (z.B. HCV-spezifische Protease- oder Polymerasehemmer)
  • Kommentar

    Indikationen

    Infektion und Immunologie

    Funktionsgruppe

    Dokumente

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