Epstein-Barr-Virus-IgG-Antikörper

Basisdaten

Schein

I

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Serum

Behälter

Serum-Röhrchen
Serum-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Das Probenmaterial sollte unmittelbar nach Probengewinnung ins Labor gebracht werden.

    Weitere präanalytische Hinweise

    Ein negatives ELISA Ergebnis schließt die Möglichkeit einer Infektion mit EBV nicht völlig aus.

    Infektionserreger mit ähnlich klinischem Bild sollten bei der Differentialdiagnose berücksichtigt werden.

    Kreuzreaktionen des Epstein Barr Virus sind gegen die Familie der Herpes Viren bekannt. Vor allem Kreuzreaktivitäten gegen CMV sollten bei einem positiven IgM Ergebnis ausgeschlossen werden.

    Ein negativer IgM Befund schließt die Möglichkeit einer Primärinfektion nicht aus, da in manchen Fällen einer akuten Infektion kein IgM gebildet wird (IgM-nonresponder).

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Elisenlabor Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23015
    • Architect i2000SR (Abbott) - (ARCHITECT_1 - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Chemilumineszenz-Mikropartikelimmunoassay (CMIA)

    Störungen

    Proben in den nachfolgend genannten Formen sollen nicht verwendet werden:

    - hitzeinaktiviert

    - gepoolt

    - stark hämolytisch (> 500 mg/dl)

    - mit deutlich sichtbarer mikrobieller Kontamination

    - postmortal entnommene Proben oder andere Körperflüssigkeiten

    Um optimale Ergebnisse zu erzielen, dürfen Serum- und Plasmaproben kein Fibrin, keine Erythrozyten und anderen festen Bestandteile enthalten. Serumproben von Patienten unter Behandlung mit Antikoagulanzien oder Thrombolytika können aufgrund unvollständiger Bildung des Blutkuchens Fibrin enthalten.

    Kommentar

    Alternatives Material

    Plasma

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Priv-Doz. Mag. Dr. Hannes Oberkofler Tel.:+43 (0)5 7255 - 23030

    LOINC-Code

    Interpretation

    Das Epstein-Barr-Virus gehört zur Familie der Herpesviridae. Es wird als Humanes Herpesvirus 4 (HHV 4) bezeichnet und zählt zur Subfamilie der Gamma-Herpesviridae. EBV ist ein lymphotropes, umhülltes, doppelsträngiges DNA-Virus. Einziger Wirt für das Epstein Barr Virus ist der Mensch. Primärinfektionen erfolgen üblicherweise bei Kindern und Jugendlichen. Weltweit sind über 95% aller Erwachsenen mit EBV infiziert. Die Übertragung von EBV erfolgt hauptsächlich über den Speichel als Kontakt- oder Tröpfcheninfektion, wobei das Virus zunächst die Epithelzellen des Oropharynx und anschließend die B-Lymphozyten infiziert. In seltenen Fällen kann EBV bei Verabreichung von Blut, Blutprodukten und bei Organtransplantationen übertragen werden. EBV ist hochkontagiös, die Inkubationszeit beträgt ungefähr 6 Wochen. Während des lytischen Zyklus repliziert der Krankheitserreger in B-Zellen und Epithelzellen der Speicheldrüsen und Mundschleimhaut und wird über den Speichel abgesondert. Nach Abklingen der Primärinfektion verbleibt EBV latent in den B-Lymphozyten. Im Lebensverlauf kommt es häufig zu einer Reaktivierung, die jedoch bei immunkompetenten Wirten für gewöhnlich keine klinische Relevanz hat. Nach der Primärinfektion wird das Virus lebenslang mit Unterbrechungen über den Speichel abgesondert.

    EBV-Infektionen im Kindesalter sind häufig asymptomatisch, wohingegen sie bei Jugendlichen/Erwachsenen in 35 - 50 % der Fälle zu einer infektiösen Mononukleose (IM) führen. Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Tonsillitis und Schwellung der Halslymphknoten. In 80 % der Fälle kommt es zu Erhöhung der Transaminasen, in Einzelfällen zu ausgeprägter Leber- und Milzbeteiligung. Charakteristisch ist die Vermehrung mononukleärer lymphatischer Zellen im peripheren Blut. Differentialdiagnostisch sind eine HIV-Hodgkin-Lymphom sowie dem Nasopharynxkarzinom assoziiert.

    Die Aufgabe der EBV-Serologie besteht daher hauptsächlich in der Differenzierung bzw. Absicherung von Seronegativität, Primärinfektion sowie abgelaufener Infektion und der differentialdiagnostischen Abgrenzung zu klinisch ähnlichen symptomatischen Erkrankungen.

    Kommentar

    Indikationen

    Hämatologie

    Leber, Gallenblase-wege

    Infektion und Immunologie

    Funktionsgruppe

    Dokumente

    Document Information
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