Prothrombin-Polymorphismus
Schein
Labor
Verfügbarkeit
Benötigtes Material
Behälter

Abnahme nüchtern
Einverständniserklärung notwendig
Vorbereitung des Patienten
Probengewinnung
Weitere präanalytische Hinweise
Probe bis zur Analyse nicht öffnen (Vermeidung einer Kontamination).
Kein Heparinblut einsenden (mögliche Hemmung der PCR).
Probenversand
Transporthinweis
Laborbereich
- PCR Molekularbiologie - (GEN_PCR_MOL - Zentrallabor LKH)
Methode
Störungen
Kommentar
Alternatives Material
Links
zuständiger Akademiker/Akademikerin
LOINC-Code
Interpretation
Prothrombin ist die Vorstufe der Serin-Protease Thrombin, die als Schlüsselenzym der Blutgerinnung an der Umsetzung von Fibrinogen zu Fibrin beteiligt ist, und vor allem pro- aber auch antikoagulatorische Eigenschaften besitzt. Eine häufige Punktmutation wurde in der 3´nicht-translatierten Region an der Nukleotid-Position 20210 ( G ---> A Substitution;) des Prothrombin-Gens gefunden. Klinische Studien haben eine Assoziation dieses Polymorphismus mit einem erhöhten Prothrombin Plasma-Spiegel und einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Venen-Thrombosen gezeigt. Bei dem Polymorphismus (G20210A) handelt es sich um einen Basenaustausch von G (Guanin) zu A (Adenin), der bei 2-3% der europäischen Bevölkerung in einem Allel des Prothrombin-Gens gefunden wird.
Bei Personen, die homozygot für das variante Allel sind, wird das individuelle Thromboserisiko 3-5 fach erhöht. Bei Patienten, die sowohl heterozygot für die Faktor V-Leiden Mutation als auch für den Prothrombin Polymorphismus sind, besteht ein zusätzlich 2-3fach höheres Risiko für eine Thrombose als bei Patienten, die nur heterozygot für die Faktor V-Leiden Mutation sind.
Eine Untersuchung auf den Prothrombin-Polymorphismus ist bei folgenden Indikationen sinnvoll: Personen und deren Blutsverwandte mit erhöhtem Thromboserisiko (z. B. mit bekannten Gerinnungsdefekten, Thrombosen, bekannte Faktor V-Leiden Mutation).
Kommentar
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