Cholesterin (CDK)

Basisdaten

Schein

CR

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Täglich zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Heparin-Plasma

Behälter

Heparin-Röhrchen
Heparin-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Ja

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Ein dreiminütiges Stauen der Vene kann eine Erhöhung der Cholesterinwerte von bis zu 10% bewirken. Eine ähnliche Zunahme wird beim stehenden Probanden gegenüber dem liegenden gefunden.

    Weitere präanalytische Hinweise

    Ascorbinsäure sowie µ-Methyldopa oder Novalgin führen zu scheinbar niedrigeren Cholesterinwerten, jedoch nur bei Konzentrationen oberhalb des therapeutischen Bereichs.

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Klinische Chemie (CDK)
    • Cobas 8000 Routinegerät - (C8000_RT - Zentrallabor LKH)
    • CDK_COBAS Pro - (COBAS Pro - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Photometrische Messung

    Störungen

    Hämoglobin und Bilirubin stören bei der vollenzymatischen Endpunktbestimmung bei Konzentrationen über 2g Hb/l bzw. über 700µmol Bilirubin pro Liter.

    In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie) zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Im Plasma wird Cholesterin zum Großteil in den LDL transportiert, der Rest in HDL und VLDL und nur wenig in den Chylomikronen.

    Eine KHK tritt selten bei Cholesterinwerten < 160mg/dl auf. Ab einem Schwellenwert von 190mg/dl steigt das Risiko für KHK zuerst mäßig bis zu einem Wert von 250mg/dl an, erst ab diesem Wert kommt es zu einem starken Risiko-Anstieg. Die individuelle Vorhersagekraft des Cholesterinwerts bezüglich KHK ist allerdings gering, nur in Extrembereichen (>320mg/dl) ist der Wert von prognostischer Bedeutung. Der Grund: Atherosklerose ist zum einen ein multifaktorielles Geschehen und zum anderen wirkt Cholesterin in 2 Lipoproteinklassen, nämlich HDL- und LDL-Cholesterin, die eine gegensätzliche Wirkung zeigen.

    Indikationen:

  • Früherkennung eines Atherosklerose-Risikos,
  • Klassifikation einer Hyperlipoproteinämie
  • Kontrolle einer Therapie mit Lipidsenkern

  • Erhöht bei:

  • Eine einmalige Erhöhung des Gesamtcholesterins muss durch eine Kontrolluntersuchung mit Differenzierung der Cholesterinfraktionen weiter abgeklärt werden.
  • Familiäre Hypercholesterinämie (Typ IIa) (v.a. LDL-Erhöhung)
  • Kombinierte familiäre Hyperlipoproteinämie (Typ IIb) (Cholesterin und Triglyceride erhöht)
  • Hyperalphalipoproteinämie (HDL-Erhöhung)
  • "Broad-beta-Disease" (Typ III) (IDL erhöht)
  • sekundäre Hypercholesterinämien (meist kombiniert mit einer Hypertriglyceridämie) bei z.B. nephrotischem Syndrom, Diabetes mellitus, Mb. Cushing, Hypothyreose, Hepatitiden, Medikamenten (beta-Blocker, Diuretika, orale gestagenreiche Kontrazeptiva)

  • Erniedrigt bei:

  • Abetalipoproteinämie Bassen-Kornzweig
  • Hypobetalipoproteinämie
  • Analphalipoproteinämie Tangier-Disease
  • sekundäre Hypocholesterinämie bei z.B. Malignomen, nach Polytraumen, postoperativ, Hyperthyreose, bei Sepsis.
  • Kommentar

    Dokumente

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