Harnsäure (CDK)

Basisdaten

Notfall

Schein

CR

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Täglich von 00:00 - 24:00 Uhr

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Heparin-Plasma

Behälter

Heparin-Röhrchen
Heparin-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Ja

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Purinreiche Kost, zB Leber, Niere, Hülsenfrüchte sowie Alkohol führen zu einer Erhöhung der Harnsäurekonzentration und sollten drei Tage vor der Abnahme vermieden werden.

    Vor der Blutabnahme keine starke Muskelarbeit verrichten und intensive Sonnenbestrahlung vermeiden.

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Folgende Medikamente können falsch niedrige Harnsäurewerte verursachen: Alpha-Methyldopa, Desferoxamin und Calciumdobesilat (z.B. Dexium).

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Klinische Chemie (CDK)
    • HPLC - Satellitenlabor - (SAT_HPLC - Zentrallabor LKH)
    • Cobas 8000 Routinegerät - (C8000_RT - Zentrallabor LKH)
    • Cobas 8000 Notfalllabor - (C8000_NF - Zentrallabor LKH)
    • CDK_COBAS Pro - (COBAS Pro - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Photometrische Messung

    Störungen

    Sehr selten kann eine Gammopathie (IgM ? Waldenström-Makroglobulinämie) zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.

    Harnstoff: bis zu einer Konzentration von 2100 mmol/l (12.612 mg/dl) wurden keine signifikanten Interferenzen von Harnstoff festgestellt


    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Die Harnsäure bzw. ihre ionisierte Form Mononatriumurat sind Endpunkte des Purinstoffwechsels beim Menschen. Ab einer Konzentration von 8 mg/dl kann es zu Ausfällungen von Mononatriumurat ins Gewebe kommen.

    Harnsäure-Ausscheidung im 24-h-Harn:

  • Erhöhte Serum-Harnsäure und gleichzeitig Harnsäure-Ausscheidung im 24-h-Harn <600mg bei purinarmer Kost und <800mg unter normaler Kost: Störung der Hanrsäure-Sekretion ("Underexcreter") und spricht damit für eine primäre Hyperurikämie.
  • Harnsäure-Ausscheidung im 24-h-Harn >600mg (purinarme Kost) und >800mg (Normalkost) spricht unabhängig vom Serum-Harnsäure-Wert für Harnsäure-Überproduktion. Wenn sich der Wert unter purinarmer Kost normalisiert, spricht das für Hyperurikämie aus exogenen Purinen, ansonsten werden vermehrt endogene Purine verstoffwechselt (Zellzerfall?)

  • Indikationen:

  • Jede internistische Erstuntersuchung
  • positive Familienanamnese auf Gicht bzw. Nierensteine
  • Symptome eines Gichtanfalls
  • Kontrolle der Gichttherapie
  • Bei Hypertonie, Hyperlipidämie, Übergewicht, Diabetes ? zur Risikoabschätzung für KHK.
  • Bei möglicher sekundärer Hyperurikämie durch verstärkten Zell-Zerfall: Polyzythämia vera, Hungerkuren, Alkohol, Zytostatika-Therapie, Betrahlung von Tumoren, Cyclosporin-Therapie, Transplantatempfänger.
  • Kinder mit hypoketonämischer Hypoglykämie.

  • Erhöht bei:

    Eine 2-3malige Erhöhung des Harnsäure-Werts aus dem morgendlichen Nüchternserum spricht für eine Hyperurikämie. Die Werte sollten unter echten Lebensbedingungen (Medikamenteneinnahme, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum) erhoben werden.

    Erniedrigt bei:

    Folgende Medikamente können falsch niedrige Harnsäurewerte verursachen: Alpha-Methyldopa, Desferoxamin und Calciumdobesilat (z.B. Dexium).

    Kommentar

    Indikationen

    Niere, Blutdruck, Elektrolyte

    Herz_Kreislauf, Lunge

    Nicht klassifizierbar

    Funktionsgruppe

    Dokumente

    Document Information
    Name Dateigröße
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