Magnesium (CDK)

Basisdaten

Notfall

Schein

CN, CR

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Täglich von 00:00 - 24:00 Uhr

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Heparin-Plasma

Behälter

Heparin-Röhrchen
Heparin-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

  • Zu lange Stauung täuscht erhöhte Werte vor, denn Magnesium liegt zu 33% im Blut eiweißgebunden vor.
  • Hämolyse führt zu falsch erhöhten Magnesiumwerten, da der Magnesiumgehalt in Erythrozyten fast drei mal so hoch ist wie im Plasma.
  • Weitere präanalytische Hinweise

    Hämolyse täuscht erhöhte Magnesiumwerte vor, da der Magnesiumgehalt in den Erythrozyten fast dreimal so hoch ist wie im Plasma.

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Klinische Chemie (CDK)
    • Handmethode - Satellitenlabor - (SAT_HAND - Zentrallabor LKH)
    • HPLC - Satellitenlabor - (SAT_HPLC - Zentrallabor LKH)
    • Cobas 8000 Routinegerät - (C8000_RT - Zentrallabor LKH)
    • Cobas 8000 Notfalllabor - (C8000_NF - Zentrallabor LKH)
    • CDK_COBAS Pro - (COBAS Pro - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Photometrische Messung

    Störungen

  • Keine chelatierenden Antikoagulanzien wie EDTA, Fluorid und Oxalat verwenden.
  • Proben, die Präzipitate enthalten, müssen vor dem Test zentrifugiert werden.
  • Hämolyse kann die Ergebnisse je nach Analytgehalt in den lysierten Erythrozyten erhöhen.
  • Sehr selten kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie) zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.
  • Harnstoff: bis zu einer Konzentration von 1500 mmol/l (9009 mg/dl) wurden keine signifikanten Interferenzen von Harnstoff festgestellt
  • Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Magnesium ist neben Kalium das bedeutendste intrazelluläre Kation. Es ist an der Aktivierung von Enzymen und an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

    Niedrige Albuminwerte reduzieren die Magnesiumkonzentration ohne dass ein Mangel vorliegt (Pseudo-Hypomagnesiämie). Echte Mangelzustände sind schwer zu ermitteln, denn nur 1% des Magesiumbestands befindet sich im Plasma. Bei normaler Nierenfunktion kann der Magnesium-Retentionstest durchgeführt werden: i.v.-Applikation von 730 mg Magnesiumsulfat in 500 ml 5,5%iger Glucose über 12 Stunden -> bei einer Retention von >50% besteht der Verdacht auf einen Magnesiummangel.

    Indikation:

    Bei V.a. starken Magnesiummangel (assoziiert mit Hypokalziämie und Hypokaliämie):

  • neuromuskuläre Übererregbarkeit (gesteigerte Sehenreflexe, Tetanie, schwere Krämpfe)
  • gastrointesinale Beschwerden
  • kardiale Beschwerden: Tachykardie, Arrhythmie
  • Bei V.a. Magnesiumintoxikation:

  • Hyporeflexie
  • Atemdepression
  • Koma
  • Regelmäßige Magnesiumkontrolle bei:

  • Diuretika-Therapie
  • Therapie mit nephrotoxischen Medikamenten
  • schlecht eingestelltem Diabetes mellitus
  • chronischen intestinalen Resorptionsstörungen
  • Alkoholentzug
  • langfristiger parenteraler Ernährung
  • Niereninsuffizienz

  • Erhöht bei:

  • terminaler Niereninsuffizienz
  • Freisetzung aus dem Intrazellularraum bei Rhabdomyolyse, Zytostatikatherapie, Verbrennungen, Traumata
  • (Prä)Eklampsie

  • Erniedrigt bei:

  • renalen Verlusten (Diuretika, nephrotoxische Medikamente, osmotische Diurese bei Diabetes mellitus, erbliche tubuläre Rückresorptionsstörung)
  • gastrointestinale Verluste (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Laxanzien, Malabsorption)
  • verminderte Zufuhr (Malnutrition, Alkoholismus, parenterale Ernährung)
  • Magnesium-Shift in den Intrazellularraum (akute Pankreatitis, Einlagerung in Knochen nach Parathyreoidektomie, Gravidität)
  • endokrinologische Störungen: Hyperaldosteronismus, Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreoidismus, diabetische Ketoazidose
  • Pseudo-Hypomagnesiämie bei niedrigen Albuminwerten
  • Kommentar

    Dokumente

    Document Information
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