Apixaban (Eliquis) - Monitoring (CDK)

Basisdaten

Notfall

Schein

CN, CR

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Täglich von 00:00 - 24:00 Uhr

Benötigtes Material

Benötigtes Material

3 ml Citratblut

Behälter

Gerinnungsröhrchen
Gerinnungsröhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Um das Ergbnis der Analyse beurteilen zu können, benötigen wir folgende Informationen:

  • Wirkstoff und Dosis
  • Zeitpunkt der letzten Einnahme
  • Zeitpunkt der Blutabnahme
  • Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Gerinnung (CDK)
    • CS 5100 1 - Routine (Siemens) - (CS_5000_1 - Zentrallabor LKH)
    • Handmethode - Satellitenlabor - (SAT_HAND - Zentrallabor LKH)
    • HPLC - Satellitenlabor - (SAT_HPLC - Zentrallabor LKH)
    • CDK CS-5100_A - (CDK_CS-5100_A - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Störungen

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Apixaban (Eliquis) ist einer der "direkten oralen Antikoagulantien" (DOAK). Der Wirkstoff hemmt selektiv und direkt den aktivierten Faktor Xa und somt die Gerinnung.

    Zulassung besteht derzeit für (Quelle - Fachinformation Eliquis - Stand 1/2016)

  • Zur Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie Schlaganfall oder TIA (transitorischer ischämischer Attacke) in der Anamnese, Alter ? 75 Jahren, Hypertonie, Diabetes mellitus, symptomatische Herzinsuffizienz (NYHA Klasse ? II).Prophylaxe von Thromboembolien des Erwachsenen nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz (seit 2008)
  • Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen
  • Gegenanzeigen:

  • akute, klinisch relevante Blutungen
  • Läsionen oder klinische Situationen, die als signifikanter Risikofaktor einer schweren Blutung angesehen werden
  • gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulantien wie zum Beispiel Heparinen oder Vitamin-K-Antagonisten (mit wenigen Ausnahmen).
  • Bei Patienten, bei denen zumindest zwei der folgenden Zustände auftritt, sollte eine Dosisreduktion erfolgen: Alter >=80j; Gewicht <= 60kg; Serum-Kreatinin >= 1,5 mg/dl
  • In Schwangerschaft und Stillzeit muss eine sehr strenge Indikationsstellung erfolgen
  • Mandernach MW et al. Ther Clin Risk Manag. 2015 Aug 26;11:1273-82

    Einnahme: Oral

    Ausscheidung: 1/4 Niere, 3/4 Leber

    Halbwertszeit: 8 - 13 Stunden (Bei Nierenfunktioneinschränkung verlängert)

    Spitzenspiegel: 3-4 h

    Referenzwerte:

    Nicht validierte Richtwerte:

    2 x 5 mg:

  • Spitzenspiegel: 91 - 321 ?g/L (Median: 171 µg/L)
  • Talspiegel: 41 - 230 ?g/L (Median: 103 µg/L)
  • Spitzenspiegel 2-4h nach Einnahme. Talspiegel unmittelbar VOR der nächsten Einnnahme.

    ACHTUNG: Bei gleichzeitiger Gabe von Heparinen oder Heparinoiden oder anderen Faktor-X-Hemmern kann der Test falsch erhöht sein!

    (Quelle: Cuker, A. Laboratory measurement of the non-vitamin K antagonist oral anticoagulants: selecting the optimal assay based on drug, assay, availability, and clinical indication. J Thromb Thrombolysis, 2015 (aop))

    CAVE:

    Durch den Einsatz neuer oraler Antikoagulantien kann es vorkommen, dass die Analytik Standard- und Spezialgerinnungstests gestört und die Ergebnisse entsprechend verfälscht werden.

    Daher ist es für uns, und letztendlich auch für Sie, von entscheidender Bedeutung einerseits eine solche Therapie bei der Testanforderung mit anzugeben und andererseits die Blutabnahme für Routine-Gerinnungstests unter einer solchen Therapie zeitlich entsprechend zu legen. (Talspiegel - kurz vor der nächsten Gabe)

    Detailliertere Informationen erhalten sie auf der Hompage der Arbeitsgruppe "Neue Orale Antikoagulanzien" der ÖGLMKC und der ÖQUASTA

    Indikationen:

    Ein Monitoring der Therapie mit Apixaban ist im Allgemeinen nicht notwendig. Ausgenommen hiervon sind:

  • notfallartigen/dringlichen operativen Eingriffen oder diagnostischen Interventionen unter Therapie
  • Blutungskomplikationen oder thromboembolischen Ereignissen
  • Nieren- und oder Leberinsuffizienz
  • V.a. Medikamenteninteraktionen
  • Alter >80 Jahre, multimorbide Patienten
  • starkes Übergewicht (>120 kg) bzw. deutliches Untergewicht (<60 kg)
  • Compliance (wird das Medikament überhaupt eingenommen?)
  • Erhöht bei:

    -

    Erniedrigt bei:

    -

    Kommentar

    Dokumente

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