Rivaroxaban (Xarelto) - Monitoring (CDK)

Basisdaten

Notfall

Schein

CN, CR

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Täglich von 00:00 - 24:00 Uhr

Benötigtes Material

Benötigtes Material

3 ml Citratblut

Behälter

Gerinnungsröhrchen
Gerinnungsröhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    2-4 Stunden nach Gabe

    Weitere präanalytische Hinweise

    Um das Ergbnis der Analyse beurteilen zu können, benötigen wir folgende Informationen:

  • Wirkstoff und Dosis
  • Zeitpunkt der letzten Einnahme
  • Zeitpunkt der Blutabnahme
  • Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Gerinnung Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23011
    • CS 5100 1 - Routine (Siemens) - (CS_5000_1 - Zentrallabor LKH)
    • Handmethode - Satellitenlabor - (SAT_HAND - Zentrallabor LKH)
    • HPLC - Satellitenlabor - (SAT_HPLC - Zentrallabor LKH)
    • CDK CS-5100_A - (CDK_CS-5100_A - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Chromatographische Messung

    Störungen

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Rivaroxaban (Xarelto) ist einer der "neuen direkten oralen Antikoagulantien" (DOAK). Der Wirkstoff hemmt selektiv und direkt den aktivierten Faktor Xa und somt die Gerinnung.

    Zulassung besteht derzeit für

  • Prophylaxe von Thromboembolien des Erwachsenen nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz (seit 2008)
  • Prävention von Schlaganfällen bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (seit 2011)
  • Behandlung der akuten tiefen Venenthrombose und zur Prävention der rezidivierend auftretenden tiefen Venenthrombose und Lungenembolie (seit 2011)
  • Gegenanzeigen:

  • Niereninsuffizienz mit einer GFR < 30 ml/min
  • Patienten unter 18 Jahren
  • Patienten mit künstlichen Herzklappen
  • Patienten mit akuter Lungenembolie
  • Schwangere und Stillende
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Patienten mit Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und klinisch relevantem Blutungsrisiko verbunden sind, einschließlich zirrhotische Patienten mit Child Pugh B und C
  • angeborene oder erworbene Blutgerinnungsstörungen
  • nicht behandelbarer, schwerer Bluthochdruck
  • aktiven oder erst kürzlich aufgetretenen Geschwüren im Magen-Darm-Kanal
  • Durchblutungsstörungen der Netzhaut
  • kürzlich erlittene Gehirnblutungen
  • Gefäßmissbildungen oder -schäden im Bereich des Rückenmarks oder des Gehirns
  • kürzlich durchgeführte Operationen am Gehirn, Rückenmark oder Auge.
  • Einnahme: Oral

    Ausscheidung: 1/3 Niere, 2/3 Leber

    Halbwertszeit:

  • 5 - 9 Stunden bei jüngeren Personen
  • 11 - 13 Stunden bei älteren Personen
  • Spitzenspiegel: 2-4 h

    Referenzwerte:

    Nicht validierte Richtwerte:

    1 x 10 mg (VTE-Prophylaxe):

  • Spitzenspiegel: 91 - 196 µg/L
  • Talspiegel: 1 - 38 µg/L
  • 1 x 20 mg (VHFL):

  • Spitzenspiegel: 160 - 360 µg/L
  • Talspiegel: 4 - 96 µg/L
  • Spitzenspiegel 2-4h nach Einnahme

    Talspiegel unmittelbar VOR der nächsten Einnnahme

    (Quelle:

  • Beipacktext Hyphen BioMed BIOPHEN® DiXa-I (Direkte Xa Inhibitoren) Ref.Nr. 221030 - 29/09/2011
  • Mueck et al. Thromb Haemost 2008; 100: 453-461)
  • CAVE:

    Durch den Einsatz neuer oraler Antikoagulantien kann es vorkommen, dass die Analytik Standard- und Spezialgerinnungstests gestört und die Ergebnisse entsprechend verfälscht werden.

    Daher ist es für uns, und letztendlich auch für Sie, von entscheidender Bedeutung einerseits eine solche Therapie bei der Testanforderung mit anzugeben und andererseits die Blutabnahme für Routine-Gerinnungstests unter einer solchen Therapie zeitlich entsprechend zu legen. (Talspiegel - kurz vor der nächsten Gabe)

    Detailliertere Informationen erhalten sie auf der Hompage der Arbeitsgruppe "Neue Orale Antikoagulanzien" der ÖGLMKC und der ÖQUASTA

    Indikationen:

    Ein Monitoring der Therapie mit Rivaroxaban ist im Allgemeinen nicht notwendig. Ausgenommen hiervon sind:

  • notfallartigen/dringlichen operativen Eingriffen oder diagnostischen Interventionen unter Therapie
  • Blutungskomplikationen oder thromboembolischen Ereignissen
  • Nieren- und oder Leberinsuffizienz (cave: GFR < 15 ml/min Kontraindikation!, GFR15-50 ml/min Dosisanpassung notwendig))
  • V.a. Medikamenteninteraktionen
  • Alter >80 Jahre, multimorbide Patienten
  • starkes Übergewicht (>120 kg) bzw. deutliches Untergewicht (<50 kg)
  • Compliance (wird das Medikament überhaupt eingenommen?)
  • Erhöht bei:

  • Überdosierung
  • Nieren- / Leberinsuffizienz
  • Medikamentösen Wechselwirkungen (Antimykotika, HIV-Therapeutika, andere Antikoagulanzien)
  • Erniedrigt bei:

    -

    Kommentar

    Dokumente

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