Freies Prostataspezifisches Antigen

Basisdaten

Schein

CR

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Serum

Behälter

Serum-Röhrchen
Serum-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Freies PSA ist instabil (Halbwertszeit ca. 2,5 Stunden) und muss innerhalb von 3 Stunden nach Blutabnahme zentrifugiert werden, um falsch niedrige Werte zu vermeiden

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Klinische Chemie (CDK)
    • CDK_COBAS Pro - (COBAS Pro - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Störungen

    Starke Hämolyse

    Mehrmaliges Einfrieren und Auftauen

    Kommentar

    FPSA wird nur bei PSA-Werten zw. 2 und 20 ng/ml für urologische Patienten bestimmt.

    Probenaufbewahrung:

    • 2°-8°C: 1 Tag
    • -20°C: länger als 1 Tag




    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

    Physiologischer Hintergrund

    • Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein sekretorisches Glykoprotein, das in den Epithelzellen der Prostata gebildet wird. Seine Hauptfunktion ist die Verflüssigung des Prostatasekrets, um die Beweglichkeit der Spermien zu unterstützen

    Wann wird PSA und/oder freies PSA bestimmt?

    • Die Bestimmung des Gesamt-PSA dient der Abklärung von Prostataerkrankungen wie Prostatakarzinom, benigner Prostatahyperplasie (BPH) oder Prostatitis
    • Bei PSA-Werten im Graubereich (ca. 2–10 ng/ml) sollte zusätzlich das freie PSA gemessen und der fPSA/tPSA-Quotient berechnet werden.

    Bewertung der Werte

    • Der fPSA/tPSA-Quotient wird berechnet: freies PSA (ng/ml)÷Gesamt-PSA (ng/ml)×100freies PSA (ng/ml)÷Gesamt-PSA (ng/ml)×100
    • Im Blut liegt PSA zu etwa 60–95 % gebunden an Proteine (hauptsächlich Alpha-1-Antichymotrypsin) und zu 5–40 % in freier, ungebundener Form (freies PSA, fPSA) vor
    • Bei einem PSA-Wert im sogenannten „Graubereich“ (meist 4–10 ng/ml, teilweise auch ab 2 ng/ml) wird zusätzlich das freie PSA bestimmt, um die Unterscheidung zwischen gutartiger und bösartiger Ursache zu verbessern
    • Die alleinige Bestimmung des freien PSA ist diagnostisch nicht sinnvoll; entscheidend ist das Verhältnis freies PSA zu Gesamt-PSA (fPSA/tPSA-Quotient)
    • Interpretation des Quotienten
      • < 15 %: Hinweis auf Malignität (Prostatakarzinom) – dringende weitere Abklärung empfohlen
      • 15–20 %: Graubereich – Verlaufskontrolle empfohlen
      • > 20 %: Hinweis auf benigne Veränderungen (z. B. BPH)
  • Bei Prostatakarzinom ist typischerweise der Anteil des freien PSA am Gesamt-PSA niedriger als bei gutartigen Veränderungen, da Tumorgewebe mehr gebundenes PSA produziert
  • Die Bestimmung ist kein absoluter Tumornachweis, sondern dient der Risikoeinschätzung und Entscheidung für weitere Diagnostik (z. B. Biopsie)

    Kommentar

    Indikationen

    Malignes Wachstum

    Funktionsgruppe

    Dokumente

    Document Information
    Name Dateigröße
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