Freies Prostataspezifisches Antigen
Schein
Labor
Verfügbarkeit
Benötigtes Material
Behälter

Abnahme nüchtern
Einverständniserklärung notwendig
Vorbereitung des Patienten
Probengewinnung
Weitere präanalytische Hinweise
Freies PSA ist instabil (Halbwertszeit ca. 2,5 Stunden) und muss innerhalb von 3 Stunden nach Blutabnahme zentrifugiert werden, um falsch niedrige Werte zu vermeiden
Probenversand
Transporthinweis
Laborbereich
- CDK_COBAS Pro - (COBAS Pro - Zentrallabor CDK)
Methode
Störungen
Starke Hämolyse
Mehrmaliges Einfrieren und Auftauen
Kommentar
FPSA wird nur bei PSA-Werten zw. 2 und 20 ng/ml für urologische Patienten bestimmt.
Probenaufbewahrung:
- 2°-8°C: 1 Tag
- -20°C: länger als 1 Tag
Alternatives Material
Links
zuständiger Akademiker/Akademikerin
LOINC-Code
Interpretation
Physiologischer Hintergrund
- Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein sekretorisches Glykoprotein, das in den Epithelzellen der Prostata gebildet wird. Seine Hauptfunktion ist die Verflüssigung des Prostatasekrets, um die Beweglichkeit der Spermien zu unterstützen
Wann wird PSA und/oder freies PSA bestimmt?
- Die Bestimmung des Gesamt-PSA dient der Abklärung von Prostataerkrankungen wie Prostatakarzinom, benigner Prostatahyperplasie (BPH) oder Prostatitis
- Bei PSA-Werten im Graubereich (ca. 2–10 ng/ml) sollte zusätzlich das freie PSA gemessen und der fPSA/tPSA-Quotient berechnet werden.
Bewertung der Werte
- Der fPSA/tPSA-Quotient wird berechnet: freies PSA (ng/ml)÷Gesamt-PSA (ng/ml)×100
- Im Blut liegt PSA zu etwa 60–95 % gebunden an Proteine (hauptsächlich Alpha-1-Antichymotrypsin) und zu 5–40 % in freier, ungebundener Form (freies PSA, fPSA) vor
- Bei einem PSA-Wert im sogenannten „Graubereich“ (meist 4–10 ng/ml, teilweise auch ab 2 ng/ml) wird zusätzlich das freie PSA bestimmt, um die Unterscheidung zwischen gutartiger und bösartiger Ursache zu verbessern
- Die alleinige Bestimmung des freien PSA ist diagnostisch nicht sinnvoll; entscheidend ist das Verhältnis freies PSA zu Gesamt-PSA (fPSA/tPSA-Quotient)
- Interpretation des Quotienten
- < 15 %: Hinweis auf Malignität (Prostatakarzinom) – dringende weitere Abklärung empfohlen
- 15–20 %: Graubereich – Verlaufskontrolle empfohlen
- > 20 %: Hinweis auf benigne Veränderungen (z. B. BPH)
Die Bestimmung ist kein absoluter Tumornachweis, sondern dient der Risikoeinschätzung und Entscheidung für weitere Diagnostik (z. B. Biopsie)
Kommentar
Malignes Wachstum
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