Zytologiepräparat Liquor (CDK)

Basisdaten

Schein

CL

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

5 ml Liquor

Behälter

Sonstige
Sonstige

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Abnahme des Liquors in Polypropylen-Röhrchen.

    Weitere präanalytische Hinweise

    Für die Stufendiagnostik bzw. den zusammenfassenden Befundkommentar bitten wir um Angabe der Verdachtsdiagnose / Fragestellung.

    Probenversand

    KEIN Rohrpostversand! (Liquor)

    Transporthinweis

    Probenmaterial unmittelbar nach Probengewinnung ins Labor schicken.

    Analytik

    Methode

    Störungen

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Priv.Doz. Dr. Cornelia Mrazek Tel.:+43 (0)5 7255 - 57260

    LOINC-Code

    42209-7

    Interpretation

    Normalerweise sind im Liquor nur Lymphozyten und Monozyten in einem Verhältnis von 2:1 bzw. 3:1 nachweisbar.

    Liegt eine granulozytäre Pleozytose zusammen mit einem erhöhten Gesamteiweiß/Albuminquotienten sowie Lactaterhöhung vor, könnte die Konstellation auf eine bakterielle Meningitis hinweisen, sodass eine weiterführende mikrobiologische Diagnostik zu empfehlen ist.

    Virale Mening(oencephal)itiden weisen meist eine lymphomonozytäre Pleozytose auf, wobei in der Anfangsphase auch ein geringer Anteil an neutrophilen Granulozyten nachweisbar sein kann.

    Generell kann eine lymphomonozytäre Pleozytose bei (chronisch)-entzündlichen ZNS-Erkrankungen auftreten.

    Bei Subarachnoidalblutung können im Verlauf der Abräumreaktion Erythro- bzw. Siderophagen nachweisbar sein oder auch Hämatoidin-(Bilirubin-)Kristalle.

    Die zytomorphologische Beurteilung ist weiterhin der Goldstandard in der Diagnostik einer Meningeosis neoplastica. In bestimmten Fällen kann eine weiterführende Diagnostik mit Immunzytologie bzw. Durchflusszytometrie hilfreich sein.

    Da jedoch auch "atypische" Befunde auftreten können, ist es bei der Liquordiagnostik wichtig nicht den Einzelparameter, sondern immer den integrierten Gesamtbefund zu beurteilen.

    Kommentar

    Dokumente

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