Blut-Liquor-Schrankenfunktion klein Profil (Albumin, IgG)

Basisdaten

2-3x 5 ml Liquor + 1x 5 ml Serum

Schein

CL

Labor

Zentrallabor CDK

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

5 ml Serum-Liquor

Behälter

Sonstige
Sonstige

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Serum- und Liquor-Abnahme gleichzeitig (Zeitfenster <2h)

    Abnahme des Liquors in Polypropylen-Röhrchen.

    Weitere präanalytische Hinweise

    Für die Stufendiagnostik bzw. den zusammenfassenden Befundkommentar bitten wir um Angabe der Verdachtsdiagnose / Fragestellung.

    Probenversand

    KEIN Rohrpostversand! (Liquor)

    Transporthinweis

    Probenmaterial unmittelbar nach Probengewinnung ins Labor schicken.

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Liquor-Labor
    • CDK Atellica Neph 630 - (NEPH630 - Zentrallabor CDK)

    Analytik

    Methode

    Nephelometrie

    Störungen

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Priv.Doz. Dr. Cornelia Mrazek Tel.:+43 (0)5 7255 - 57260

    LOINC-Code

    Interpretation

    Die Blut-Liquor-Schrankenfunktion klein (Albuminquotient, IgG-Synthese) sollte immer Bestandteil einer Liquor-Basisdiagnostik sein (zusammen mit Zellzahl, Zytologie, Gesamtprotein, Glucose und Lactat im Liquor).

    Bei erhöhter Zellzahl ist im Sinne einer Stufendiagnostik die Erweiterung um die IgA- sowie IgM-Synthese sinnvoll ("Pleozytose-Profil").

    Zur Beurteilung ob eine Blut-Liquor-Schrankenfunktion und/oder intrathekale Immunglobulinsynthese vorliegt, werden in Serum-Liquor-Paaren Albumin, IgG, IgA sowie IgM bestimmt und die Quotienten im sogenannten "Reiber-Diagramm" graphisch dargestellt.

    Da Albumin nur außerhalb des ZNS produziert wird, eignet sich der Albumin-Quotient zur Beurteilung der Blut-Liquor-Schrankenfunktionsstörung. Ein erhöhter Albumin-Quotient tritt beispielsweise bei entzündlichen Erkrankungen, dem Guillain-Barré Syndrom oder bei Liquorflussstörungen auf.

    Eine intrathekale Immunglobulinsynthese, die einen Hinweis auf (chronisch) entzündliche ZNS-Erkrankungen liefert, liegt entweder vor, wenn eine intrathekale Fraktion in % errechnet werden kann oder Abweichungen in der Quotientenreihenfolge QIgG > QIgA > QIgM auftreten.

    Blutkontamination, eine rezente Plasmapherese oder intravenöse Immunglobulingabe stellen Störfaktoren dar, die bei der Interpretation berücksichtigt werden müssen.

    Des weiteren ist es bei der Liquordiagnostik wichtig nicht den Einzelparameter, sondern immer den integrierten Gesamtbefund zu beurteilen.

    Kommentar

    Dokumente

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