C 4 Komplement

Basisdaten

Schein

A

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Täglich zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Heparin-Plasma

Behälter

Heparin-Röhrchen
Heparin-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Durch Hämolyse, Ikterus, Lipämie (Triglyceride bis 250 mg/dl) und durch Rheumafaktoren bis 200IU/ml keine wesentliche Beeinflussung des Testergebnisses.

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Automatenlabor Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23060
    • Cobas 8000 Routinegerät - (C8000_RT - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Immunologischer Trübungstest

    Störungen

    Durch Hämolyse, Ikterus, Lipämie (Triglyceride bis 250 mg/dl) und durch Rheumafaktoren bis 200IU/ml keine wesentliche Beeinflussung des Testergebnisses.

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Alle Akademiker Tel.:+43 (0)5 7255 - 23001

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Das Komplementsystem kann über den klassischen Weg (durch Antigen-Antikörper-Komplexe) oder den alternativen Weg (direkt über Erreger-Oberflächen) aktiviert werden. BEIDE führen zur Bildung von C3b, das dann C5 aktivieren kann und zur Ausbildung des C5-C9-Komplexes (membrane attack complex - MAC) führt, der das jeweilige Pathogen schädigt. Beim klassischen Weg werden C4 und C2 gespalten (aktiviert), die Bruchstücke aktivieren C3, und starten so die Ausbildung des C5-C9-Komplexes.

    Erniedrigte C3- und C4-Spiegel zeigen eine Aktivierung des Komplementsystems an. Mit Hilfe von C4 lässt sich eine Aktivierung über den "klassischen Weg" von einer Aktivierung über den "alternativen Weg" unterscheiden: Ist die Konzentration von C4 normal, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Aktivierung über den "alternativen Weg" (direkt über Erreger-Oberflächen) vor.

    Gleichzeitige Akute-Phase-Reaktionen führen aber zu einer verstärkten Synthese von C3 und C4, was den Effekt überdecken kann. Zum Ausschluss der Akute-Phase-Reaktion sollte eine CRP-Bestimmung mitgeführt werden.

    Bei autoimmunhämolytischen Anämie und beim hereditären angioneurotischen Ödem ist C3 häufig normal und C4 erniedrigt. Ein genetischer C4-Mangel ist häufig assoziiert mit Autoimmunerkrankungen, vor allem SLE.

    Indikationen:

    • V.a. Immunkomplexkrankheit (SLE, generalisierte Vaskulitis, Glomerulonephritis)
    • Verlaufsbeurteilung und Ermittlung der Aktivität von Immunkomplexkrankheiten
    • V.a. hereditären Komplementdefekt (rezidiv. Infektionen v.a. mit Neisserien und Pneumokokken, C1-INH-Mangel)

    Erhöht bei:

    EIne Akute-Phase-Reaktion bewirkt vermehrte Synthese von C3 und C4. Daher immer CRP mitbestimmen.

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