Faktor VII

Basisdaten

Schein

G

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

3 ml Citratblut

Behälter

Gerinnungsröhrchen
Gerinnungsröhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Zu falschen Werten kann es bei folgenden Umständen kommen:

  • Zu langer venöse Stauung. (Diese bewirkt eine lokale Aktivierung der Fibrinolyse als auch der Gerinnung.)
  • Unterfüllung des Citratröhrchens (Verhältnis Citrat: Plasma falsch)
  • Ungenügende Mischung des Röhrchens nach der Abnahme (Teilgerinnung)
  • Zu starkes Aspirieren
  • Zu langes Stehen lassen der Probe
  • Abnahme aus liegenden Zugängen
  • Ungenügende oder zu späte Zentrifugation (Plasma zu plättchenreich)
  • Weitere präanalytische Hinweise

    Eine unsachgemäße Probenhandhabung kann zu fälschlich erhöhten oder erniedrigten Einzelfaktor-Bestimmungen führen.

    Medikamente welche die Gerinnung beträchtlich beeinflussen und bei jeder Gerinnungsanalyse angegeben werden

    sollten sind:

  • Heparine
  • Coumarine
  • direkte IIa/Xa-Inhibitoren
  • Lupus Antikoagulans kann bei der Einzelfaktor- Bestimmung die tatsächliche Faktor-Aktivität verändern. In einem solchen Fall wird ein Verdünnungseffekt beobachtet, falls sich Lupus Antikoagulans in der Untersuchungsprobe befindet.

    Bei längeren Wegstrecken Abseren des Materials notwendig

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    • CS 5100 3 - Spezielle Gerinnung (Siemens) - (CS_5000_3 - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Fibrinbildungsdetektion

    Störungen

    Das Citratblut sofort nach Abnahme unter Vermeidung von Schaumbildung gut mischen, anschließend sofort bei mindestens 1500 x g für mindestens 10 Minuten zentrifugieren.

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Univ.Prof. Dr. Janne Cadamuro Tel.:+43 (0)5 7255 - 57263

    LOINC-Code

    Interpretation

  • Allgemein:
  • Die Bestimmung der Einzelfaktoren der Gerinnung ist nur nach vorheriger Gerinnungsanamnese ( / ) und Globaltest-Analytik (PTT, PZ) durchzuführen.
  • Welche Faktoren bei welchen Befundkostellationen der Globalteste sinnvoll ist zeigt ihnen diese Aufstellung:
  • PZ pathologisch / PTT normal:
  • Faktor VII
  • PTT pathologisch / PZ normal:
  • Faktor XII
  • Faktor XI
  • Faktor IX
  • Faktor VIII
  • Lupus-AK
  • von Willebrand Syndrom
  • PTT und PZ pathologisch:
  • Potentiell kann hier jeder Gerinnungsfaktor ursächlich sein. Meißt liegt eine kombinierte Verminderung mehrer Faktoren z.B. bei Bildungsstörung durch Leberschädigung oder medikamentös vor.
  • PZ und PTT normal (bei entsprechender Klinik):
  • Faktor XIII
  • mildes von Willebrand Syndrom
  • In Kombination von Klinik und Laborbefunden kann noch folgende Interpretation in Betracht gezogen werden:
  • PTT leicht verlängert ohne Blutungszeichen:
  • Lupus-Anikoagulans
  • PTT stark verlängert ohne Blutungszeichen:
  • Faktor XII-Mangel
  • HMWK-Mangel
  • PTT leicht verlängert mit Blutungszeichen:
  • von Willebrand Syndrom
  • Leichter Faktorenmangel (Bsp.: Konduktorinnenstatus)
  • PTT stark verlängert mit Blutungszeichen:
  • Faktorenmangel (angeboren / erworben)
  • von Willebrand Syndrom
  • Inhibitor gegen Gerinnungsfaktoren
  • Interpretation der Faktor VII - Werte:

    Ein angeborener Mangel an Faktor IX wird Hämophilie B genannt.

  • 70-120%: Normale Gerinnung aber evtl. Hinweis auf beginnenden Leberschaden, oder beginnende Coumarintherapie.
  • 50-70%: i.d.R. ausreichend für die Hämostase
  • 25-50%: i.d.R. keine Spontanbluntungen. Bei Operationen u.U. substitutionsbedürftig .
  • 15-25%: Bei Operationen i.d.R. substitutionsbedürftig. Diese Werte findet man auch bei gut eingestellter oraler Antikoagulation.
  • <10%: Tlw. lebensbedrohliche Spontanblutungen möglich.
  • Quelle: Barthels, v. Depka, Das Gerinnungskompendium, Thieme 2003

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