Topiramat

Basisdaten

Schein

E

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Serum ohne Gel

Behälter

Serum ohne Gel
Serum ohne Gel

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Keine Gel-Separatoren verwenden.

    Das Probenmaterial sollte unmittelbar nach Probengewinnung ins Labor gebracht werden.

    Die Proben können im Kühlschrank bei 2-8 °C bis zu 7 Tagen aufbewahrt werden bzw. für längerfristige Lagerung tiefgefroren bei - 20°C.

    Weitere präanalytische Hinweise

    Die Probe wird zentrifugiert, aliquotiert und bis zur Abarbeitung bei - 20°C tiefgefroren.

    Als Entnahmezeitpunkt wird der jeweilige Steady-State-Status empfohlen, der zumeist 4 – 5 Halbwertszeiten nach Gabe der ersten Dosis erreicht ist. Eine Blutabnahme vor der nächsten Dosis ermöglicht die Messung der Talspiegel „through levels“, die leicht vergleichbar sind. Diese Entnahmeempfehlung gilt nur für kontrollierte Therapien. Bei Vergiftungsverdacht muss Blut sofort entnommen und untersucht werden.

    Probenversand

    Kurze Transportwege ungekühlt; bis 24 Stunden gekühlt, danach gefroren.

    Transporthinweis

    Kurze Transportwege ungekühlt; bis 24 Stunden gekühlt, danach gefroren.

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Toxikologie LC-MS Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23018
    • TQ5500+ (Sciex) - (TQ5500+ - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    Massenspektrometrie

    Störungen

    Für den Assay können Serum / Plasmaproben (EDTA, Lithium-Heparin, Natrium-Heparin) verwendet werden. Andere Probenentnahmeröhrchen wurden nicht validiert!. Die nicht ordnungsgemäße Zentrifugierung der Proben kann zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Sicherstellen, dass die Proben frei von Fibrin, roten Blutkörperchen und anderen Partikeln sind!

    In sehr seltenen Fällen können Patientenproben heterophile Antikörper enthalten, die mit dem QMS Topiramat Assay niedrige Ergebnisse hervorbringen können.

    Kommentar

    Referenzbereich:

    5,0 -25,0 mg/L

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    a.o.Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Felder, MScTox Thomas Felder

    LOINC-Code

    Interpretation

    Allgemein:

    Wirkungsweise: Topamirat vermindert die Erzeugung und die Anzahl von Aktionspotentialen durch Blockierung der spannungsabhängigen Natrium- und Calciumkanäle. Ebenfalls werden die aktivierende Wirkung von Glutamat an den Kainat/AMPA-Subtypen der Glutamatrezeptoren, die kortikale Streudepolarisation (langsam ausbreitende Depolarisation der Hirnrinde), die Produktion von aktivem Aquaporin 5 und gewisse Isoenzyme der Carboanhydrase gehemmt. Zusätzlich erhöht es die Aktivität von GABAA-Rezeptoren und von spannungsabhängigen Kaliumkanälen. Die Wirkung tritt innert ca. 30 Minuten ein und hält über 16 Stunden an.

    Topiramat gehört in die Gruppe der Antiepileptika mit antikonvulsiven, neuroprotektiven, appetithemmenden und teratogenen Eigenschaften. Es wird zur Behandlung verschiedener Epilepsieformen und zur Migräneprophylaxe eingesetzt. Durch die Blockade von spannungsabhängigen Natrium- und Calciumkanälen wird die Erzeugung und die Anzahl von Aktionspotentialen und somit die Frequenz von Krampfanfällen vermindert. Da Topiramat zu 80% unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, hat es ein tiefes Potential für pharmakokinetische Arzneimittel-Wechselwirkungen. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Empfindungsstörungen (vor allem an den Armen und Beinen), Kopfschmerzen, Schwindel, Verhaltens- und Konzentrationsstörungen, Schläfrigkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und kognitive Störungen.

    Indikationen:

    Topiramat ist zur Behandlung von Epilepsie und zur Migräneprophylaxe zugelassen. Es wird auch zur Zusatzbehandlung von partiellen Anfallsformen und bei Anfällen, welche mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom assoziiert sind, eingesetzt.

    In der Literatur werden weitere mögliche Indikationsgebiete genannt, wie z.B unterstützende Therapie bei manisch-depressiven Erkrankungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Mangeldurchblutung, Ess-Brechsucht, periodischen Heisshungeranfällen und Fettleibigkeit. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der sogenannte Pseudotumor cerebri ("idiopathic intracranial Hypertension").

    Kommentar

    Indikationen

    TDM und Toxikologie

    Funktionsgruppe

    Dokumente

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