Theophyllin

Basisdaten

Notfall

Schein

A, N, E

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Täglich von 00:00 - 24:00 Uhr

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Heparin-Plasma

Behälter

Heparin-Röhrchen
Heparin-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Weitere präanalytische Hinweise

    Die Elimination von Theophyllin wird durch folgende Arzneimittel verzögert und damit die Wirkung von Theophyllin verstärkt:

    Allopurinol, H2-Blocker, Verapamil, Interferon alpha, Makrolid-Antibiotika, orale Kontrazeptiva, einzelne Gyrasehemmer (z.B. Enoxacin, Ciprofloxacin), Propranolol, Tiabendazol, bestimmte Antidepressiva (z.B. Viloxazin, Fluvoxamin), Disulfiram, Tacrin, Ticlopidin, BCG-Impfung, möglicherweise in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit einer Grippeschutzimpfung.

    Der Abbau von Theophyllin wird durch folgende Arzneimittel beschleunigt:

    Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin, Sulfinpyrazon, Isoniazid.

    Bei Rauchern ist die Eliminationsgeschwindigkeit von Theophyllin erhöht. Theophyllin kann die Wirkung von ß-Blockern oder Lithiumcarbonat abschwächen. Theophyllin kann die Wirkung von ß-Sympathomimetika, Furosemid, Digitalis-Glykosiden, Reserpin, Ephedrin, xanthinhältigen Arzneimitteln (Koffein) sowie anderen Methylxanthinen (z.B. im Kaffee, Schokolade oder starken Schwarztee) verstärken.

    Die gleichzeitige Gabe von Halothan kann schwere Arrhythmien verursachen, die gleichzeitige Gabe von Ketamin kann Krämpfe und Tachykardien auslösen.

    Probenversand

    Transporthinweis

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Notfall-Labor Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23011
    • Cobas 8000 Routinegerät - (C8000_RT - Zentrallabor LKH)
    • Cobas 8000 Notfalllabor - (C8000_NF - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    KIMS (kinetic interaction of microparticles in a solution)

    Störungen

    Kreuzreaktivität mg/l %

    Coffein 150 0,8

    8-Chlortheophyllin 200 8,4

    1,7-Dimethylxanthin 150 5,4

    3-Methylxanthin 150 3,4

    Theobromin 197 1,4

    Interferenzen bei Proben mit ca. 15,5 mg/l (86 µmol/l) Theophyllin:

    Hämolyse höchstens 10% bis 10 g/l Hämoglobin

    Ikterus höchstens 10% bis 28,5 mg/dl Bilirubin

    Lipämie höchstens 10% bis 1730 mg/dl Triglyceride

    Gesamtprotein höchstens 10% ab 12 g/dl Gesamtprotein

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Priv-Doz Mag. Dr. Thomas Felder Tel.:+43 (0)5 7255 - 58126

    LOINC-Code

    Interpretation

    Theophyllin-Bestimmungen dienen zur Diagnose und Behandlung von Theophyllinüberdosierung oder zur Überwachung von Theophyllinspiegeln, um eine bestmögliche Therapie zu gewährleisten. Aufgrund der geringen therapeutischen Breite und einer beträchtlichen interindividuellen Schwankung von Metabolismus und Clearance des Theophyllins sollte bei praktisch jedem mit Theophyllin behandelten Patienten der Serumspiegel bestimmt werden. Zwischen den Theophyllin-Serumspiegeln, der therapeutischen Wirkung und der Toxizität wurde eine enge Korrelation nachgewiesen. Die Daten deuten darauf hin, dass es bei Serumkonzentrationen von Theophyllin über 10 mg/l zu bronchodilatatorischen Wirkungen und Hemmungen des Bronchospasmus kommt. Bei Serumkonzentrationen über 20 mg/l treten als Nebenwirkungen Übelkeit, Kopfschmerzen, Diarrhoe und bei höheren Werten Erbrechen, gastrointestinale Blutungen, Krampfanfälle und Herzarrhythmien auf.

    Kommentar

    Indikationen

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