TSH (Thyreotropin)
Notfall
Schein
Labor
Verfügbarkeit
Benötigtes Material
Behälter

Abnahme nüchtern
Einverständniserklärung notwendig
Vorbereitung des Patienten
Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.
Probengewinnung
Weitere präanalytische Hinweise
Wie bei allen Tests, die monoklonale Maus-Antikörper beinhalten, können Proben von Patienten, die mit monoklonalen Maus-Antikörpern therapiert wurden oder diese aus diagnostischen Gründen erhalten haben, falsche Ergebnisse aufweisen.
Schwangerschaft: Etwa 3% haben im ersten Drittel eine stark erniedrigte TSH-Konzentration.
Bei sekundärer (zentraler) Hypothyreose können normale TSH-Werte gemessen werden. Das TSH hat aber eine verminderte bioloigsche Aktivität.
Probenversand
Transporthinweis
Laborbereich
- Cobas 8000 Notfalllabor - (C8000_NF - Zentrallabor LKH)
Methode
Störungen
Der Test wird nicht beeinflußt durch Ikterus (Bilirubin < 701 µmol/L bzw. < 41 mg/dL), Hämolyse (Hb < 0,621 mmol/L bzw. < 1 g/dL), Lipämie (Intralipi< 1500 mg/dL), Biotin (< 102 nmol/L bzw. < 25 ng/mL).
Es wurden keine Einflüsse durch Rheumafaktoren bis zu einer Konzentration von 3250 IU/mL und bei Proben von Dialysepatienten beobachtet.
Kein High-dose Hook-Effekt bei TSH-Konzentrationen bis 1000 µIU/mL.
26 häufig verwendete Pharmaka wurden in vitro getestet. Es konnten keine Störungen festgestellt werden.
Wie bei allen Tests, die monoklonale Maus-Antikörper beinhalten, können Proben von Patienten, die mit monoklonalen Maus-Antikörpern therapiert wurden oder diese aus diagnostischen Gründen erhalten haben, falsche Ergebnisse aufweisen.
In seltenen Fällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Ruthenium auftreten. TSH Elecsys enthält Zusätze, die diese Einflüsse minimieren.
Vereinzelt auftretende extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Streptavidin können Störungen verursachen.
Kommentar
zuständiger Akademiker/Akademikerin
LOINC-Code
Interpretation
Allgemein:
TSH wird in spezifischen basophilen Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildet und unterliegt einer zirkadianen Sekretionssequenz. Die hypophysäre Freisetzung von TSH (thyreotropes Hormon) ist der zentrale Regulationsmechanismus der biologischen Wirkung von Schilddrüsenhormonen. TSH greift stimulierend in alle Stufen der thyreoidalen Hormonbildung und Sekretion ein und übt einen proliferativen Effekt aus.
Die Bestimmung von TSH dient als Eingangstest der Schilddrüsendiagnostik.
Bei im Referenzbereich liegenden TSH-Werten kann beim ambulanten Patienten auf eine weitere Abklärung verzichtet werden, wenn keine klinischen Zeichen einer Hyper- oder Hypothyreose vorliegen. (s.a Labordiagnostischer Leitfaden zur Abklärung von Funktionsstörungen und Erkrankungen der Schilddrüse; Wien Klin Wochenschr (2008) 120/11-12: 370-382)
Bereits sehr geringe Veränderungen der Konzentrationen an freien Schilddrüsenhormonen werden durch vielfach höhere gegensinnige Veränderungen der TSH-Spiegel beantwortet. TSH ist damit ein sehr sensitiver und spezifischer Parameter für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktion und eignet sich insbesondere zum frühzeitigen Nachweis bzw. Ausschluss von Störungen des zentralen Regelkreises zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Schilddrüse.
Erhöht bei:
Erniedrigt bei:
Kommentar
Herz_Kreislauf, Lunge
Schilddrüsenerkrankungen
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