Primidon
Schein
Labor
Verfügbarkeit
Benötigtes Material
Behälter

Abnahme nüchtern
Einverständniserklärung notwendig
Vorbereitung des Patienten
Probengewinnung
Keine Gel-Separatoren verwenden
Weitere präanalytische Hinweise
Als Entnahmezeitpunkt wird der jeweilige Steady-State-Status empfohlen, der zumeist 4 – 5 Halbwertszeiten nach Gabe der ersten Dosis erreicht ist. Eine Blutabnahme vor der nächsten Dosis ermöglicht die Messung der Talspiegel „through levels“ die leicht vergleichbar sind.
Diese Entnahmeempfehlung gilt nur für kontrollierte Therapien. Bei Vergiftungsverdacht muss Blut sofort entnommen und untersucht werden.
Probenversand
Kurze Transportwege ungekühlt; bis 24 Stunden gekühlt, danach gefroren.
Transporthinweis
Laborbereich
- API 4000 (AbSciex) - (API4000 - Zentrallabor LKH)
Methode
Störungen
Die Kreuzreaktivität mit Mepheytoin und Phenobarbital liegt <0,5%
Interferenzen bei Proben mit 3,2 mg/l (14,7 µmol/l) und 10 mg/l (45,8 µmol/l) Primidon:
Hämolyse höchstens 10% bis 10 g/l Hämoglobin
Ikterus höchstens 10% bis 18 mg/dl Bilirubin
Lipämie höchstens 10% bis 1796 mg/dl Triglyceride
Gesamtprotein höchstens 10% bis 4 bis 10 g/dl Gesamtprotein
Kommentar
Alternatives Material
Links
zuständiger Akademiker/Akademikerin
LOINC-Code
Interpretation
Primidon ist ein Antikonvulsivum, das primär zur Behandlung komplexer partieller Anfälle und deren sekundärer Generalisierung eingesetzt wird. Primidon wird in der Leber primär zu Phenylethylmalonamid metabolisiert, das nur eine geringe antikonvulsive Wirksamkeit besitzt. Daneben tritt als weiterer Metabolit Phenobarbital auf, das aufgrund seiner hohen antikonvulsierenden Wirksamkeit und seiner vergleichsweise langen Halbwertzeit von 3-4 Tagen (Primidon: 6-12 Stunden) in Patienten unter Primidonbehandlung zu toxischen Konzentrationen kumulieren kann. Aus diesem Grunde sollte bei Patienten unter Langzeittherapie mit Primidon zusätzlich auch die Phenobarbital-Serumkonzentration überwacht werden. Toxische Konzentrationen können zu Nystagmus, Schwindel, Ataxie und Verwirrtheitszuständen führen. Die Häufigkeit des Auftretens von toxischen Nebenwirkungen nimmt bei Erreichen von Primidon-Plasmakonzentrationen von 13-15 mg/l zu. Die potentielle Kumulation des Metaboliten Phenobarbital auf Konzentrationen von über 50 mg/l kann zum Auftreten solcher toxischer Nebenwirkungen beitragen. Therapeutische Primidon-Serumkonzentrationen liegen zwischen 5 und 12 mg/l.
Kommentar
TDM und Toxikologie
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