Primidon

Basisdaten

Schein

E

Labor

Zentrallabor LKH

Verfügbarkeit

Werktags zu Routinezeiten

Benötigtes Material

Benötigtes Material

1 ml Serum

Behälter

Serum-Röhrchen
Serum-Röhrchen

Präanalytik

Abnahme nüchtern

Nein

Einverständniserklärung notwendig

Nein

    Vorbereitung des Patienten

    Probengewinnung

    Keine Gel-Separatoren verwenden

    Weitere präanalytische Hinweise

    Als Entnahmezeitpunkt wird der jeweilige Steady-State-Status empfohlen, der zumeist 4 – 5 Halbwertszeiten nach Gabe der ersten Dosis erreicht ist. Eine Blutabnahme vor der nächsten Dosis ermöglicht die Messung der Talspiegel „through levels“ die leicht vergleichbar sind.

    Diese Entnahmeempfehlung gilt nur für kontrollierte Therapien. Bei Vergiftungsverdacht muss Blut sofort entnommen und untersucht werden.

    Probenversand

    Kurze Transportwege ungekühlt; bis 24 Stunden gekühlt, danach gefroren.

    Transporthinweis

    Kurze Transportwege ungekühlt; bis 24 Stunden gekühlt, danach gefroren.

    Analysegeräte

    Laborbereich

    Toxikologie LC-MS Tel.:+43 (0) 5 7255 - 23018
    • API 4000 (AbSciex) - (API4000 - Zentrallabor LKH)

    Analytik

    Methode

    KIMS (kinetic interaction of microparticles in a solution)

    Störungen

    Die Kreuzreaktivität mit Mepheytoin und Phenobarbital liegt <0,5%

    Interferenzen bei Proben mit 3,2 mg/l (14,7 µmol/l) und 10 mg/l (45,8 µmol/l) Primidon:

    Hämolyse höchstens 10% bis 10 g/l Hämoglobin

    Ikterus höchstens 10% bis 18 mg/dl Bilirubin

    Lipämie höchstens 10% bis 1796 mg/dl Triglyceride

    Gesamtprotein höchstens 10% bis 4 bis 10 g/dl Gesamtprotein

    Kommentar

    Alternatives Material

    Links

    Details

    zuständiger Akademiker/Akademikerin

    Priv-Doz Mag. Dr. Thomas Felder Tel.:+43 (0)5 7255 - 58126

    LOINC-Code

    Interpretation

    Primidon ist ein Antikonvulsivum, das primär zur Behandlung komplexer partieller Anfälle und deren sekundärer Generalisierung eingesetzt wird. Primidon wird in der Leber primär zu Phenylethylmalonamid metabolisiert, das nur eine geringe antikonvulsive Wirksamkeit besitzt. Daneben tritt als weiterer Metabolit Phenobarbital auf, das aufgrund seiner hohen antikonvulsierenden Wirksamkeit und seiner vergleichsweise langen Halbwertzeit von 3-4 Tagen (Primidon: 6-12 Stunden) in Patienten unter Primidonbehandlung zu toxischen Konzentrationen kumulieren kann. Aus diesem Grunde sollte bei Patienten unter Langzeittherapie mit Primidon zusätzlich auch die Phenobarbital-Serumkonzentration überwacht werden. Toxische Konzentrationen können zu Nystagmus, Schwindel, Ataxie und Verwirrtheitszuständen führen. Die Häufigkeit des Auftretens von toxischen Nebenwirkungen nimmt bei Erreichen von Primidon-Plasmakonzentrationen von 13-15 mg/l zu. Die potentielle Kumulation des Metaboliten Phenobarbital auf Konzentrationen von über 50 mg/l kann zum Auftreten solcher toxischer Nebenwirkungen beitragen. Therapeutische Primidon-Serumkonzentrationen liegen zwischen 5 und 12 mg/l.

    Kommentar

    Indikationen

    Funktionsgruppe

    Dokumente

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