Albumin im Urin (Harnprotein-Muster)
Protein, Alb., Alpha-1-Mikrogl., IgG, IgG/Albumin Ratio, Alpha-2-Makrogl. /Albumin Ratio
Schein
Labor
Verfügbarkeit
Benötigtes Material
Behälter

Abnahme nüchtern
Einverständniserklärung notwendig
Vorbereitung des Patienten
Probengewinnung
Zur Gewinnung von Mittelstrahlurin s. Anleitung auf unserer Homepage
Weitere präanalytische Hinweise
Kein Konservierungsmittel zugeben, keine beschichteten Röhrchen verwenden!
Körperliche Belastung vor der Harnabgabe kann zu transienten Proteinausscheidungen im Harn führen.
Für die Bestimmung des Harnproteinmusters ist der 2. Morgenharn (Mittelstrahlharn) vorzuziehen.
Für Bestimmungen auf Harnproteine dürfen die Urine nicht eingefroren werden, da beim Auftauvorgang viele Eiweiße denaturieren (insbesonders IgG). Für immunologische (z.B.nephelometrische) Untersuchungen wären die Ergebnisse deshalb unzuverlässig.
Probenversand
kann ungekühlt erfolgen
Transporthinweis
Laborbereich
- BN II_1 (Siemens) - (BN_P - Zentrallabor LKH)
- BN II_2 (Siemens) - (BN_P2 - Zentrallabor LKH)
Methode
Störungen
Kommentar
Alternatives Material
Analyse aus Spontan- und 24 Stunden Harn möglich
Links
zuständiger Akademiker/Akademikerin
LOINC-Code
Interpretation
Allgemein:
Die exakte Abklärung einer Nierenparenchymerkrankung (glomerulär oder tubulo-interstitiell) wird nur durch die invasive Nierenbiopsie ermöglicht. Aufwand und Risiko für den Patienten sowie Dauer bis zur endgültigen Diagnose sind erheblich.
Die Urineiweißdifferenzierung stellt ein neueres diagnostisches Vorgehen dar, durch das relevante Nierenparenchymerkrankungen mit hoher spezifität ausgeschlossen werden können.
Darüber hinaus erlaubt das erhobene Urin-Protein-Muster bei Nierenerkrankungen eine Aussage über den geschädigten funktionellen Bereich (glomerulär, tubulär).
Durch Messung von Einzelproteinen im Harn kann der Ausschluß bzw. eine Differnzierung von Proteinurien in prärenale, glomeruläre, tubulo-interstitielle und postrenale Formen vorgenommen werden.
Immer müssen auch funktionelle (vorübergehende) Proteinurie-Ursachen berücksichtigt werden, welche physiologischerweise auftreten können::
Persistiernde Proteinurien hingegen findet man bei:
Das Harnproteinmuster besteht aus den Harnanalysen
Zur besseren Beurteilbarkeit wird das Harn-Kreatinin mitgemessen und die Analysen auf die Kreatininwerte bezogen (Einheit: mg/g Krea)
1) Leitproteine der renalen Proteinurie
Im wesentlichen sind 3 Gruppen zu berücksichtigen, die differential-diagnostische Bedeutung haben:
Mögliche Ursachen der verschiedenen renalen Proteinurien sind u.A.:
selektive glomeruläre Proteinurie
unselektive glomeruläre Proteinurie
unselektive glomeruläre + tubuläre Proteinurie
tubuläre Proteinurie (inkomplett, komplett)
"Pyelonephritis", interstitielle Nephritis
2) Leitproteine der prä- und postrenalen Proteinurie
a) Prärenale Proteinurie ("overflow Proteinurie")
b) Postrenale Proteinurie ( entzündlich, Blutung, Lymphe.... )
Alpha-2-Makroglobulin kann auch bei massivem glomerulären Schaden nicht in den Endharn übertreten und eignet sich dadurch sehr gut als postrenales Markerprotein.
Kommentar
Niere, Blutdruck, Elektrolyte
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