Immunfixation (Immunelphor.)
beiinhaltet: IFE, Elphor, Immunglobuline G, A, M, Kappa und Lambda Leichtketten inkl. Kappa/Lambda Quot., freie Kappa und freie Lambda Leichtketten inkl. Leichtketten frei Ratio
Schein
Labor
Verfügbarkeit
Benötigtes Material
Behälter

Abnahme nüchtern
Einverständniserklärung notwendig
Vorbereitung des Patienten
Probengewinnung
Weitere präanalytische Hinweise
Dem Labor mitteilen falls eine Immunglobulin Substitution / passive Immunisierung durchgeführt wurde.
Probenversand
ungekühlt möglich
Transporthinweis
Laborbereich
- Hydrasys (Sebia) - (SEBIA - Zentrallabor LKH)
Methode
Störungen
Neben Monoklonalen Gradienten (IgG, IgA, IgM) kommen selten Bi- und sehr selten Triklonale Gammapathien und Schwerkettenerkrankungen vor. Leichtkettenmyelome (freie monoklonale Leichtketten kappa oder lambda) fallen eher durch eine verminderte Gammafraktion auf, da ein Gradient oft fehlt. Die monoklonalen Leichtketten können bei schwerer tubulärer Schädigung fast vollständig über die Niere/Harn ausgeschieden werden.
Bei M-Gradienten, die sich nicht mit dem genannten Antiserum-Panel (G, A, M, kappa, lambda) identifizieren lassen, muss eine IFE mit Anti-D-Antiserum bzw. eine IgE-Quantifizierung durchgeführt werden.
Kommentar
Alternatives Material
Links
zuständiger Akademiker/Akademikerin
LOINC-Code
Interpretation
Allgemein:
Die Immunfixation wird zur Diagnose und Verlaufsuntersuchung bei Patienten mit Verdacht auf, oder bekannter Monoklonalität durchgeführt.
Die Beurteilung sollte möglichst immer in Zusammenschau mit der Klinik des Patienten, Vorbefunden und folgender Parameter erfolgen:
- Gesamtproteinmessung
- Serumelektrophorese
- Quantitative Werte der Serumelektrophorese
- Quantitative Werte der Immunglobuline
- Quantitative Werte der freien Leichtketten gebunden sowie frei
Falls eine Monoklonalität vorliegt, sollten weiters folgende Parameter entsprechend der CRAB-Kriterien berücksichtigt werden:
- Serum-Calcium
- Renale Parameter
- Blutbild (Plasmazellanteil, Anämie)
- Knochenläsionen (Radiologisch)
s.a. die entsprechenden Leitlinien der DGHO und der Myeloma Working Group (s. Referenzen)
Die Konzentration von Immunglobulin/Leicht-Ketten im Serum wird durch die Konzentration der kompletten Immunglobulin-Moleküle bestimmt, im Normalfall durch die Konzentration von IgG, IgA und IgM. Abweichungen von diesem Zusammenhang treten auf, wenn freie Leichtketten oder freie Schwerketten im Serum vorliegen. Außer in diesen Fällen sind erhöhte oder erniedrigte Konzentrationen von Immunglobulin/Leicht-Ketten durch Vermehrung (polyklonaler oder monoklonaler Natur) bzw. Verminderung der kompletten Immunglobuline bedingt. Während polyklonale Immunglobuline die beiden Leichtketten-Typen Kappa und Lambda im etwa konstanten Verhältnis von 2:1 aufweisen, besitzen monoklonale Immunglobuline nur einen Leichtketten-Typ (Kappa oder Lambda). Die vermehrte Produktion monoklonaler Immunglobuline oder monoklonaler freier Leichtketten führt zu einer Änderung des Leichtkettenquotienten Kappa/Lambda. Ein außerhalb des Referenzbereichs liegender Kappa/Lambda-Quotient ist somit ein Indiz für das Bestehen einer monoklonalen Gammopathie.
Während komplette Immunglobulin-Moleküle die intakte glomeruläre Filtrationsbarriere nicht passieren können, werden freie Immunglobulin/Leicht-Ketten glomerulär filtriert und tubulär reabsorbiert. Erhöhte Konzentrationen freier Immunglobulin/L-Ketten, wie sie z. B. von monoklonalen Plasmazellen freigesetzt werden, können die tubuläre Reabsorptionskapazität übersteigen und zur Ausscheidung der freien Leicht-Ketten im Urin führen. Der Nachweis freier Immunglobulin/Leicht-Ketten im Urin (= Bence-Jones-Proteine) ist somit ein wichtiger Hinweis für das Vorliegen monoklonaler Gammopathien, was sowohl für die Diagnostik als auch für die Verlaufskontrolle genutzt werden kann.
Indikationen:
s. Feld "Indikationen" im Reiter "Allgemein"
Kommentar
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