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Den B-Lymphozyten des Liquors auf der Spur - Humorale und zelluläre B-Zell-Aktivität bei ZNS Immunabwehr, ZNS Autoimmunerkrankung und ZNS Lymphom

B-Lymphozyten kommen im nicht-entzündlichen Liquor selten bis gar nicht vor, sehr wohl aber in der Immunabwehr von ZNS Infektionen, bei ZNS Autoimmunerkrankungen und ZNS-Lymphom. Des Weiteren stehen infektiöse Meningitiden/Meningoenzephalitiden zunehmend in Verdacht, die Suszeptibilität für eine ZNS Autoimmunerkrankung zu erhöhen

Von Präsenz zur Persistenz von B-Zellen im ZNS als möglicher Schlüssel für die erhöhte Suszeptibilität:

  • Bei Neuroinfektion, ZNS Autoimmunerkrankungen und ZNS-Lymphomen werden erhöhte Liquor-Konzentrationen von CXCL13 gemessen. CXCL13 ist ein hochpotentes Chemoattraktant für B-Zellen und wird im entzündlichen ZNS von aktivierten Monozyten/Makrophagen und Mikroglia produziert. Detektion von Liquor CXCL13 ist mit Präsenz von B-Zellen und Plasmazellen im Liquor verbunden.
  • Persistenz von B-Zellen und Plasmazellen im ZNS wird indirekt durch die sogenannte „Seronarbe“ erfasst. Dabei handelt es sich um eine über Jahre bestehende intrathekale Synthese von zumeist erregerspezifischen Antikörpern durch ZNS residente B-Zellen (Plasmazellen) nach Neuroinfektion. Intrathekal synthetisierte Immunglobuline und im speziellen die Kombination gegen Masern und/oder Röteln und/oder Zostervirus - die sogenannte MRZ Reaktion – ist aber auch Kennzeichen chronisch entzündlicher ZSN-Prozesse wie zum Beispiel bei Multipler Sklerose.    

Wir untersuchen B-Zell-Aktivitäten des Liquors aus drei Perspektiven:

  1. der translationalen Perspektive über zelluläre und humorale B-Zell-Aktivität bei entzündlichen ZNS Prozessen,
  2. der Differentialdiagnostischen Perspektive zu CXCL13 und intrathekale Erreger-spezifische Antikörper bei Neuroinfektionen,
  3. und der klinischen Perspektive zu B-Zell Aktivität in der Prognose für Multiple Sklerose und ZNS Lymphom. 
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