„Oft geht es um rechtliche Fragen, umfangreiche Antragsstellungen für Pension oder Sozialunterstützung, um Anschlussbehandlungen im benachbarten Ausland und ähnliches“, schildert Alexander Poinegger, Sozialarbeiter am Campus LKH. „Wenn jemand nicht krankenversichert ist, sei es, weil er schon länger keine Beiträge einzahlen konnte oder weil eine ausländische Krankenversicherung nicht greift, dann versuchen wir, ihn wieder in eine solche einzugliedern. So konnten wir in einem Fall den Betreffenden bei der Ehefrau mitversichern lassen.“ Seit rund 30 Jahren bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes Patienten Unterstützung, die unversehens meist durch Krankheit in eine komplizierte Lage geraten.

Das Team am Campus LKH besteht aus insgesamt sechs Personen unter der Leitung von Renate Kaufmann und ist der Ärztlichen Direktion unterstellt. „Jeder ist für bestimmte Abteilungen zuständig, meinen Schwerpunkt bildet die dritte Medizin. Das Kinderspital hat ein eigenes Team, am Campus CDK sind die Sozialarbeiter direkt einzelnen Abteilungen zugeteilt“, so der gebürtige Kärntner. „Fragen des Krankenstandes, des Krankengeldes, aber auch die Beantragung eines Behindertenpasses oder eines Parkausweises fallen in unseren Bereich. Es gibt natürlich viele Überschneidungen mit dem Entlassungsmanagement, der Behindertenbeauftragten oder der pflegerischen Nachsorge.“ Angefordert wird die Expertise und Hilfe des Sozialdienstes von den Stationen oder dem Psychologischen Dienst.

„Man erlebt einen Querschnitt durch die verschiedensten Patientengruppen; von der Kinder- und Jugendobsorge bei sehr jungen Gebärenden bis zur Beantragung eines Platzes im Seniorenheim reichen die Problemstellungen. Natürlich sind manche Patienten auch betroffen von Wohnungsnot oder gar Obdachlosigkeit. Da ist es zunächst notwendig, die Hintergrundgeschichte zu eruieren und herauszufinden, ob es schon Helfersysteme gibt; und dann bei Bedarf auch ein Pensionszimmer oder eine Notschlafstelle zu organisieren.“

„Bei unserer Tätigkeit ist Vernetzung mit außermuralen Stellen gefragt, manche Wege erledigen wir gemeinsam mit dem Patienten. Auch innerhalb der SALK sind wir mit vielen Berufsgruppen vernetzt, halten gemeinsame Besprechungen ab und schreiben interdisziplinäre Zusammenarbeit groß“, so Alexander Poinegger. „Ich arbeite sehr gerne im Team, die Anforderungen sind vielfältig und abwechslungsreich, die Patienten und auch die Angehörigen dankbar für die Hilfe. Oft sind sie ja mit Situationen konfrontiert, über die sie sich noch nie im Leben Gedanken gemacht haben, etwa wie sie eine Invaliditätspension erlangen können.“

Alexander Poinegger war zunächst Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Dann beschloss er, dass er sich noch weiter entwickeln wollte und absolvierte berufsbegleitend die Ausbildung zum Sozialarbeiter, zu seiner Zeit ein vierjähriges FH-Masterstudium, nunmehr ein dreijähriges Bachelorstudium. Seine Freizeit gehört der Familie mit drei Kindern, und wenn dann noch Zeit übrigbleibt, wird gekocht oder gelesen.

Weitere Facts

  • Geboren in Deutschland und aufgewachsen in Kärnten
  • Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Berufsbegleitend vierjähriges Diplomstudium für Sozialarbeit, Abschluss mit Magister (FH)
  • Tätigkeit als DGKP bei den Barmherzigen Brüdern und als Sozialarbeiter am Kardinal Schwarzenberg Klinikum
  • 2013 Dienstantritt in den SALK
  • Verheiratet, drei Kinder
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