„Ich war immer naturwissenschaftlich interessiert, aber keine, die schon im Kindergarten gesagt hat: Ich will Ärztin werden“, lächelt Dr. Heidemarie Ofner. Die 22-Jährige promovierte im Vorjahr nach fünf Jahren Medizinstudium an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg zur Doktorin der Medizin und arbeitet seit Anfang März in der Internistischen Notaufnahme (INA) als Ärztin in Basisausbildung, die zur Uniklinik für Innere Medizin II gehört. Zuvor war sie mehrere Wochen an der Uniklinik für Innere Medizin I als Ärztin in der Basisausbildung tätig. Ein fertiges Medizinstudium mit 22 Jahren: Wie geht das? „Ich habe in der Volksschule eine Klasse übersprungen.“

Dr. Heidemarie Ofner stammt aus dem Mürztal (Steiermark) und ist familiär zumindest teilweise fachlich „vorbelastet“: Ihre Mutter führt in St. Barbara die Apotheke zur Heiligen Barbara, auch ihre ältere Schwester ist Pharmazeutin. Dennoch entschied sie sich für die Medizin. „Der Plan ist vor der Matura gereift. Zum naturwissenschaftlichen Interesse kam noch der soziale Aspekt – ich wollte mit und für Menschen arbeiten.“

Für das Studium hat sich Dr. Heidemarie Ofner an mehreren Universitäten beworben. „ Was mich an der PMU besonders angesprochen hat, waren die ausgezeichneten Kontakte ins Ausland.“ Ihre Diplomarbeit begann sie an der Yale University in Connecticut (USA) zu schreiben. „Nach zwei Monaten musste ich aber im Frühjahr 2020 wegen der ersten Welle der Corona-Pandemie zurück nach Österreich, ich konnte die Arbeit jedoch unter ausgezeichneter Supervision in Graz schreiben.“ Längere Praktika absolvierte sie zudem in Kapstadt (Südafrika) und Galle (Sri Lanka). Dazu kamen weitere Aufenthalte in der Schweiz und in Deutschland. „Ich habe das mit den internationalen Kontakten ziemlich ausgenützt“, schmunzelt sie.

An der PMU hat sie zudem den speziellen Service für Studierende kennen und schätzen gelernt. „Die Uni hat mich immer unterstützt und als Studierende mussten wir uns nicht um Prüfungstermine oder Plätze in Lehrveranstaltungen streiten.“ So war es dann auch kein großes Problem, das Studium in fünf Jahren zu absolvieren. „Ich war zwar nicht die beste meines Jahrgangs, aber ganz gut“, lächelt Dr. Heidemarie Ofner bescheiden.

Das Uniklinikum Salzburg empfand sie bereits während des Studiums als ihr „Heimatklinikum“. Daher zögerte sie auch nicht lange, als medial bekannt wurde, dass Personal für die Versorgung von COVID-Patientinnen und -Patienten gesucht wurde und meldete sich unverzüglich. Noch heute ist sie neben ihrer Basisausbildung im COVID-Bereich tätig.

„Eigentlich hatte ich immer großes Interesse an chirurgischen Fächern, aber ich habe auch die Innere Medizin schätzen gelernt. Das Fach ist sehr abwechslungsreich, das Spektrum der Krankheiten sehr breit. Gerade für mich als Jungärztin ist die Arbeit dort sehr lehrreich.“ Als Ärztin in Basisausbildung ist sie bereits voll in den klinischen Alltag eingebunden. „Blutabnahme, Visite, Aufklärung von Patientinnen und Patienten … alles, was die Innere Medizin so her gibt“, schmunzelt sie. „Auch in die Therapieentscheidungen bin ich bereits involviert.“ Dennoch: Die absoluten Wunschfächer wären für Dr. Heidemarie Ofner Urologie und/oder Kinderchirurgie.

Und wie ist das mit dem Fernweh? „Ich würde mich schon sehr freuen, wenn ich wieder eine Zeit lang ins Ausland gehen könnte, vor allem in die Forschung. Aber ich bin sicher, dass ich wieder zurückkomme.“ Mit Zurückkommen meint sie Salzburg: „Ich kenne keine andere Stadt, die so viel zu bieten hat, gerade nach der Arbeit.“

Die hohe Lebensqualität schätzt sie nicht nur an der Stadt, wo sie in einer Dienstwohnung der Salzburger Landeskliniken lebt, sondern auch am Land Salzburg: Im Winter geht sie gerne Skifahren und Snowboarden, auch im Sommer zieht es sie in die Berge oder an die Seen zum Surfen. „Hauptsache es ist draußen“, lacht sie.

Weitere Facts:

  • An den Salzburger Landeskliniken arbeiten rund 1050 Ärztinnen und Ärzte.
  • Wir bieten an allen fünf Standorten – Uniklinikum Campus LKH, Uniklinikum Campus CDK, Landesklinik Hallein, Landesklinik St. Veit und Landesklinik Tamsweg – Ausbildungsplätze für junge Ärztinnen und Ärzte an – https://salk.at/bewerbung
  • Nach dem Studium müssen alle Jung-Medizinerinnen und -Mediziner 9 Monate Basisausbildung in einem Krankenhaus absolvieren.
  • Danach trennen sich die Wege: Zukünftige Hausärztinnen und -ärzte werden in 27 Monaten zur Allgemeinmedizin ausgebildet.
  • Die Ausbildung für Fachärztinnen und Fachärzte dauert je nach Fach rund 4 Jahre.
  • Für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Salzburger Landeskliniken Hunderte Dienstwohnungen, die rasch und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden können.
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