Neue Chancen für den Pflegeberuf
Neue Chancen für den Pflegeberuf

Neue Chancen für den Pflegeberuf

Die Pflegeschulen im Bildungszentrum der Salzburger Landeskliniken – Universitätsklinikum Salzburg sind bereit für die Neuerungen, die die Novelle des Pflegegesetzes bringt und bieten maßgeschneiderte Ausbildungen und Aufschulungen.

Die Novelle des Pflegegesetzes ist in Kraft. Damit ändert sich einiges.

Die größte Veränderung: Statt bisher zwei gibt es nun drei Stufen in der Pflege.

  • Aus der Pflegehilfe wurde mit 1. September 2016 die Pflegeassistenz.
  • Neu ist die Pflegefachassistenz mit zweijähriger Ausbildung.
  • Der gehobene Dienst kann weiterhin an den Fachhochschulen und bis 2018 am BIZ der Salzburger Landeskliniken/Universitätsklinikum, aber auch bei externen Anbietern, ausgebildet werden. Und es gibt Spezialisierungen in der Kinder- und Jugendlichenpflege und psychiatrischen Pflege.

Pflegefachassistenz ist eine neue Stufe im Berufsbild
Diese Novelle gilt als die größte Veränderung im Pflegeberuf seit 1997, denn das neue Berufsbild der Pflegefachassistenz  verändert die Arbeit in den Stationen, und die Verantwortung der Pflegekräfte steigt auf allen Stufen. Gesundheits- und Spitalsreferent Mag. Dr. Christian Stöckl betont: „In der neuen Ausbildung sehen wir viele Vorteile für die Pflege. Wir haben jetzt drei moderne, sehr attraktive Berufsbilder in der Pflege: Der gehobene Dienst, die Pflegefachassistenz und die Pflegeassistenz. Die neu geschaffene Pflegefachassistenz entlastet den gehobenen Dienst bei pflegerischen, therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen. Die Pflegefachassistenz arbeitet nach Anordnung, aber eigenverantwortlich ohne verpflichtende Aufsicht. Die Aufgaben der Pflegefachassistenz sind zum Beispiel das Ab- und Anhängen von Infusionen, EKG und Lungenfunktionstests oder auch das Legen von Magensonden. Eine besondere Herausforderung wird es sein, die Ausbildung neu zu organisieren und die Implementierung der neuen Berufsbilder in die Spitäler und in die Langzeitpflege bis 2024 umzusetzen.“ Pflegedirektorin Margaret Hader betont: „Mit der Neustrukturierung und dem Einsatz der Pflegefachassistenz, kann sich jede Berufsgruppe auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Dabei kommt besonders der Pflegefachassistenz – aufgrund ihres breiten Aufgabenspektrums – eine wichtige Rolle im Betreuungsprozess zu.“

Pflegeassistenz statt Pflegehilfe
Sämtliche Pflegehelferinnen und Pflegehelfer tragen seit 1. September 2016 die Berufsbezeichnung Pflegeassistenz. Diese Fachkräfte mit einjähriger Ausbildung arbeiten zur Unterstützung des gehobenen Dienstes sowie von Ärzten. Ihre Handlungskompetenzen wurden durch die Novelle erweitert, sie arbeiten aber nicht eigenverantwortlich (im Gegensatz zur Pflegefachassistenz). Aufgaben sind beispielsweise die Verabreichung von Medikamenten, Blutentnahme aus der Vene, Wundversorgung, Wickel und Bandagen. Aber auch die Verabreichung von Sondennahrung, das Absaugen der Atemwege und das Erheben von Blutdruck, Puls und Temperatur sind Aufgaben der Pflegeassistenz.
Die Leiterin des BIZ – Bildungszentrum am Uniklinikum Salzburg, Mag. Maria Pichler erklärt: „Wir haben die Gesetzesnovelle im BIZ rasch umgesetzt und bilden bereits seit Herbst 2016  PflegeassistentInnen aus. Diese Ausbildung ist besonders für die Langzeitpflege von großer Bedeutung. Pro Jahr haben wir 25 Ausbildungsplätze für die Pflegeassistenz vorgesehen. Jetzt im März 2017 starten wir mit der ersten Klasse für die zweijährige Pflegefachassistenz-Ausbildung. Im Oktober folgen weitere 2 Klassen. Dieses Jahr stehen insgesamt 75 Ausbildungsplätze zur Verfügung, für die wir unsere Info-Kampagne verstärkt fortsetzen. Auch für eine berufliche Neuorientierung ist die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz sehr attraktiv.“

Zusammenfassung: Was ist neu? Die Novelle des Pflegegesetzes.
Statt Pflegehilfe und gehobener Dienst gibt es künftig drei Stufen:

  • Das Berufsbild der bisherigen Pflegehilfe, nunmehr Pflegeassistenz, bildet die Basis einer abgestuften professionellen Gesundheits- und Krankenpflege. Die Pflegeassistenz arbeitet nach Anordnung und unter Aufsicht. Die Ausbildung dauert ein Jahr und findet im BIZ der Salzburger Landeskliniken/ Universitätsklinikum, aber auch bei externen Anbietern statt. Das Berufsbild enthält nicht mehr hauswirtschaftliche und logistische Aufgaben; diese sollen von anderen Berufen übernommen werden, wie zum Beispiel von Servicekräften.
  • Die neu geschaffene Pflegefachassistenz mit zweijähriger Ausbildung entlastet den gehobenen Dienst bei pflegerischen, therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen. Die Pflegefachassistenz arbeitet nach Anordnung, aber eigenverantwortlich ohne verpflichtende Aufsicht.

Der gehobene Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege und Bachelorstudium Pflegewissenschaft
Der gehobene Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege kann an den Fachhochschulen Salzburg in Puch-Urstein in 6 Semestern absolviert werden. Diese Ausbildung schließt mit einem Bachelor-Abschluss ab. Voraussetzung ist eine Hochschulreife wie Matura, Berufsreife, Studienberechtigungsprüfung oder einschlägige Berufsausbildung plus Zusatzprüfungen.

In Salzburg gibt es an der Paracelsus Medizinischen Universität ein Bachelorstudium der Pflegewissenschaft (2in1-Modell). In 7 Semestern kann man dort ein Diplom in der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege, psychiatrischen und Kinder- und Jugendlichenpflege abschließen.

Ausbildung gehobener Dienst

Noch bis in das Jahr 2018 bietet das BIZ je nach Bedarf die dreijährige Ausbildung zum gehobenen Dienst an. Im März 2017 startet die Ausbildung zur Pflegefachassistenz im BIZ der Salzburger Landeskliniken/Universitätsklinikum. Diese wird nur als Vollzeit-Ausbildung angeboten.

Übersicht der geplanten Anzahl der Ausbildungsplätze Gesundheits- und Krankenpflegeschule SALK - bis Herbst 2020:

  • Auslaufende 3-jährige Diplomausbildungen Allgemeine-, Psychiatrische und Kinder- und Jugendlichenpflege: gesamt 389 (rd. 100 p.a.) + 20 Nostrifikanten p.a. Dies Ausbildung läuft mit 2020 in den SALK aus.
  • Sonderausbildung*) Kinder- und Jugendlichenpflege: (1-jährig) 100 (25 p.a.) – ab 2020 lfd. 25 p.a.
  • Sonderausbildung*) Psychiatrische Sonderpflege: (1 Jährig) 70 (rd. 17 p.a.) – ab 2020 lfd. 15 p.a.*) Solange es für Sonderausbildungen noch keine neuen gesetzlichen Grundlagen gibt, werden wir diese 1-jährigen Zusatz-Ausbildungen anbieten.

NEUE AUSBILDUNGEN: Aktueller Plan ab 2017:

  • Pflegeassistenz (PA) (Insbesondere für den Einsatz in der Langzeitpflege)
    25 Ausbildungsplätze p.a. : Start 1.10.2016 – 30.9.2017 und 1.10.2017-30.9.2018, lfd.
  • Pflegefachassistenz (PFA)
    75 Ausbildungsplätze ab 2017: Start 1.3.2017  und 1.10.2017
    30 Ausbildungsplätze-Aufschulungen (1-jährig) von PA zu PFA für SALK-interne MA: Start 1.10.2017-30.9.2018
    30 Ausbildungsplätze – Aufschulungen (1-jährig) Fortsetzer aus PA-Ausbildung und externen Einrichtungen: Start 1.10.2017  - 30.9.2018

Ab 2018: 

  • 175 reguläre Ausbildungsplätze + 60 Plätze für Aufschulung von PA auf PFA (siehe oben); Insgesamt 235 Ausbildungsplätz

Ab 2020

  • 230 Ausbildungsplätze (100 AbsolventInnen p.a.) + Aufschulungsplätze nach Bedarf

Anmerkung:
Parallel dazu werden Ausbildungsplätze in der FH aufgestockt. Vorläufige Annahme: Endausbau ab Herbst 2020 sollen es 240 sein (ist eine Verdoppelung der dzt. 120 Plätze). 

Teilnehmer:

  • Gesundheits- und Spitalsreferent Mag. Dr. Christian Stöckl;
  • Leiterin des BIZ – Bildungszentrum am Uniklinikum Salzburg, Mag. Maria Pichler;
  • Pflegedirektorin am Uniklinikum Salzburg/LKH, DGKP Margarete Hader

Bildrechte SALK/Wild&Team
Abdruck honoarfrei

Rückfragen an:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing

Uniklinikum Salzburg
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Müllner Hauptstraße 48, A-5020 Salzburg

ACHTUNG NEUE Mobil NUMMER: +43 (0)676 8997 20012
Tel.: +43 (0)5 7255-20012
Fax: +43 (0)5 7255-20195

mailto: m.weinberger@salk.at
www.salk.at

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Bilder

Katrin, 19 Jahre Gesundheits- und Spitalsreferent Mag. Dr. Christian Stöckl Lucas, 29 Jahre Pflegedirektorin am Uniklinikum Salzburg/LKH, DGKP Margarete Hader Leiterin des BIZ – Bildungszentrum am Uniklinikum Salzburg, Mag. Maria Pichler

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Letzte Änderung: 22.05.2023
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