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Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe Neurorehabilitation der Univ.-Klinik für Neurologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg ist die Hirnfunktionsdiagnostik von PatientInnen mit schweren chronischen Hirnschädigungen, deren Bewusstseinszustand (z.B. Apallisches Syndrom, Minimally Conscious State, Locked-In-Syndrom, Locked-In-Plus-Syndrom) klinisch-neurologisch nicht eindeutig zugeordnet werden kann. Für diese PatientInnen sollen in der Funktionellen Magnetresonanztomographie und in der EEG-basierten Elektrophysiologie Paradigmen entwickelt und standardisiert werden, womit ein eindeutiger Bewusstseinsnachweis möglich ist. Dieser Nachweis ist wesentlich für die Einleitung entsprechender Rehabilitationsmaßnahmen bei diesen PatientInnen.

Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Entwicklung von Stimulationsmethoden in der Neurorehabilitation, die durch neuronale Modulation auf synaptischer Ebene Rehabilitationsprozesse fördern und effektiver machen können. Dabei werden vor allem elektrische, magnetische und rhythmische Stimulationen des zentralen Nervensystems sowie elektrische, magnetische und vibrotaktile Stimulation des peripheren Nervensystems untersucht und deren Potential zur Förderung der Neuroplastizität. Derzeit werden in einer vom Forschungsförderungsfonds der Paracelsus Universität Salzburg (PMU-FFF) geförderten Studie mit afferenter elektrischer Stimulation durch einen speziellen Elektrohandschuh neuromodulatorische Effekte bei Schlaganfall-PatientInnen in der Neurorehabilitation untersucht. In diesem Schwerpunkt wird derzeit auch das neuromodulatorische Potential von Rhythmusstimulation auf den motorischen Kortex an gesunden Probanden mit der Paired-Pulse Technik in der Transkraniellen Magnetstimulation hinsichtlich einer Veränderung der motorkortikalen Exzitabilität erforscht.

Weiterhin ist die Neurorehabilitation nach Querschnittslähmung ein besonderes Anliegen unserer Arbeitsgruppe und somit auch ein Forschungsschwerpunkt der Universitätsklinik für Neurologie. Unsere Arbeitsgruppe ist Mitglied des Spinal Cord Injury and Tissue Regeneration Center Salzburg (SCI-TReCS) und mit zahlreichen Studien in diesem Zentrum aktiv.

Details zu unseren kooperativen Studien und SCI-TReCS finden Sie auf der offiziellen Homepage des Spinal Cord Injury and Tissue Regeneration Center Salzburg.

Darüber hinaus arbeitet die Arbeitsgruppe an einem von der Österreichischen Nationalbank geförderten Forschungsprojekt über die Auswirkungen von krankheitsbedingter längerer Bettlägerigkeit und Immobilität auf den menschlichen Organismus, welche unter dem Namen „Bedrest-Syndrom“ bekannt und in vielen Bereichen noch nicht im Detail erforscht sind.

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