Nachtdienste

Projekt: Die Effekte von Schlafentzug bei Ärzten nach einem Nachtdienst: eine fMRT-Studie

Beschreibung: Schlafentzug ist mit bedeutenden sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitsbezogenen Kosten verbunden. Auch kognitive Leistungen wie kognitive Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und höhere kognitive Fähigkeiten sind vom Schlafentzug betroffen.

Der ärztliche Beruf bringt ein erhöhtes Risiko durch Schlafentzug mit sich, welches mit klinischen Fehlern und Verkehrsunfällen verbunden ist. Die Performance nach einem Nachtdienst ist vergleichbar mit derjenigen mit 0.4-0.5‰ Blutalkohol.

Viele Studien über die Effekte von Schlafentzug bei Ärzten wurden mittels Fragebögen, Simulatoren und neuropsychologische Tests durchgeführt. Solche Untersuchungen erlauben nicht per se eine Verbindung zwischen Performance und zugrundeliegenden neuronale Aktivitätsveränderungen.

Ziel unserer Studie ist, ob sich direkt messbare Effekte der Hirnaktivität durch „Nachtdienste“ mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) nachweisen lassen und ob die Effektstärke altersabhängig ist.

In dieser Studie werden zwei Gruppen von Ärzten untersucht – unter 40 Jahren und ab 45 Jahren, da einige Studien einen „aging-Effekt“ zeigten. Jeder Proband wird zu zwei Testungsterminen eingeladen, wobei einer nach einem Nachtdienst und der andere nach einem normalen Dienst stattfindet. Jeweils am Vortag wird der 24h-Harn gesammelt und die Actiwatch angelegt. Zu Beginn des Untersuchungstages wird Blut abgenommen, um Stress- und Entzündungsfaktoren mit der Schlafqualität zu vergleichen. Darauf folgen Fragebögen, die die gefühlte Schläfrigkeit und die aktuelle Arbeitsbelastung erfassen. Des Weiteren wird nicht nur die subjektive, durch Fragebögen,  sondern auch die objektive Schläfrigkeit mittels Pupillometrie und Actiwatch ermittelt. Um die Reaktionszeiten der Probanden zu testen, wird ein n-back-Task durchgeführt. Zuerst wird diese Aufgabe am Laptop trainiert und anschließend im Magnetresonanztomographen durchgeführt.

Der Zeitaufwand beträgt jeweils ca. 1 Stunde.

Sollten Sie als Nachtdienst-leistender Arzt an einer Teilnahme interessiert sein würden wir uns über eine Meldung bei einem der unten angeführten Personen sehr freuen.

Projektleitung

Wolfgang Staffen

Assoc. Prof. Univ. Doz. Dr.

Wolfgang Staffen

Sachbearbeitung

Sarah Said-Yürekli

Sarah Said-Yürekli, MSc

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