Neuroscience MR

Der Arbeitsgruppe Neuroscience MR steht ein Siemens Magnetom TIM TRIO (Upgade auf Magnetom PRISMA Herbst 2017) mit einer Feldstärke von 3 Tesla und einer Gradientenstärke und Slew Rate von 45 mT/m bzw. 200 mT/m/ms zur Verfügung. An Spulen sind vorhanden eine 8-, 12- und 32-Kanal Kopfspule, eine Ganzkörperspule, eine Wirbelsäulenspule, zwei Oberflächenspulen, eine Karotisspule für Plaque-Imaging sowie eine Phosphorspektroskopie-Spule (Gehirn, Muskel).

Das Personal besteht aus sieben Ärzten (Scanner-Operating, radiologische Befundung), einer Radiologie-Assistentin (50%), und einer Medizinphysikerin (50%), die derzeit auf einer Forschungsstelle im Rahmen eines Nationalbankprojektes arbeitet. Darüber hinaus ist die Arbeitsgruppe „Cognitive Neuroscience“ des „Centers for Cognitive Neuroscience“ der Paris-Lodron-Universität Salzburg unter Leitung von Dr. Martin Kronbichler am Neuroscience MR tätig.

An MR-Routinebildgebung wird das komplette Spektrum der morphologischen MR-Bildgebung (alle anatomischen Regionen, alle MRA-Modalitäten – TOF-MRA, KM-MRA, PC-MRA, nativ und mit Kontrastmittel) durchgeführt. An MR-Spezialbildgebung wird MR-Perfusion (PWI) für die Untersuchung der Gewebsdurchblutung, MR-Diffusion (DWI), Diffusion-Tensor-Imaging (DTI), Suszeptibilitätsgewichtetes MRT (SWI), MR-Spektroskopie (Single Voxel-Spektroskopie, Chemical Shift-Imaging, Phosphorspektroskopie von Gehirn und Muskel sowie Funktionelle MRT auf Basis des sogenannten Blood-Oxygenation-Level-Dependant (BOLD)-Effektes durchgeführt. Die Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) wird in Zusammenarbeit mit dem Center for Cognitive Neuroscience der Paris-Lodron-Universität angewendet, wobei neurokognitive, motorische und sensible Paradigmen eingesetzt werden. Spezielle Sequenztechniken, die am Neuroscience MR zur Anwendung kommen, sind Magnetisation Transfer Imaging (MTI), MR-Diffusion-Kurtosis-Imaging zur Gewebsklassifikation (v.a. von Tumorgewebe) sowie das T1r-Imaging für die orthopädische Bildgebung. Im Rahmen von Forschungsprojekten werden auch spezielle Sequenzprotokolle entwickelt.

Forschungsschwerpunkte auf dem Neuroscience MR sind derzeit die Hirnfunktionsdiagnostik von PatientInnen mit schweren chronischen Hirnschädigungen, deren Bewusstseinszustand (z.B. Apallisches Syndrom, Minimally Conscious State, Locked-In-Syndrom, Locked-In-Plus-Syndrom) klinisch-neurologisch nicht eindeutig zugeordnet werden kann. Für diese PatientInnen sollen in der fMRT Paradigmen entwickelt und standardisiert werden, womit ein eindeutiger Bewusstseinsnachweis möglich ist, was wesentlich für die Einleitung entsprechender Rehabilitationsmaßnahmen bei diesen PatientInnen ist. Weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Entwicklung von peripheren und zentralen Stimulationsmethoden in der Neurorehabilitation, die durch neuronale Modulation auf synaptischer Ebene Rehabilitations-prozesse fördern und effektiver machen können. Dabei werden vor allem elektrische, magnetische und rhythmische Stimulation des zentralen Nervensystems sowie elektrische, magnetische und vibrotaktile Stimulation des peripheren Nervensystems untersucht und deren Potential zur Förderung der Neuroplastizität in der fMRT nachgewiesen. Derzeit werden 5 Dissertationen und eine PhD-Arbeit am Neuroscience MR betreut.

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