Neues Institutsgebäude am Uniklinikum Salzburg-LKH
Neues Institutsgebäude am Uniklinikum Salzburg-LKH

Erfolgreiche Inbetriebnahme

Nach der Inbetriebnahme der modernen Geräte- und Gebäudetechnik und einer vorauslaufenden umfangreichen Übersiedlungsplanung konnten die ersten Institute in das neue Institutsgebäude einziehen. Die Errichtung erfolgte im Zeit- und Kostenplan.

Nach nur drei Jahren Bauzeit sind Teile des neuen Institutsgebäudes am Uniklinikum Salzburg-LKH in Betrieb gegangen. Nun sind hier das Universitätsinstitut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik, die Division für Medizinische Mikrobiologie, das Universitätsinstitut für Transfusionsmedizin, das Universitätsinstitut für Pathologie und der Blutspendedienst des Roten Kreuzes untergebracht. Die Errichtungskosten betrugen 42,3 Mio. Euro.

Funktionale, strategische und wirtschaftliche Vorteile

„Durch die Zusammenführung von vier Instituten sowie dezentraler Laboreinheiten ergeben sich funktionale, strategische und wirtschaftliche Vorteile“, erläuterten Gesundheits- und Spitalsreferent LH Stv. Dr. Christian Stöckl und SALK Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler. Zudem können freiwerdende Gebäude für andere Nutzungen zur Verfügung gestellt werden.

Reibungslose Übersiedlung

Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit der beteiligten SALK-Mitarbeiter und zahlreicher externer Stellen wurde die Übersiedlung des Universitätsinstituts für medizinisch-chemische Labordiagnostik, der Division für medizinische Mikrobiologie, des Universitätsinstituts für Pathologie inkl. der Prosektur im 2. Quartal 2018 erfolgreich gemeistert. „So befanden sich bei der zu siedelnden Ausstattung über 600 Medizin- bzw. Labortechnikgeräte,“ berichtet Sungler weiter. „Der Siedlungsablauf konnte unter Aufrechterhaltung der Notfallanalytik rund um die Uhr, als auch mit möglichst wenigen Einschränkungen bei allen weiteren Diagnostikleistungen bewerkstelligt werden“, erklärt Dr. Jane Cadamuro vom Universitätsinstituts für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik und Medizinische Mikrobiologie.

Gleiches galt auch für das Universitätsinstitut für Pathologie: „Durch die Übersiedlung der verschiedenen diagnostischen Labore an aufeinanderfolgenden Wochenenden konnte, Dank der großartigen Beteiligung der Institutsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Krankenversorgung praktisch nahtlos und verzögerungsfrei weitergeführt werden“, berichtet Institutsvorstand Prim. Univ. Prof. Dr. med. Karl Sotlar.

Mit dem Institutsgebäude wurde beispielsweise eine gemeinsame molekulare Diagnostikeinheit (Analysen auf DNA-Ebene) nach einem modernen Raumkonzept geschaffen. „So können nun die Arbeitsabläufe effizienter bewerkstelligt werden. Ebenso konnte mit dem neuen Institutsgebäude für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein sehr gutes Arbeitsumfeld geschaffen werden,“ erklärt der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Salzburg, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Koehler.

Das Universitätsinstitut für Transfusionsmedizin führt derzeit gemäß den Regularien zur Herstellung von Blutprodukten ein aufwändiges Qualifizierungsprozedere der Laborgeräte sowie der zugehörigen Infrastruktur durch und wird das neue Institutsgebäude im 4. Quartal 2018 beziehen.

Zusammenfassung der Verbesserungen für das Universitätsinstitut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik und Medizinische Mikrobiologie im neuen Institutsgebäude:

  1. Räumliche Verbesserung
    Die räumlichen Gegebenheiten des alten Zentrallabor/Mikrobiologie-Gebäudes haben den Anforderungen eines zeitgemäßen Labors schon lange nicht mehr Genüge getan. Durch die frühe Einbindung der Nutzer in die räumliche Gestaltung des neuen Institutsgebäudes war es möglich das Optimum an Effizienz und Flexibilität zu erreichen, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein.
  2. Technische Verbesserung
    Die technische Ausstattung im bisherigen Laborgebäude (zB.: Wasseraufbereitung, Kühlung, etc.) hat die Kapazitätsgrenzen längst erreicht. Im neuen Institutsgebäude ist der technische Stand nun auf einem Top-Niveau mit zentraler Wasseraufbereitung, umsichtigem Energiemanagement, Wärmerückgewinnung etc.
  3. Medizintechnische Ausstattung
    Im alten Gebäude konnten aufgrund der räumlichen Bedingungen moderne Hochdurchsatz-Analysatoren nicht wie vorgesehen aneinander gekoppelt werden, wodurch zwangsweise nicht die maximale Effizienz dieser Geräte ausgeschöpft werden konnte. Im neuen Gebäude ist dies nun durch die Planung großer offenerer Räume auf einer Ebene möglich. Da moderne Laborgeräte nach ca. 5-7 Jahren im Dauerbetrieb veraltet oder verschlissen sind, wird kontinuierlich an der Modernisierung bestehender Geräte gearbeitet, um den Patienten weiterhin die schnellste Analytik in höchster Qualität bieten zu können.
  4. Prozesse
    Ähnlich der medizintechnischen Ausstattung konnten aufgrund der baulichen Gegebenheiten (Bereiche tlw. Auf mehrere Ebenen verteilt) auch viele interne Prozesse nicht optimal ablaufen. Mit der Neuplanung wurden nun die Räume um die Prozesse geplant um einen möglichst effizienten Ablauf zu gewährleisten. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist die Einheit der molekularen Diagnostik, welche nun von allen Instituten gemeinsam genutzt werden kann. Diese Prozessoptimierung wird in ein bis zwei Jahren soweit umgesetzt sein und danach im Rahmen eines KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) angepasst.
  5. Personal
    Durch die Schaffung eines modernen Laborgebäudes mit entsprechender technischer Ausstattung hat sich die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter stark verbessert, was sich bereits jetzt schon auf ein verbessertes Arbeitsklima ausgewirkt hat.
  6. Übersiedlung
    Die Übersiedlung war für das gesamte Personal eine riesige Herausforderung und eine Doppelbelastung, zumal eine durchgehende diagnostische Rund-um-die-Uhr-Versorgung unserer Patienten gewährleistet werden musste. Durch die hervorragende gemeinsame Planung mit den Managementbereichen Technik und Bau sowie der Medizintechnik konnte diese Aufgabe unaufgeregt und professionell gelöst werden.
  7. Qualitätsmanagement
    Als eine der wenigen Institute/Kliniken des Uniklinikums ist das UIMCL nach strengen Richtlinien zertifiziert wodurch eine konstant hohe Qualität der angebotenen Leistungen sichergestellt werden kann. Normen, die im alten Gebäude nur mit entsprechendem Mehraufwand eingehalten werden konnten, sind nun im neuen Laborgebäude ohne diesen zu erfüllen.

Verbesserungen im Universitätsinstitut für Pathologie

Die ablauforientierte Anordnung der verschiedenen Arbeitsplätze und Labore konnte unter Beteiligung der Laborleitungen erarbeitet und umgesetzt werden und ermöglicht eine effizientere Nutzung der verfügbaren Flächen und Geräte. Die Anordnung der Labore für die feingewebliche Diagnostik auf einer Ebene unter Einschluss des Kurzzeitarchivs verkürzt die Wege und steigert damit die Effizienz und Geschwindigkeit in der Diagnostik. Mit Inbetriebnahme des neuen Institutsgebäudes wurde durch Geräteneuanschaffungen in allen wesentlichen diagnostischen Bereichen des Instituts das Qualitätsniveau in der Erstellung von feingeweblichen Präparaten noch einmal verbessert. In der molekularpathologischen Diagnostik erlaubt die gemeinsame Nutzung der molekularen Diagnoseeinheit und ihrer Gerätschaften eine bessere räumliche Trennung einzelner Diagnoseschritte und einen Erfahrungsaustausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweils anderen Institute. Eine großzügig dimensionierte Prosektur mit eigenem Verabschiedungsraum, Ankleideraum und einer Räumlichkeit für rituelle Waschungen hat den würdevollen Umgang mit Verstorbenen aller Glaubensrichtungen noch einmal verbessert. Eines der modernsten Labororganisationssysteme europaweit wird im nächsten Jahr vollständig integriert sein und die MitarbeiterInnen in allen Bereichen des Instituts unterstützen. Die hellen, modern eingerichteten und klimatisierten Labore haben bereits in diesem heißen Sommer für ein entspannteres Arbeiten gesorgt. Die Haustechnik des neuen Institutsgebäudes genügt neuesten technischen und ökologischen Standards.

Blutspendedienst des Roten Kreuzes

Nach 37 Jahren in der Lindhofstraße erhält der Blutspendedienst im Institutsgebäude ein neues zu Hause. Blutspender und Mitarbeiter freuen sich über die modernen und freundlichen Räume. „Das Rote Kreuz ist stolz mit dem Blutspendedienst Teil des modernen Laborgebäudes zu sein und gratulieren den SALK zum gelungenen Projekt“, sagt Landesrettungskommandant Ing. Anton Holzer

Umweltfreundlich: Heizen und Kühlen mit Beton

Das Institutsgebäude zeichnet sich durch ein spezielles Energiekonzept aus. Eine sogenannte Energiepfahlanlage macht das Heizen und Kühlen mit Beton möglich. Hierfür wurden die statisch erforderlichen Bohrpfähle mit bis zu 45 Metern Tiefe vor dem Betonieren mit Kunststoffschläuchen versehen. Die Energiepfahlanlage entzieht durch ein flüssiges Wärmeträgermedium dem Erdreich im Winter Wärme und führt diese einer Wärmepumpe zu. Im Sommer wird Wärme aus den abgekühlten Räumen in den Boden eingetragen und für den nächsten Winter gespeichert. Weitere Neubauten auf dem Gelände der SALK können künftig ebenfalls einen Teil ihres Wärmeenergiebedarfs über diese Anlage decken.

Architektenwettbewerb

Nach einem zweistufigen Architektenwettbewerb wurde das Grazer Architektenteam von Thomas Pucher mit der Einreichplanung sowie der Baurealisierung des siebenstöckigen Laborgebäudes beauftragt. Das Atelier Pucher war auch Planer des Parkhauses an der SALK.

Bildrechte SALK/Wildbild
Abdruck honorarfrei

Bildtext aller Bilder: Nach nur drei Jahren Bauzeit sind Teile des neuen Institutsgebäudes am Uniklinikum Salzburg-LKH in Betrieb gegangen. Nun sind hier das Universitätsinstitut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik, die Division für Medizinische Mikrobiologie, das Universitätsinstitut für Transfusionsmedizin, das Universitätsinstitut für Pathologie und der Blutspendedienst des Roten Kreuzes untergebracht. Die Errichtungskosten betrugen 42,3 Mio. Euro.

Bild d28h18066 v.l.n.r.: Oberarzt Dr. Jane Cadamuro vom Universitätsinstituts für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik und Medizinische Mikrobiologie; Univ.-Prof. Dr. Karl Sotlar vom Universitätsinstitut für Pathologie; SALK Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler; Gesundheits- und Spitalsreferent LH Stv. Dr. Christian Stöckl; Univ.-Prof. Dr. Jürgen Koehler, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Salzburg; Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, Vorstand des Universitätsinstituts für Transfusionsmedizin; Dr. Klaus Offner, Wirtschaftsdirektor des Uniklinikums Salzburg; Landesrettungskommandant Ing. Anton Holzer;

Bild d28h18092 und d28h18094 v.l.n.r.: Oberarzt Dr. Jane Cadamuro vom Universitätsinstituts für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik und Medizinische Mikrobiologie; Wirtschaftsdirektor des Uniklinikums Salzburg; Gesundheits- und Spitalsreferent LH Stv. Dr. Christian Stöckl; Univ.-Prof. Dr. Karl Sotlar vom Universitätsinstitut für Pathologie; Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, Vorstand des Universitätsinstituts für Transfusionsmedizin; Univ.-Prof. Dr. Jürgen Koehler, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Salzburg; SALK Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler;

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v.l.n.r.: Dr. Jane Cadamuro; Univ.-Prof. Dr. Karl Sotlar; Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler; LH Stv. Dr. Christian Stöckl; Univ.-Prof. Dr. Jürgen Koehler; Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde; Dr. Klaus Offner, Ing. Anton Holzer; v.l.n.r.:  Dr. Jane Cadamuro; Dr. Klaus Offner; Gesundheits- und Spitalsreferent LH Stv. Dr. Christian Stöckl; Univ.-Prof. Dr. Karl Sotlar; Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, ; Univ.-Prof. Dr. Jürgen Koehler, Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler; v.l.n.r.:  Dr. Jane Cadamuro; Dr. Klaus Offner; Gesundheits- und Spitalsreferent LH Stv. Dr. Christian Stöckl; Univ.-Prof. Dr. Karl Sotlar; Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde, ; Univ.-Prof. Dr. Jürgen Koehler, Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler;

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