Jungfraujoch 2018

Effekt der aeroben Kapazität auf Inzidenz und Schweregrad der Akuten Bergkrankheit nach passivem Aufstieg auf 3450 m

Die Akute Bergkrankheit (ABK) gehört zum Formenkreis der Höhenkrankheiten und äußert sich in typischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Als Ursache der ABK wird ein Sauerstoffmangel des Gehirns angesehen. Akute Höhenexposition und der damit einhergehende Sauerstoffmangel (Hypoxie) erfordern eine rasche physiologische Antwort, um die Organfunktionen und somit das Überleben des Menschen zu sichern. Wenn die physiologischen Anpassungsmechanismen den Sauerstoffmangel nicht kompensieren können, dann steigt das Risiko, höhenassoziierte Erkrankungen wie die ABK zu erleiden. Ausdauerathleten mit überdurchschnittlicher maximaler O2-Aufnahmekapazität weisen physiologische Merkmale auf, die die Anpassung an die Höhe beeinflussen- und dadurch zu einem erhöhtem ABK-Risiko führen könnten.

In dieser Studie wurde untersucht, ob hochtrainierte Ausdauersportler häufiger und schwerer eine akute Bergkrankheit erleiden als untrainierte Kontrollpersonen. Hierfür stiegen 38 freiwillige männliche Probanden (19 Sportler; 19 Kontrollprobanden) innerhalb von 2 Stunden passiv mit der Bahn von 750 m (Lauterbrunnen) auf 3450 m (Jungfraujoch, Schweiz) auf. In der Höhe wurde nach 3, 8, 24, 34 und 48 h das Auftreten und der Schweregrad der ABK anhand standardisierter Fragebögen (Lake Louise Score und AMS-C Score) erhoben sowie Blutabnahmen, Atemtests, Herzultraschall und Grundumsatzmessungen durchgeführt.

Die Ergebnisse der Studie befinden sich aktuell in Auswertung.

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