Dort wo Kinderseelen heilen: Neubau mit erweitertem Platzangebot
Dort wo Kinderseelen heilen: Neubau mit erweitertem Platzangebot

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Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet – 11,2 Millionen Euro investiert

In einer Bauzeit von nur 20 Monaten, mehr als sechs Monate früher als geplant, wurde das neue Haus für die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Areal des Uniklinikums Salzburg Christian-Doppler-Klinik errichtet. Mit der 11,2-Millionen-Euro-Investition ging auch ein langgehegter Wunsch nach einer Erweiterung des Angebotes in Erfüllung. Denn der Neubau bietet nicht nur viel Platz und Licht, sondern auch zahlreiche Gemeinschaftsplätze und Therapiegärten. Ein Highlight in dem neuen Gebäude springt schon im Empfangsbereich ins Auge. Denn hierfür hat die Salzburger Künstlerin Lubi Breitfuß eines ihrer farbenfrohen Kunstwerke „Gefühl ist Freiheit Nr. 2“ für eine sieben Meter hohe Wand geschaffen – es zeigt eine Fantasiewelt, die auf den Betrachter positiv wirken soll. Am Freitag, dem 28. Juni, hat die Salzburger Bevölkerung von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr Gelegenheit, den Neubau im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ zu besichtigen.

Link  zum virtuellen Rundgang durch das neue Gebäude

Mit dem Neubau konnte die Kapazität der Klinik um ein Drittel auf insgesamt 30 Betten erweitert werden. Zudem gibt es jetzt erstmals auch zehn tagesklinische Betten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Damit wird das Leistungsangebot wesentlich erhöht und der starken Nachfrage Rechnung getragen. Die Nutzungsfläche des Neubaus beträgt stolze 2100 Quadratmeter. Gleichzeitig wurde die Ambulanz neu strukturiert und ein Therapiezentrum eingerichtet.

Anzahl der notwendigen Therapieplätze steigt
Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie versorgt ein Einzugsgebiet von rund 800.000 Einwohnern. Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl erklärt, warum es so wichtig ist, dass dieser Neubau nun umgesetzt wurde: „Wir setzen alles daran, für die Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft die notwendige Unterstützung und Behandlung auf einem zeitgemäßen medizinischen Versorgungsniveau sicherzustellen. Wir müssen den jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen das entsprechende Umfeld und die medizinische Versorgung geben, die sie in dieser schwierigen Situation benötigen und sie auf ihrem Weg bestens unterstützen. Der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist ein weiterer wichtiger und ganz besonderer Meilenstein in der Neubau- und Sanierungsoffensive in den Salzburger Spitälern, in die in den kommenden Jahren mehr als 200 Millionen Euro fließen werden.“

Landeshauptmann-Stellvertreter, Sozialreferent Heinrich Schellhorn betont: "Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Klinik, Kinder- und Jugendhilfe und Sozialorganisationen entsteht ein stabiles Netzwerk, das junge Menschen mit psychischen Erkrankungen ganz gezielt unterstützen und versorgen kann. Ich wünsche allen, die hier arbeiten, und allen, die hier Begleitung und Hilfe bekommen werden, dass dieses Haus für sie zu einem Kraftort wird. Darüber hinaus freue ich mich als Klimareferent des Landes auch über einen zukunftsweisenden, baulichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde mit einer Photovoltaikanlage, atmungsaktiven Lehmwänden und Dachbegrünung ausgestattet.“

Gewinn für MitarbeiterInnen und PatientInnen
Das neue Haus bietet nicht nur für die PatientInnen zahlreiche Verbesserungen, auch für MitarbeiterInnen ergeben sich beispielsweise durch die zahlreichen multifunktionellen Räume eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den Kindern und Jugendlichen einen abwechslungsreichen Alltag zu gestalten. So wird aus einem Konferenzraum in Kürze auch ein Turnsaal oder Kunstraum.

„Mit unseren Neubauten konnten und können wir immer auch die Situation für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich verbessern. Sei es durch kürzere Wege oder auch moderne Büroräume“, berichtet SALK-Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler. Hinsichtlich Finanzierung gibt es aus der Geschäftsführung auch gute Nachrichten: Durch die Neuberechnung der LKF –Punkte (leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung) kommen für die Kinder- und Jugendpsychiatrie mehr Punkte zustande. So ist es möglich, den zusätzlichen Personalbedarf von 21,8 Stellen abzudecken.

Therapiekonzept schließt das Umfeld mit ein
Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein, seit 2009 Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, freut sich sehr, dass die Bauarbeiten für das neue Klinikgebäude weitgehend abgeschlossen sind. Ein wichtiges Merkmal bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen ist laut Thun-Hohenstein das systemische Grundkonzept. „Wir verstehen Störungen immer als Teil des Kontextes, in dem sie entstehen. Das bedeutet, wir müssen möglichst alle Beteiligten in den Prozess der Behandlung miteinbeziehen.“ Eine weitere Besonderheit ist das „synergetische Navigationskonzept“. Das ist ein Online-Tool, bei dem stationäre Patienten täglich Fragen zu seiner Befindlichkeit und zu seinen Beziehungen zu Freunden und Angehörigen beantworten soll. „Wir können damit Veränderungen im Laufe der Therapie erfassen, welche Ergebnisse als gute Grundlage zur Reflexion liefern“, erklärt Thun-Hohenstein.

Wesentlich in der Therapie ist auch das Umfeld. Bei der Gestaltung der neuen Räume wurde darauf viel Wert gelegt. So ist der stationäre Bereich ist mit Möbeln, viel Holz und einem Farb-Licht-Konzept so gestaltet, dass sich ein Wohlfühlcharakter einstellt, der vor allem bei längeren Aufenthalten den Heilungsprozess unterstützt. Die Innenhöfe des eingeschossigen Baus spielten bei der Gestaltung eine große Rolle und schaffen für die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, nach draußen zu gehen – auch im geschlossenen Bereich.“

Die Klinik arbeitet sehr intensiv mit den niedergelassenen Angeboten für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen zusammen. Thun-Hohenstein betont: „In den vergangenen Jahren hat sich das Angebot im Land Salzburg auch im niedergelassenen Bereich stark verbessert. Es besteht aus einem vom Land Salzburg getragenes psychosoziales Beratungs- und Versorgungszentrum in der Stadt Salzburg und ein weiteres im Süden Salzburgs, das von der Kinderseelenhilfe von Pro Mente Salzburg getragen wird.“

Zahlen belegen Notwendigkeit deutlich
Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Salzburg Prof. Dr. Jürgen Koehler erklärt: „Für unsere Patienten der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist der Ausbau der Klinik von großer Bedeutung, denn bei jährlich 580 stationären Aufnahmen und rund 1.500 ambulanten Patienten kann man die Notwendigkeit dieser Klinik besonders gut nachvollziehen. Die Behandlung und Therapie von Kindern und Jugendlichen bekommt damit auch einen angemessenen Qualitätsstandard. In Zukunft blicken unsere jüngsten Patienten ins Grüne und haben helle und freundliche Therapieräume. Es ist bekannt, dass die Genesung auch aufgrund der Umgebung beeinflusst wird.“

Architektur: Ein Haus, wie ein kleines Dorf 
„Ein eigenständiger, grüner Campus war die Inspiration für den Neubau der Kinder-und Jugendpsychiatrie. Ein Haus, das selbst wie ein kleiner Campus funktioniert“, so die Architekten ARGE Prof. Kaufmann & Partner ZT GmbH + Kleboth Lindinger Dollnig ZT GmbH. Ein Campus im Campus, der sich aus zahlreichen grünen Höfen, Gärten und Pavillons zusammensetzt und wie ein kleines Dorf funktioniert. „Den beschützenden Rahmen dieses Gebäudes bildet eine umlaufende Mauer, die alle Innen- und Außenräume umschließt“, beschreiben die Architekten ihre Idee.

 Großes Lob für das SALK-Projektteam
„Ein großer Dank geht in diesem Zusammenhang an unser engagiertes Projektteam aus dem Managementbereich Technik & Bau der SALK unter der Leitung von DI Christoph Riezinger. Durch ihr strukturiertes, gut organisiertes Vorgehen konnte die geplante Bauzeit sogar um mehr als ein halbes Jahr unterschritten werden und auch das veranschlagte Budget wurde nicht überschritten“, so SALK-Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler abschließend.

Zehn Jahre Tagesklinik der UK f Kinder- und Jugendpsychiatrie
Die Tagesklinik betreut Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen, die in der Lage sind, täglich an die Klinik zu fahren und hier ihr Therapiepensum bekommen. Im letzten Jahr waren dies 1890 Kontakte, die durch die Tagesklinik geleistet wurden. Nach entsprechender medizinischer, psychologischer und ergotherapeutischer Diagnostik wird über die Behandlungsform entschieden, ob Patienten einen Projekt- oder einen Rehabilitationsaufenthalt mit Arbeitstraining starten. Unabhängig von der Aufenthaltsform finden Gruppenangebote, wie Bewegungs-, Mal-, Jugend-, Soziale Kompetenz-, Koch-, Entspannungsgruppe und kreatives Schreiben statt. In diesen zehn Jahren hat sich die Tagesklinik als eine moderne und effiziente therapeutische Einrichtung etabliert, die nicht mehr wegzudenken ist.

28. Juni: Tag der offenen Tür
Damit sich alle Interessierten ein Bild von der neugebauten Kinder- und Jugendpsychiatrie machen können, lädt das Team am Freitag, den 28. Juni 2019, von 9 bis 12 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“. Die Besucher erwarten Führungen durch das Haus sowie ausführliche Informationen zu dem Konzept der Uniklinik.

Daten im Überblick

Investitionskosten                  11,2 Millionen Euro

Nutzungsfläche                      2.100 Quadratmeter

Betten Anzahl                        30 Betten ab Herbst 2019 / Start mit 20 Betten

Patienten Anzahl                    jährlich 580 stationäre Aufnahmen und rund 1.500 ambulante Patienten

Architekten                             ARGE Prof. Kaufmann & Partner ZT GmbH +Kleboth Lindinger Dollnig ZT GmbH

Wir haben für Sie VIRTUELLE RUNDGÄNGE – Links und iFrame Codes – falls Sie es für Ihre Online-Ausgabe verwenden wollen:

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie:Link Rundgang

Tagesklinik der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie:Link Rundgang
 

Dort wo Kinderseelen heilen: Neubau mit erweitertem Platzangebot

Bild v.l.r: LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, Spitals- und Gesundheitsreferent; Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, Geschäftsführer SALK, Prof. Dr. Jürgen Koehler, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Salzburg; Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein, Vorstand Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie; DI Andreas Kleboth und DI Gerhard Dollnig.

Bildrechte: SALK/Wildbild; Abdruck honorarfrei.

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Mag. Mick Weinberger
Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing
Pressesprecherin

Uniklinikum Salzburg
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v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein Vorstand Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, Spitals- und Gesundheitsreferent v.l.n.r.: LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, Spitals- und Gesundheitsreferent; Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler,GF SALK,Prof. Dr. Jürgen Koehler,Ärztlicher Direktor UK Salzburg;Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein, Vorstand UK für Kinder- und Jugendpsychiatrie v.l.n.r.: Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, Geschäftsführer SALK, Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein, Vorstand UK für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Prof. Dr. Jürgen Koehler, ÄD  UK Salzburg, LH-Stv. Dr. Christian Stöckl, Spitals- und Gesundheitsreferent Dort wo Kinderseelen heilen: Neubau mit erweitertem Platzangebot Dort wo Kinderseelen heilen: Neubau mit erweitertem Platzangebot Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein, Vorstand Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
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