80 Jahre Neurologie in Salzburg
80 Jahre Neurologie in Salzburg

50 Jahre Neurologie in der Christian-Doppler-Klinik

Vor 80 Jahren,1939, wurde im St.-Johanns-Spital, dem jetzigen Universitätsklinikum Campus Landeskrankenhaus, eine eigenständige neurologische Abteilung als eine der ersten in Österreich gegründet. 1962 begannen die Planungen für ein modernes Neurozentrum im heutigen Universitätsklinikum Campus CDK mit einer Neurologie, einer Neurochirurgie, einer Neuroradiologie sowie den notwendigen Untersuchungseinrichtungen einer Neuropathologie und eines EEG-Labors. Ende 1965 starteten die Bauarbeiten und 1969 erfolgte die Übersiedlung vom Landeskrankenhaus in die damalige Landesnervenklinik. Den Status Universitätsklinik erhielt die Abteilung mit der Gründung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, die im Jahre 2003 ihren Betrieb aufnahm.

„Das ursprünglich rein diagnostische Fach ist über die Jahrzehnte zu einem der heute höchstentwickelten therapeutischen Fächer geworden“, so Neurologie-Vorstand Univ.-Prof. Eugen Trinka. Immerhin ein Drittel der Bevölkerung leidet an Hirnerkrankungen, die Kosten dafür betragen in der gesamten Europäischen Union eine Billion Euro. „Der teuerste Patient jedoch ist der schlecht versorgte Patient“, ist Eugen Trinka überzeugt.

Die Patientinnen und Patienten können auf eine erstklassige Versorgung in der Universitätsklinik für Neurologie vertrauen. Sie spielt eine weltweit führende Rolle in der Epilepsiebehandlung: Die Neurologie ist österreichweit das einzige Expertisezentrum für seltene und komplexe Epilepsien und auch Teil des EU-weiten Referenznetzwerks EpiCARE, in dem sich Spitzenmedizinerinnen und-mediziner und Forschende in ganz Europa austauschen. In Österreich ist die Neurologie ein Taktgeber in der Behandlung von Schlaganfällen. Mit der Errichtung einer interventionellen Schlaganfallversorgung gemeinsam mit der Neurochirurgie und der Neuroradiologie können Patientinnen und Patienten rund um die Uhr auf höchstem Niveau versorgt werden. Um diese Techniken erfolgreich weiterzuentwickeln, errichtete die Neurologie ein eigenes Forschungsinstitut für experimentelle Neurointervention. Die Neurologie ist auch Teil des Zentrums für kognitive Neurowissenschaften an der Paris Lodron Universität, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die komplexen Vorgänge des Gehirns zu entschlüsseln: Was bedeutet Bewusstsein? Was bedeutet Gedächtnis?
Die neurologische Intensivstation, die Wachkoma- und Querschnittstation ebenso wie das interdisziplinäre MRI-Institut und die Magnetenzephalographie-Einheit bieten Diagnose und Therapie auf Spitzenniveau.

Durch den steigenden Anteil der älteren Bevölkerung um 15 Prozent in den nächsten fünf Jahren ist mit einer deutlichen Zunahme von Schlaganfällen und Folgeerkrankungen wie Demenz, Depression und Epilepsie zu rechnen. Schlaganfälle sind die zweithäufigste Todesurasche weltweit und häufigster Verursacher von bleibenden Behinderungen im Alter. SALK-Geschäftsführer Dozent Paul Sungler betont: „Ganz besonders wichtig ist die Entwicklung der Neurologie als Zukunftsfach, da wir mit einer Zunahme der großen neurologischen Erkrankungen Schlaganfall, Demenzen und Epilepsien zu rechnen haben, die sich ganz klar aus der Bevölkerungspyramide ergibt“.

Auch in Zukunft soll der an der Neurologie Salzburg herrschende innovative Geist helfen, Behinderung zu verhindern und Gesundheit zu schaffen. „Denn erstklassige medizinische Versorgung verursacht nicht nur hohe Ausgaben, sondern schafft auch einen Wert durch die erfolgreiche Therapie“, ist Eugen Trinka überzeugt. So hilft sie, abgesehen vom gesundheitlichen Nutzen der Patientinnen und Patienten, indirekte Kosten etwa durch Arbeitsunfähigkeit oder Pflegeaufwand zu verhindern.

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit 6.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 73.000 vollstationäre, 9.000 tagesklinische und 940.000 ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus und Campus Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit und Tamsweg.

 

Bei Rückfragen:
Wolfgang Fürweger
Leiter Unternehmenskommunikation
+ 43 676 8997 20012

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