Finanzielle Abgeltung für zusätzliche Belastung im Covid-Spital
Finanzielle Abgeltung für zusätzliche Belastung im Covid-Spital

Finanzielle Abgeltung für zusätzliche Belastung im Covid-Spital

Salzburger Landeskliniken haben transparentes Gehaltsmodell umgesetzt

„Das Corona-Virus stellte das Gesundheitssystem im Bundesland vor große Herausforderungen. Als größter Arbeitgeber Salzburgs haben wir bereits vor Wochen rasch und unbürokratisch reagiert und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Bereich, in der Pflege und den anderen Gesundheits- und Administrationsberufen im Covid-Bereich ein transparentes Gehaltsmodell umgesetzt“, erklärt SALK-Geschäftsführer Paul Sungler.

Für medizinisches Personal im Covid-Bereich (rund 70 Personen) wurden auf Wunsch der Ärztinnen und Ärzte Schichtmodelle mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 48 Stunden eingeführt. Trotz großer Arbeitsbelastungen zeigen die Rückmeldungen eine hohe Zufriedenheit der medizinischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Gründe dafür: Freiwilligkeit der Arbeit im Covid-Bereich, spezielle Schulungen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und großes wissenschaftliches Interesse.

Über ein abgestuftes Zulagenmodell, das seit 1. April gilt, werden Tag- und Nachschichten gesondert abgegolten. Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung erhalten pro Zwölf-Stunden-Tagschicht 60 Euro brutto und pro Zwölf-Stunden-Nachtschicht 100 Euro zusätzlich. Für Fachärztinnen und -ärzte sind es 80 bzw. 120 Euro brutto, Oberärztinnen und -ärzte erhalten 100 bzw. 140 Euro brutto pro Schicht. Über drei Monate gerechnet werden inklusive Dienstgeberbeiträge je nach Belegung im Covid-Bereich maximal rund 385.000 Euro zusätzlich für das medizinische Personal bezahlt.

Für Pflegekräfte im Covid-Bereich (rund 200 Personen) wurde ebenfalls mit Anfang April ein Zulagensystem eingeführt. Diplomierte Kräfte erhalten angelehnt an ein Zulagensystem 400 Euro im Monat, für die Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz gibt es 200 Euro im Monat. Die Differenz ergibt sich daraus, dass im Covid-Bereich die sachliche und fachliche Verantwortung und Führung wesentlich stärker als auf den Normalstationen bei den diplomierten Kräften liegt. Diese Zulagen sind aufgrund der Vorgaben der Bundesregierung bis zu 3000 Euro pro Person steuerfrei. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Intensivstationen gibt es zudem eine gesetzliche Zulage, die in etwa der Höhe der Bonuszahlung (rund 400 Euro im Monat) entspricht. Insgesamt werden für die Covid-Pflege über einen Zeitraum von drei Monaten inklusive Dienstgeberbeiträgen knapp 520.000 Euro extra aufgewendet. Auch im Pflegebereich ist die Zufriedenheit aufgrund der Freiwilligkeit sehr hoch.

 „Als Dienstgeber sind wir uns der hohen Belastung bewusst, der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Covid-Bereich ausgesetzt sind. Vor allem aber sehen wir den großen Einsatz des medizinischen Personals und der Pflegekräfte, den wir auf einer fairen Basis finanziell abgelten“, betont Sungler. Auch die übrigen Gesundheits- und Administrationsberufe erhalten nach Absprache mit dem Betriebsrat abgestufte Zulagen.

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) versorgen als größter Gesundheitsanbieter Salzburgs mit 6.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als 73.000 vollstationäre, 9.000 tagesklinische und 940.000 ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr. Sie bestehen aus dem Uniklinikum Salzburg mit dem Campus Landeskrankenhaus und Campus Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg und den Landeskliniken in Hallein, St. Veit und Tamsweg.

Bei Rückfragen:

Wolfgang Fürweger
Leiter Unternehmenskommunikation & Marketing
+ 43 676 8997-20012

 

 

 

 

 

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Bilder

Seit 1. April gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Covid-Haus am Uniklinikum Campus LKH ein transparentes Zulagensystem. Bild: SALK
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