„Setze dir Ziele und versuche, diese zu erreichen.“ Nach diesem Leitsatz lebt und arbeitet der Sportwissenschaftler und Doktor der medizinischen Wissenschaft (PMU), Bernhard Reich. Der 38-Jährige betreibt seit Kindheitstagen viel Sport. Mit elf Jahren bestritt er sein erstes Radrennen, seit fünf Jahren hat er Gefallen am Laufen gefunden und legt in seiner Freizeit schon mal einen Ultramarathon von bis zu 55 Kilometern zurück. Neben Leistungssportlern betreut er am Universitätsinstitut für präventive und rehabilitative Sportmedizin auch viele Herzpatienten. „Das Tolle ist, dass wir hier alle Altersgruppen trainieren. Mein jüngster Patient war erst 18 Jahre alt“, betont der Salzburger, wie wichtig Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind. So legt Reich seinen Arbeitsweg von zwölf Kilometern großteils laufend oder mit dem Rad zurück. Ebenso ist Sport sein persönlicher Ausgleich nach der Arbeit. Umso verwunderlicher scheint es, dass sein Lieblingsessen der Kaiserschmarren ist. „Das heißt aber nicht, dass ich ihn oft esse“, fügt er augenzwinkernd hinzu. 

Sein Tätigkeitsfeld an den Salzburger Landeskliniken erstreckt sich über vier Bereiche:

  • Sportmedizin. Angeboten wird eine professionelle Untersuchung für sportlich Aktive und die, die es werden möchten – egal ob Hobbysportler oder Olympiasieger, Vereinsmitglied oder nicht. „Jeder kann kommen“, begrüßt Bernhard Reich auch alle sportlich Interessierten, die sich durchchecken lassen möchten. Es werden auch Tauchtauglichkeitsuntersuchungen sowie Sporttauglichkeitsuntersuchungen für Schulen durchgeführt. Neben der Kontrolle der Lungenfunktion, der Durchführung des Ruhe-EKGs sowie der gründlichen körperlichen Untersuchung einschließlich des Bewegungsapparats bildet die Belastungs-Ergometrie das Kernstück der Arbeit. Um kardiologische Erkrankungen bestmöglich ausschließen zu können, werden die Sportler – egal Freizeitsportler, Weltmeister oder Patient – auf dem Laufband oder am Fahrrad bis an ihr Maximum belastet, um verlässliche Aussagen zur Gesundheit treffen und somit größtmöglichen Schutz beim Sport geben zu können. Überdies steht das Team Sportlern des Olympiazentrums Salzburg-Rif für Untersuchungen und Fragen jederzeit zur Verfügung. Und: Jährlich werden die Männer und Frauen der Berufsfeuerwehr gecheckt.
     
  • Betriebliche Gesundheitsförderung. Seit 2016 ist das Institut damit beauftragt, die Betriebliche Gesundheitsförderung der Salzburger Landeskliniken zu organisieren. „Wir haben ein umfassendes Programm – von Nordic Walking über Yoga und Schwimmen bis hin zum Ausdauer- und Krafttraining in den Räumlichkeiten des Instituts vor und nach der Arbeit“, zählt der gebürtige Salzburger auf. So kann jeder SALK-Mitarbeiter eine sportmedizinische Untersuchung durchführen lassen, Trainingsempfehlungen mitnehmen und an den Trainings teilnehmen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum, sodass dort Seminare zu unterschiedlichsten Gesundheitsthemen besucht werden können. „Dank der Unterstützung durch Geschäftsführer Dozent Paul Sungler ist es gelungen, als eines der wenigen Krankenhäuser in Österreich die Zertifizierung ,Rauchfreies Krankenhaus‘ in Silber zu erhalten“, lobt Reich die Kampagne.
     
  • Wissenschaft. „Wir sind ein Universitätsinstitut für präventive- und rehabilitative Sportmedizin der PMU und haben auch ein Forschungsinstitut für molekulare Sport- und Rehabilitationsmedizin. Seit vergangenem Herbst ist unser Primar, Professor Josef Niebauer, auch Leiter des neuen Ludwig-Boltzmann-Instituts für digitale Gesundheit und Prävention, was auch für unsere Forschung eine ideale Kombination bedeutet“, erklärt Bernhard Reich. Und ergänzt: „In erster Linie soll zunächst kardiologischen Patienten geholfen werden, ihre Bewegungsziele zu erreichen. Dies soll durch neueste digitale Technologien gelingen.“
     
  • Ambulante Reha. Mit der Inbetriebnahme des größeren Rehabilitationszentrums im Haus A (Chirurgie West) am Uniklinikum Campus LKH ab Herbst können nicht nur Patienten aller internistischen Erkrankungen, sondern auch Krankheiten des Bewegungs- und Stützapparates rehabilitiert werden. „Nach Entlassung aus dem Akut-Spital kommen unsere Patienten in den ersten sechs Wochen im Rahmen der Reha Phase 2 drei Mal wöchentlich zum intensiven Ausdauer- und Krafttraining sowie zu unseren Schulungen. Dabei umfasst das ambulante Angebot dieselben Inhalte wie die stationäre Rehabilitation, die neben körperlichem Training die Ernährungsschulung, Rauchentwöhnung sowie psychologische Betreuung einschließlich Entspannungsschulung beinhaltet“, erläutert der Sportwissenschaftler den Ablauf nach der Bewilligung der Reha durch die Kasse. Danach werden die Patienten in der Phase 3 bis zu einem Jahr wöchentlich weiterbetreut. Der Schwerpunkt dabei liegt auf dem Ausdauer- und Krafttraining.

Weitere Facts

  • Bernhard Reich ist im Dezember 1981 in Salzburg geboren und lebt in Hallein-Rif. 
  • Maturiert hat er im Jahr 2000 bei den Herz-Jesu-Missionaren in Liefering.
  • Anschließend folgte das Studium der Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Trainingswissenschaften, ehe er zum Bundesheer einberufen wurde.
  • Zusätzlich hat Reich vier Semester Psychologie studiert (auch hier lag der Schwerpunkt beim Sport).
  • Nach dem Studium war er drei Jahre lang bei Red Bull als Konditions-Trainer von Formel 1-Nachwuchssportlern tätig. In einer Saison waren vier seiner Sportler in den Red Bull Formel 1 Teams im Einsatz.
  • Intern wechselte er schließlich zu den Eishockey-Bundesliga-Profis, welche damals auch die Meisterschaft gewannen.
  • Im Juni 2013 verließ Bernhard Reich den Leistungssport und wechselte in die Sportmedizin. Dazu musste er den Trainingstherapeuten absolvieren.
  • In den vergangenen Jahren hat er überdies an der PMU den Ph.D. für medizinische Wissenschaft gemacht. Thema: Körperliche Aktivität und Training in Prävention und Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen: Effekte auf das Risikoprofil.
  • Reich ist verheiratet und hat zwei Töchter (zehn und zwölf Jahre alt).
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