„Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen“, sagt Marc Baumann, Oberarzt an der Uniklinik für Anästhesiologie & Intensivmedizin am Uniklinikum Salzburg. Er ist aber nicht nur erfahrener Anästhesist, sondern auch der Leiter des Intensivmedizinischen Simulationstrainings im Clinical Research Center (CRCS) der Salzburger Landeskliniken und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Die Idee für die Covid-Simulation („STICS“ – Schutz vor Traumatisierungen und Infektionen durch COVID-Simulation) entstand nach der ersten COVID-Phase. „Bei unserem Qualitäts- und Riskmanagement sind viele Meldungen darüber eingegangen, wo es Probleme gab.“ Mit diesem Wissen wurde das spezielle Simulationstraining entwickelt. „Es ist sehr unterschiedlich zu den eigentlichen Simulationen. Es findet natürlich hauptsächlich online statt und ist ein Forum für Ärzte und Pflegende, um sich auszutauschen. Es geht dabei sowohl um medizinische Probleme als auch psychologische Fragestellungen, aber auch um logistische Herausforderungen. Wir haben es geschafft, aus allen Bereichen erfahrene Experten zu bekommen, also Intensivmediziner, Intensivpflegende, Psychologen und Hygiene- und Infektionsexperten.“

Die Teilnehmer werden mit „echten“ Fällen konfrontiert und erarbeiten gemeinsam eine Lösung. „Wir machen das in einer so genannten Stop-and-Go-Simulation. Das heißt, wir präsentieren den Fall, halten dann an und diskutieren und besprechen die Ereignisse. So wird das mit mehreren Fällen unter verschiedenen Aspekten gemacht.“

Die Beispiele sind vielfältig und beinhalten unter anderem auch den Umgang mit Konflikten innerhalb des Teams genauso wie die Verarbeitung dramatischer Erlebnisse mit den Patienten oder auch Fragen bezüglich der Hygienevorschriften. Seit Mitte November 2020 haben zehn dieser Trainings stattgefunden, mit jeweils 10 bis 15 Teilnehmern.

Ausgleich findet der gebürtige Kölner Marc Baumann beim Canyoning oder Skitourengehen. „Die Berge waren für mich damals auch ein Grund, mich in Salzburg zu bewerben. Das ist mittlerweile schon 15 Jahre her.“ Heute lebt der Vater von drei Kindern in einer Beziehung mit einer Intensivpflegerin der Salzburger Landeskliniken, die ebenfalls Teil des Simulationsteams ist.

Die im November 2007 gegründete Clinical Research Center Salzburg GmbH ist österreichweit eines der ersten Beratungszentren für klinische Studien und Betreiber des Medizinischen Simulationszentrums Salzburg. Mit einem jeweils 50-prozentigem Beteiligungsverhältnis sind sowohl die Salzburger Landeskliniken, als auch die Paracelsus Medizinische Privatuniversität gleichberechtigte Gesellschafter. Damit kann externen Auftraggebern ein direktes Hand-in-Hand zwischen klinischem Betrieb und Forschung geboten werden.

Weitere Facts

  • Marc Baumann lebt und arbeitet seit 2005 am Uniklinikum Campus LKH
  • Ist Oberarzt an der Uniklinik für Anästhesiologie & Intensivmedizin.
  • Leitet das Intensivmedizinische Simulationstraining.
  • In Köln geboren.
  • Vater von drei Kindern.
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