Zwei große Bildschirme über den durch Plexiglas getrennten Arbeitsplätzen, einer für die technischen Alarme, einer für medizinische Notfälle, welche hier SALK-weit bearbeitet werden, verleihen der Telefon- und Alarmzentrale ihr besonderes Gepräge. Etwa 4500 medizinische Alarme gehen pro Jahr ein, bis zu 3500 Telefongespräche täglich werden vermittelt. „In COVID-Zeiten waren es schon einmal 6500 Anrufe. Wir haben sie einen nach dem anderen abgearbeitet, viele stornierte Termine, allgemeine Anfragen und Klagen sind da dabei. Zu Weihnachten wollten viele wegen des Besuchsverbotes mit ihren kranken Angehörigen telefonieren. Man muss sich da in die Leute hineinfühlen, die meist in einer Ausnahmesituation sind“, so Gertraude Baueregger, die seit 25 Jahren in der Telefonzentrale tätig ist. Die Arbeit sei immer interessant, der Zusammenhalt des Teams groß. Dieses besteht aus neun Damen und einem Herrn unter der Leitung von Burghard Oberreßl, Leiter der Kommunikationstechnik im Managementbereich Technik, Bau und Liegenschaften - Elektrotechnik, in allen Fragen ein hilfsbereiter Ansprechpartner.

24 Stunden 7 Tage pro Woche sind vier bis fünf Mitarbeiter untertags anwesend und vernetzen den Uniklinikum-Campus LKH bzw. CDK mit der Außenwelt und die Stellen untereinander. In der Nacht, samstags, sonntags und feiertags kommen auch St. Veit, Hallein und Tamsweg dazu, dies bewältigt dann eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter. Zusätzlich gibt es an diesen Tagen und in den Randzeiten Rufbereitschaften. Gearbeitet wird im Schichtdienst, wobei hier die Anzahl der diensthabenden Mitarbeiter dem Anrufvolumen angepasst ist. Technische Alarme – bis zu 3600 pro Jahr – sind hauptsächlich Aufzugsalarme, Alarme von Systemüberwachungen oder Feueralarme, die an die zuständigen Stellen weitergegeben werden. „Meist handelt es sich in den Aufzügen um Fehlalarme, da hat sich dann wer ‚verdruckt‘“, schmunzelt Gertraude Baueregger, die direkten Sprachkontakt mit den Liftinsassen hat. Diese Alarme werden an die Technikabteilung weitergegeben, die rund um die Uhr einen technischen Journaldienst eingerichtet hat. Medizinische Alarme gehen je nach Art des Notfalls bzw. Standort an unterschiedliche Personengruppen, welche über das Alarmsystem ausgewählt und alarmiert werden.

„Da hilft mir meine positive Grundeinstellung, die Dinge so zu nehmen wie sie sind, und der große Zusammenhalt im Team. Eine besondere Freude ist es, wenn jemand noch einmal anruft und sich für ein Gespräch bedankt.“ Schließlich ist das erste Telefonat für den Anrufer wie eine Visitenkarte. Als sie sich nach ihren Schul- und Lehrjahren und einer ersten beruflichen Tätigkeit in Salzburg auf die freie Stelle in der Telefonzentrale bewarb, wusste sie, dass sie hier in ihrem Element ist. Jeder Tag anders, jeder interessant, „und man arbeitet mit Menschen, denen man behilflich sein kann“, betont sie. Freilich ist der Ton manches Anrufers nicht immer freundlich, vielleicht sogar harsch, aber das dürfe man nicht persönlich nehmen, da die Leute vielfach unter Druck stünden, sei es aus Sorge um einen Angehörigen oder wegen eigener gesundheitlicher Probleme.

„Ich bin stolz und dankbar, in diesem Team seit 25 Jahren zu arbeiten“, sagt die Steirerin und wird mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Frühjahr in Pension gehen. Ihre Patchworkfamilie mit mittlerweile sieben Enkeln wartet auf sie. Mehr Zeit wird dann auch für‘s Sporteln in der Natur, Mountainbiken und Berggehen bleiben. „Ich bin grundsätzlich ein dankbarer Mensch und versuche immer, den Dingen ihre positive Seite abzugewinnen.“ Man sieht es Gertraude Baueregger an.

Weitere Facts

  • Aufgewachsen in Dietersdorf bei Feldbach in der Steiermark
  • Zweijährige Frauenfachschule und Lehre als Verkäuferin
  • Lebt mit ihrer Patchworkfamilie in einem Haus mit Garten in Wals
  • Ein Sohn und drei angeheiratete Töchter sowie sieben Enkerl
  • Singt im Volksliedchor von Wals
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