Vor 30 Jahren war Martina Voith maßgeblich am Aufbau der Krankenhaushygiene im Uniklinikum LKH beteiligt. Das Thema Hygiene ist durch Zufall zu der Diplompflegerin gekommen. „Ich habe nach meiner Ausbildung, die ich 1981 in Leoben abgeschlossen habe, 1983 auf der Wasserbettenstation der heutigen Uniklinik für Dermatologie im Landeskrankenhaus zu arbeiten begonnen. Im Rahmen einer Schulung wurde ich auf die damals noch dreijährige Ausbildung zur Hygienefachkraft aufmerksam.“ Die gebürtige Steirerin entschied sich für diesen Weg und damit für eine Wende in ihrem Berufsleben. „1991, also vor 30 Jahren, habe ich dann hier im Landeskrankenhaus als erste Hygienefachkraft in der Abteilung für Hygiene und Arbeitsmedizin unter der Leitung von Dr. Josef Rücker begonnen, die Krankenhaushygiene aufzubauen begonnen.“ Was heute selbstverständlich ist, steckte damals noch in den Kinderschuhen. „Wir haben zum Beispiel die aldehydhaltigen Desinfektionsmittel abgeschafft und gegen verträgliche, mitarbeiterfreundliche ausgetauscht, das war eines meiner ersten großen Projekte“, erzählt Martina Voith.

„Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit ist das Erstellen von Richtlinien zum richtigen Umgang mit infektiösen Patienten. So wissen die Mitarbeiter zu jeder Tages- und Nachtzeit, wie sie beim Auftreten dieser Fälle reagieren müssen. Auch die multiresistenten Erreger und neu aufgetretene Erkrankungen wie SARS, Ebola und zuletzt COVID-19 haben mich in der Hygiene gefordert.“  Auch die Beschaffung und Beurteilung hygienerelevanter Produkte gehört zu den Kernaufgaben der Krankenhaushygiene. „Wir sehen uns als wesentlichen Bestandteil der medizinischen Qualitätssicherung, sowohl im Bereich der Prävention wie auch der Überwachung und Erfassung von Krankenhausinfektionen.“

Das vergangene Jahr war für Martina Voith eine besondere Herausforderung. „Als Mitglied des Krisenstabes war ich quasi Tag und Nacht im Einsatz. Es mussten innerhalb kürzester Zeit verschiedene Kliniken umgesiedelt werden, um das COVID-Haus zu realisieren. Auch bei der Beschaffung und Bewertung der persönlichen Schutzausrüstungen wie Masken, Schutzmäntel und Testmaterial war ich stark eingebunden. Für uns alle war COVID-19 in jeder Hinsicht eine neue und große Herausforderung.“

Wenn Martina Voith dieses Jahr ihren wohlverdienten Ruhestand antritt, dann möchte sie am liebsten viel Zeit mit Sonne, Sand und Meer verbringen. „Mein Traum ist und bleibt Hawaii. Dreimal war ich schon dort. Sobald es Corona bedingt wieder möglich ist, möchte ich den Aloha-Flair wieder genießen “, schwärmt sie. Sonst verbringt sie ihre Freizeit gerne mit Spaziergängen in den Bergen, beim Walken oder einfach mit einem guten Buch.

Weitere Facts:

  • Geboren in Leoben/Stmk
  • Seit 1983 in Salzburg
  • Seit 1991 in der Krankenhaushygiene tätig
  • Diplomkrankenpflegerin mit Sonderausbildung zur Hygienefachkraft
  • Hat eine 26-jährige Tochter, die Polizistin ist und in Saalfelden lebt.
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