Seit ihrer Jugend war für Verena-Katrin Buchner klar: „Gesundheits- und Krankenpflegerin, das wird’s!“ Zwar war der Weg dorthin, wie sie selbst sagt, ein holpriger, aber 2007 schloss sie dann ihre Traumausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin am BFI Salzburg ab. Nach einem Jahr im Pflegeheim wechselte sie 2008 in den Uniklinikum Campus Christian-Doppler-Klinik, auf die Neurorehabilitation/Querschnitt/Wachkoma-Station B.

Mit der Unterstützung der Station holte Verena-Katrin Buchner ihre Matura nach und entschied sich, an der Fachhochschule Salzburg berufsbegleitend den Bachelor für Krankenpflege zu machen, welchen sie im September 2020 erfolgreich absolvierte. Der motivierte Plan für die Zukunft beinhaltet infolgedessen das Masterstudium der Pflegewissenschaft an der Paracelsus Medizinischen Universität ab April dieses Jahres.

Die Station B Neurorehabilitation/Querschnitt/Wachkoma der Uniklinik für Neurologie, neurologischen Intensivmedizin und Neuroreha liegt am Campus Christian-Doppler-Klinik eingebettet zwischen den neurologischen Akutstationen, der neurologischen und neurochirurgischen Intensivstation sowie der Stroke Unit – der Akutversorgung bei Schlaganfällen. Hier werden hauptsächlich Patientinnen und Patienten mit Querschnittslähmung, im Wachkoma nach schweren Gehirnblutungen oder Schädel-Hirn-Traumen betreut oder sie erhalten eine Akutnachsorge nach Schlaganfällen.

Aufgrund der unterschiedlichen Defizite der verschiedenen Krankheitsbilder umfasst die pflegerische Versorgung ein breites Spektrum an individuellen Behandlungskonzepten. Der Fokus der gesamten Versorgung liegt auf der multiprofessionellen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Mitgliedern des Behandlungsteams. Zu diesem gehören neben der Pflege sowie Ärztinnen und Ärzten auch Physio-, Logo- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Diätologinnen und Diätologen, aber auch Neuropsychologinnen und -psychologen und der Sozialdienst. Pflegevisiten, ernährungsmedizinische Besprechungen und regelmäßige Therapiebesprechungen zur Evaluation der aktuellen Betreuungskonzepte sowie die Planung der Weiterversorgung nach dem Stationsaufenthalt gehören zu den Aufgaben des gesamten Teams.

Die Patientinnen und Patienten haben zum Teil sehr lange Verweildauern von bis zu zwölf Monaten auf der Station. Oft handelt es sich um junge Menschen mit Familien. „Manchmal betreut man Patientinnen und Patienten, die jünger sind als man selbst“, so Verena-Katrin Buchner. „Alle diese Schicksale sind furchtbar tragisch. Hier ist es wichtig, die persönliche Resilienz zu fördern und zu stärken“, erzählt sie weiter und beschreibt es als täglichen Lernprozess.

Sie ist da, um die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. „Mitgefühl ist genauso wichtig wie der professionelle Umgang mit den individuellen Schicksalen, um den Kummer der betroffenen Familien nicht mit nach Hause zu nehmen, auch wenn mich die Geschichten dahinter nicht kalt lassen“, gibt sie zu bedenken und betont die Wichtigkeit, während der gesamten beruflichen Laufbahn an der eigenen Reflexionsfähigkeit und an den eigenen Widerstandskräften zu arbeiten.

Die Salzburger Landeskliniken bieten allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie das Gefühl haben, dass die eigene physische und psychische Belastungsgrenze erreicht wurde. Ansprechpartner ist hier die Koordinationsstelle für Supervision mit Mag. Dr. Kaiser Andreas MSc, erreichbar unter der DECT-Nr. 56691 (nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Landeskliniken).

Weitere Angebote, um den notwendigen Ausgleich zur Arbeit zu finden, bietet die betriebliche Gesundheitsförderung der Salzburger Landeskliniken (BGF) mit einem umfangreichen Programm zur Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz (https://salk.at/14397.html).

Vor allem die Arbeit mit den Wachkomapatientinnen und -patienten liegt Verena-Katrin Buchner sehr am Herzen. Eine verbale Kommunikation ist in den wenigsten Fällen möglich, weshalb auf alternativen Wegen versucht wird, sich nonverbal mit den Menschen zu verständigen. Hier ist besonderes Gespür gefragt. Die inzwischen studierte Pflegerin sieht es als ihre persönliche Pflicht, darauf zu achten, dass ihre Schützlinge durch ihre Pflege einen so guten Tag wie möglich haben.

Weitere Facts:

  • Die Station B Neurorehabilitation/Querschnitt/Wachkoma umfasst aktuell 14 Betten, wovon fünf Überwachungseinheiten mit Monitoring zur Verfügung stehen.
  • Verena-Katrin Buchner ist eine gebürtige Salzburgerin, hat ihre gesamte schulische und berufliche Laufbahn hier verbracht und liebt die Natur in den Bergen zum Wandern.
  • Kochen für ihre beiden Kinder und ihren Mann, beziehungsweise einfach mal einen guten Krimi oder Fantasy-Roman lesen, helfen der Gesundheits- und Krankenpflegerin beim Abschalten nach einem langen Arbeitstag.
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