„Ich wollte nie etwas Anderes werden als Krankenpflegerin. Seit meiner Kindheit. Ich habe mir überhaupt keine Alternative dazu überlegt.“ Marion Ramsbacher ist diplomierte Pflegekraft und seit 2001 in der Landesklinik Tamsweg tätig. Gemeinsam mit einer zuständigen Ärztin und zwei Vertretungen betreut sie die Wundambulanz. Die Chance, diese Spezialambulanz aufzubauen bekam Marion Ramsbacher im Jahr 2016, als das Krankenhaus Tamsweg in den Verbund der Salzburger Landeskliniken aufgenommen wurde. „Wir wurden von der erfahrenen Wundmanagerin Gerlinde Wiesinger aus dem Uniklinikum Salzburg eingeschult und beraten. Für uns war es toll, die gemeinsamen Synergien gleich nutzen zu können und so die medizinische Versorgung weiter zu optimieren.“ Bei der Wundversorgung geht es vor allem um chronische Wunden, postoperative Wundheilungsstörungen, Wunden im Rahmen der Chemo- und Radiotherapie, diabetisch bedingte Wunden, Fistelleiden oder auch Wunden als Folge von Inkontinenz.

„Wir begleiten die Patientinnen und Patienten durch die gesamte Versorgungsstruktur inklusive Therapieplan. Dies erfolgt im multiprofessionellen Team im Haus als auch extern mit Hausärzten, Physiotherapeuten, Orthopäden, Ernährungsberatungen und auch den Angehörigen. Dadurch wird eine „Überversorgung“ des Patienten vermieden und ein individueller Behandlungsplan umgesetzt. „Durch eine SALK-übergreifende Dokumentation der Wundversorgung und Krankengeschichte weiß jeder, wie er die Behandlungen fortführen muss. Der Patient ist dadurch adäquat versorgt.“

Die Wundversorgung war für Marion Ramsbacher nicht neu. Denn bis zur Eröffnung der Ambulanz, war sie auf der chirurgischen Abteilung tätig, dementsprechend war die Wundversorgung immer Teil ihrer Tätigkeit. „Ich betreue ja nach wie vor alle Patienten im Haus. Die ambulanten Patienten werden zugewiesen.“ Oberstes Ziel ist, die Ursache der Wunde abzuklären, eine genaue Diagnosestellung und die Erstellung eines einheitlichen Therapieplanes. „Und dazu haben wir SALK-weit optimale Möglichkeiten.“

Die Pflegerin aus Leidenschaft ist neben der Wundversorgung auch für Patienten mit Stomata zuständig. „Ich leite die Patienten und/oder ihre Angehörigen für den Versorgungswechsel an und mache auch die Nachsorge ambulant.“ Nicht immer ist es für die Betroffenen leicht, mit der neuen Situation umzugehen. „Hier ist ganz viel Beratung, aber auch Zuhören gefragt. Ziel ist es auf alle Fälle, dass sich die Patienten selbst versorgen können.“

Fragt man Marion Ramsbacher wie groß ihr Team ist, erhält man eine erstaunliche Antwort: „Riesengroß! Denn es besteht eigentlich aus allen Mitarbeitern der Landesklinik Tamsweg, wenn nicht sogar der gesamten SALK. Und dann kommen noch die externen Dienste, wie Hauskrankenpflege oder Seniorenwohnheime hinzu. Die Betreuung dieser Patienten kann nur im interdisziplinären Team erfolgen. Langweilig wird es nie!“, erzählt die Wundmanagerin begeistert.

Und obwohl sie ihren Traumberuf ausübt, freut sie sich, ihre Freizeit mit ihrer Familie verbringen zu können. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und den beiden Töchtern verbringt sie viel Zeit im Grünen. Je nach Saison beim Skifahren, Schneeschuhwandern, Mountainbiken oder Wandern. „Außerdem habe ich ein Haus mit Garten. Da gibt es immer etwas zu tun.“

Die Landesklinik Tamsweg ist seit ihrer Eröffnung im Jahr 1908 für die Basisversorgung des Lungaus und angrenzender Regionen zuständig und fester Bestandteil der regionalen Infrastruktur. Seit 2016 ist sie Mitglied der „SALK-Familie“. Die vollständige Generalsanierung inklusive neuem Hubschrauberlandeplatz wurde 2020 abgeschlossen. Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier für die Gesundheit der Lungauer Bevölkerung tätig.

Weitere Facts

  • Seit 2001 diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Landesklinik Tamsweg
  • Verheiratet und zwei Töchter (Lena,13, und Hanna, 9)
  • 2016 Eröffnung der Wund- und Stoma-Ambulanz in Tamsweg
  • Akademisch geprüfte Wundmanagerin, Kontinenz- und Stomaberaterin
  • Lebt in Kärnten
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