Die Pflege war für Michael Spitzwieser schon immer ein Thema bei Tisch, da zwei seiner Tanten und seine Oma, welche allesamt in der Pflege tätig sind, oft aus ihrem Arbeitsalltag erzählten. „Der Zivildienst hat mich dann endgültig bewogen, beruflich in die Pflege zu gehen.“ Seiner Ausbildung begann er 2017 an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Braunau. Im dritten Ausbildungsjahr wechselte Michael Spitzwieser nach Salzburg, an die Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Salzburger Landeskliniken. Schon damals war ihm klar: Das Ziel war ein vertiefender Einblick ins klinische Praxisfeld der Pflege an einem Zentralkrankenhaus.

Dass pandemiebedingt alles anders wird, wurde Michael Spitzwieser rasch klar. Bereits während der Ausbildung mussten Praktika verschoben und zum Teil sogar gestrichen werden und die Auszubildenden wurden gefragt, ob sie bereit wären, bei der Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen. Alle leisteten daraufhin ihren Beitrag und halfen in dieser herausfordernden Zeit zusammen. Dies verlangte zum Teil viel Kreativität und Improvisationsgeschick.

Voller Motivation fing Michael Spitzwieser dann am 1. Oktober 2020, einen Tag nach Erhalt seines Diploms zum Gesundheits- und Krankenpfleger, auf der Station CW 2A an der Uniklinik für Chirurgie im Haus A (Chirurgie West) am Uniklinikum Salzburg zu arbeiten an. Seine Karriere begann also zeitgleich mit der zweiten COVID-Welle.

„Durch die zweite Welle war die Einlernzeit für mich sehr speziell und auch fordernd“, erzählt er. „Fehlendes Personal, Krankenstände und Stress durch den Mehraufwand der coronabedingte Maßnahmen machten die Zeit turbulenter als geplant.“ Der frisch diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger sah dies allerdings als Chance, bemühte sich umso mehr und erarbeitete sich gefordertes Wissen auch abends nach der Arbeit im Selbststudium.

Allein fühlte er sich dennoch nie, auch wenn der Sprung fast direkt ins kalte Wasser ging. Alle Kolleginnen und Kollegen im Team, sowohl pflegerischer als auch ärztlicherseits, hatten immer ein offenes Ohr für ihn und unterstützen ihn, wo immer er Hilfe benötigte. „Die Mühe und der Einsatz haben sich gelohnt und rückblickend bin ich auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich diese Zeit so gut geschafft habe“, verrät Michel Spitzwieser und betont gleichzeitig, wie gut er sich im Team integriert fühle.

Was den jungen Braunauer besonders an der Station gefällt, ist die Bandbreite des Faches Chirurgie. Kein Tag ist wie der andere, selbst ein- und dasselbe Krankheitsbild kann ganz unterschiedliche Maßnahmen erfordern. Die Station CW 2A ist vor allem auf Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) und interventionelle Endoskopie spezialisiert und versorgt beispielsweise Patienten vor und nach operativen Eingriffen wie Appendektomie (Bilddarm-Entfernung), Cholezystektomie (Gallenblasen-Entfernung), Hemikolektomie (Teilentfernung eines Dickdarm-Abschnitts) aber auch Eingriffe an der Schilddrüse sowie bei Karzinomen der Pankreas (Bauchspeicheldrüse), des Ösophagus (Speiseröhre), der Leber oder Lunge.

Für Michael Spitzwieser ist dabei vor allem die onkopsychologische Begleitung der Patientinnen und Patienten ein großes Anliegen, da die Diagnosen für sie meist eine Veränderung ihres bisherigen Lebens bedeuten. Für die Zukunft möchte er sich auf diesem Gebiet spezialisieren, um die Betroffenen in dieser fordernden Lebenslage noch besser begleiten zu können.

Weitere Facts:

  • Michael Spitzwieser ist in Neukirchen bei Braunau aufgewachsen und zog aufgrund der beruflichen Möglichkeiten vor 1,5 Jahren nach Salzburg, um am Uniklinikum Salzburg zu arbeiten.
  • Privat ist er weiterhin bei der Rettung in Braunau aktiv, da seine Leidenschaft auch in der präklinischen Notfallversorgung steckt.
  • Als Ausgleich zur Arbeit ist der gebürtige Braunauer viel in den Bergen unterwegs, mit Vorliebe im hochalpinen Gelände, um dort für ein paar Tage den Trubel des Alltags zu entkommen. Sein größter Traum: Er möchte noch vor seinem 30. Geburtstag den Mont Blanc besteigen.
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