ECMO

Die Extrakorporale Membran Oxygenierung

Die Extrakorporale Membran Oxygenierung (ECMO) ist eine Technik, die es ermöglicht auf Intensivstationen oder während einer Operation die Atemfunktion (Gasaustausch: Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe) teilweise oder vollständig zu ersetzen. Diese Technik wurde erstmals im Rahmen einer Operation 1953 eines Erwachsenen sowie 1976 bei einem Neugeborenen erfolgreich durchgeführt. Heute wird diese Technik weltweit in allen Altersgruppen zielführend eingesetzt. 
Bei Neugeborenen kann es im Rahmen verschiedener Erkrankungen notwendig werden die Atemfunktionen zu ersetzen bis sich die Lunge erholt hat bzw. ausreift. In dieser Zeit kann die ECMO als Brücke zum Leben gesehen werden. 

Gründe für den Einsatz dieser Technik können ursächlich sein:

  • Beeinträchtigtes Lungenwachstum bzw. Lungenreifung bei Geburt (z.B. bei angeborener Zwerchfellhernie, vermindertem Fruchtwasser u.a. bei angeborenen Nierenerkrankungen) 
  • Therapieresistenter Lungenhochdruck
  • Im Rahmen von schweren Infektionen mit Beteiligung der Lunge 
  • Eindringen von Flüssigkeiten wie Mekonium (Kindspech) in die Lunge des Neugeborenen (Meconiumaspiration).

Funktion der ECMO:
Es wird über einen Zugang (im Regelfall beim Hals) Blut aus dem Körper in eine Pumpe und eine Membran („künstliche Lunge“) geleitet, über welchen dann der Sauerstoff im Blut angereichert und das CO2 aus dem Blut ausgewaschen wird. Anschließend wird das Blut wieder zurück in den Körper geleitet. 

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