Wir über uns

Der Bereich Krisenintervention und Suizidprävention ist eine Station der Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Wir behandeln Menschen ab dem 18. Lebensjahr, die sich in schweren Lebensveränderungskrisen, traumatischen Krisen sowie suizidalen Krisen befinden. Eine Aufnahme ist dann vorteilhaft, wenn betroffene Menschen aufgrund des Schweregrades oder der Umstände ihres Krisenzustandes (z.B. akute Suizidalität, chronische Konfrontation mit dem Krisenauslöser im natürlichen Umfeld der PatientInnen) nicht ausreichend durch das ambulante Versorgungsnetz versorgt werden können.

Stationäre Suizidprävention

Therapieangebot

Hintergründe

Die Krisenintervention stellt das Behandlungskonzept der Wahl für Menschen in psychosozialen Krisen oder akuten suizidalen Krisen dar. Dabei liegt der Behandlungsfokus auf:

  • der emotionalen Entlastung
  • der Identifikation und Aufhebung des Krisenauslösers
  • der Bearbeitung von Krisenauslösern und Belastungsfaktoren
  • der Schaffung neuer Perspektiven
  • der Reaktivierung bestehender Ressourcen und der Arbeit an neuen Ressourcen/Bewältigungsmöglichkeiten
  • der Vorbereitung im Umgang mit künftigen suizidalen Krisen (z.B. Notfallplan)
  • der Durchführung einer ausführlichen Diagnostik
  • der Organisation einer adäquaten Weiterbehandlung (z.B.  ambulante Psychotherapie, fachärztliche Versorgung, verschiedene psychosoziale Institutionen, störungsspezifische stationäre und teilstationäre Therapieeinrichtungen, psychiatrische Rehabilitation,…)

Die Behandlung erfolgt in einem multiprofessionellen Team aus ÄrztInnen, PsychologInnen und/oder PsychotherapeutInnen, psychatrischen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, SozialarbeiterInnen, ErgotherapeutInnen und PhysiotherapeutInnen. Die Kriseninterventionsgespräche erfolgen dabei engmaschig.

Nicht-Ziele: Die Behandlung ist keine Psychotherapie und ersetzt auch keine solche. Wir können auch keine psychosomatische, suchtspezifische oder anderweitige längerfristige psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung anbieten. Wir helfen aber gerne bei der Auswahl und Organisation nötiger längerfristiger Behandlungen.

 

Voraussetzungen / Indikation

Unser Behandlungskonzept richtet sich an Menschen in Krisensituationen, d.h. Belastungssituationen, bei denen die vorhandenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichen. Die Krisen können verschiedener Natur sein: psychosozial (z.B. Trennung, Arbeitsplatzverlust), traumatisch (nach Extremereignissen) oder suizidal (Suizidgefährdung, Situation nach Suizidversuchen).

Grundvoraussetzung ist es, realistische, kurzfristige Ziele für die 3-14-tägige  Krisenintervention zu vereinbaren. Dazu ist ein gewisses Maß an Motivation zur Behandlung, Reflexionsvermögen und Gesprächsfähigkeit nötig.

Unser Behandlungskonzept ist aus diagnostischer Sicht geeignet für Krisen im Zusammenhang mit affektiven Erkrankungen, Neurotischen, Belastungs- und Somatoforme Störungen, Persönlichkeitsstörungen und unter gewissen Bedingungen auch für Abhängigkeitserkrankungen.

Ausschlusskriterien (Kontraindikationen) sind akute Selbst- oder Fremdgefährdung, aktuelle manische Episoden, starke kognitive Einschränkungen durch psychotische Erkrankungen  oder hirnorganische Störungen sowie eine im Vordergrund stehende Suchterkrankung, bei der die nötige Abstinenz für die Behandlung nicht möglich ist.

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