Einheit für Dermato-Chirurgie und Laserchirurgie

Leitung: OA Dr. Arno Hintersteininger

In den vergangenen 2 Jahren wurden 29.166 (23.518 ambulante und 5.193 stationäre) PatientInnen in der „OP – Einheit“ behandelt; zusätzlich wurde ab dem Jahr 2018 eine operative Tagesklinik installiert, in der 416 Patienten behandelt wurden. Aufgrund der Modernisierung der operativen Eingriffsmöglichkeiten, ist davon auszugehen, dass die Zahl der tagesklinischen Aufenthalte rapide steigen wird.  

Das operative Spektrum in der Dermatologie ist sehr breit gefächert: Die Tumorchirurgie stellt etwa zwei Drittel der operativen Eingriffe dar. Zu den häufigsten Hauttumoren des Menschen zählen das Basaliom, das Plattenepithelkarzinom, sowie das bekannt hochaggresive Melanom. Die Inzidenz der Hauttumore wird, aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung und des veränderten Freizeitverhaltens (UV-Exposition) steigen, wobei die Therapie der Wahl zunächst immer die chirurgische Sanierung ist.

Die operativen Verschlußtechniken nach Tumorentfernung sind vielfältig und reichen von der Selbstheilung der Wunde über den Primärverschluß bis hin zu Eigenhauttransplantationen und plastischen Operationen, im Sinne von Regionallappenplastiken.

Darüber hinaus werden akut und chronische Haut-/Weichteilinfektionen wie z.B. Acne inversa und Pilonidalfisteln oder akut nekrotisierende Weichteilinfektionen chirurgisch behandelt. Weiters versorgen wir auch akute und chronische Wunden, Narben und funktionelle Hauterkrankungen (z.B. axilläre Hyperhidrose) chirurgisch. Tiefreichende zweit- und drittgradige Verbrennungen und Verätzungen werden im Schwerverbrennungsbad im septischen OP der Hautklinik gereinigt, antiseptisch verbunden und gegebenenfalls chirurgisch mit tangentialer Exzision und Spalthauttransplantation versorgt. Bei mitteltief zweitgradigen Verbrennungen wird eine Erbium-Laserablation vor allem im Gesicht und an den Händen durchgeführt.
Die dermatochirurgische Einheit verfügt  über insgesamt vier Laser. Zusätzlich wurde ein CO2-Fraxel-Laser neu angeschafft, mit dem Narben behandelt werden, aber auch kosmetische Eingriffe an der alternden Haut möglich wurden (Faltenstraffung). Ein Laser zur dauerhaften Haarentfernung ist in Planung.
In der Operationseinheit der Dermatologie sind derzeit neben dem Leiter vier FachärztInnen beschäftigt, dazu in sechsmonatlichem Wechsel ein Ausbildungsassistent für das Fach Dermatovenerologie.

Zukunftsperspektive:
Aus den Entwicklungen an deutschen Hautkliniken weiß man, dass dermatochirurgische PatientInnen etwa die Hälfte des Gesamtbelags einer Hautklinik darstellen. Dies trifft auch für die Hautklinik in Salzburg zu. Neben der Erweiterung des operativen Spektrums (z.B. erfolgen auch radikale Lymphadenektomien bei uns) beruht dies auch auf einer erheblichen Zunahme von Hauttumoren bei einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung. Aus diesem Grund wird neben der operativen Therapie maligner Hauttumoren auch die chirurgische Wundbehandlung (in allen Phasen der Wundheilung von der Nekrosektomie bis zur Spalthauttransplantation) weiter zunehmen und dann die langen Behandlungszeiten bei ausschließlich konservativer Wundbehandlung deutlich reduzieren. Mit der Anschaffung eines Fraxel-CO2-Lasers wird auch die geplante Erweiterung des dermatochirurgischen Spektrums im Bereich der Behandlung alternder Haut greifen können.

Seit wenigen Jahren wird im dermatochirurgischen OP auch die Elektrochemotherapie angeboten - eine bahnbrechende Therapiemöglichkeit zur Behandlung von teilweise riesigen, inoperablen Hauttumoren und Metastasen.

 

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