Traumberuf im Hebammenteam Tamsweg

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Wenn's weh tut!

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© SALK

Traumberuf im Hebammenteam Tamsweg

„Mein Weg zu meinem Traumberuf war eine Reise voller wertvoller Erfahrungen, die mich genau zu dem gemacht haben, was ich heute bin,“ sagt Heidi Wiedemaier. „Als Hebammen dürfen wir den intimsten und kraftvollsten Moment im Leben einer Familie begleiten – den Augenblick, in dem ein neues Leben das Licht der Welt erblickt.“

Die Geburtshilfe an der Landesklinik Tamsweg

„Im Jahr 2025 kamen 156 Babys in Tamsweg zur Welt. Wir sind eine kleine geburtshilfliche Station für Frauen mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf, die eine natürliche Geburt in familiärer Umgebung anstreben, aber dennoch das beruhigende Gefühl der medizinischen Absicherung wünschen. Sicherheit bieten fünf Fachärzte der Gynäkologie sowie weitere aus Anästhesie und Notfallmedizin vor Ort. Bei Bedarf ist auch die Neonatologie des Universitätsklinikums Salzburg jederzeit per Videokonferenz eingebunden. So gewährleisten wir ein hohes Maß an Sicherheit für Mutter und Kind und bieten werdenden Müttern aus der Region und der angrenzenden Steiermark die Möglichkeit, in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre ganz in der Nähe ihres Zuhauses zu entbinden. Wir nehmen uns bewusst Zeit, um auf die Wünsche und Bedürfnisse der werdenden Eltern einzugehen. Genau diese persönliche Betreuung durch erfahrene Hebammen zeichnet uns aus. Wir stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und begleiten sie feinfühlig auf dem Weg zum Familienglück.“

Heidi Wiedemaier ist mit 60 Prozent Stundenausmaß nun in Altersteilzeit. In schwierigeren Zeiten hatte sie die Leitung inne und half mit viel Einsatz, den Personalmangel bei den Hebammen zu bewältigen. „Wir sind allen sehr dankbar, die uns in dieser Zeit unterstützt haben. Heute können wir auf ein starkes und bestens eingespieltes Team mit neun Hebammen blicken, welches der Ärztlichen Leiterin Dr. Silvia Reich-Weinberger sowie dem interimistischen Leiter der Gynäkologischen- und Geburtshilflichen Abteilung, Dr. Marcin Dzialek, unterstehen. Ein besonderer Dank gilt auch allen Familien, die ihr Kind bei uns zur Welt bringen und uns damit ihr Vertrauen schenken.“

Beruflicher Werdegang

Aufgewachsen in einer Großfamilie, wurde Heidi Wiedemaiers soziale Ader schon früh geweckt. Bereits in jungen Jahren half sie unter anderem bei der Pflege ihrer Oma. Ihr beruflicher Weg begann zunächst im handwerklichen Bereich. Nach ihrer Ausbildung zur Strickwarenerzeugerin brachte sie bereits wichtige Eigenschaften wie Genauigkeit, Geduld und Sorgfalt mit, die sie auf ihrem weiteren Berufsweg begleiten sollten.

„Nach meiner Lehre arbeitete ich drei Jahre in der Landespflegeanstalt Mülln. Die Arbeit war sehr anspruchsvoll, hat mir aber unglaublich gut gefallen und mir gezeigt, wie erfüllend es ist, für andere da zu sein. Gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, mich beruflich weiter zu entwickeln. So entschloss ich mich schließlich zur Ausbildung als Hebamme. Heute weiß ich: Jeder einzelne Schritt auf meinem Weg hat mich perfekt auf diesen schönen und verantwortungsvollen Beruf vorbereitet, der durch intensive Begleitung, wachsendes Vertrauen, Dankbarkeit und Wertschätzung geprägt ist. Neben meiner Tätigkeit in der Landesklinik war ich viele Jahre als freipraktizierende Hebamme in der Elternberatung und Geburtsvorbereitung tätig. Mittlerweile liegt mein Schwerpunkt in der Nachsorge. Unser Beruf bringt neben vielen schönen Erlebnissen auch emotionale Herausforderungen mit sich. Gerade in solchen Momenten ist der Austausch mit den Kolleginnen für mich besonders wertvoll und eine wichtige Stütze. Auch privat durfte ich als Hebamme ganz besondere Momente erleben. Zu den bewegendsten Erlebnissen meines Lebens zählt, dass ich meine beiden Töchter bei der Geburt ihrer eigenen Kinder als Hebamme begleiten durfte. 
Die Altersteilzeit erlaubt mir nun, mich wieder stärker meiner Familie zu widmen, meinen sportlichen Interessen nachzugehen und kulturelle Veranstaltungen zu genießen.“

Heidi Wiedemaier ergänzt: „Dass ich heute als Person des Monats vorgestellt werde, ist für mich eine besondere und schöne Anerkennung. Aber eigentlich stehe ich hier stellvertretend für alle Kolleginnen, die jeden Tag mit viel Engagement ihr Bestes geben.“

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