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Wenn's weh tut!
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Mehr gesunde Lebensjahre im Alter
„Wir werden zwar älter als frühere Generationen, aber nicht alle werden gesund älter. Es geht also um mehr gesunde Lebensjahre im Alter“, sagt Andrea Bito. Den Ist-Zustand festzustellen, dazu wurde die Paracelsus 10.000 Studie vom ehemaligen Vorstand der Uniklinik für Innere Medizin I, Bernhard Paulweber, ins Leben gerufen. In einer der größten epidemiologischen Studien Österreichs wurde die Gesundheit von 10.000 Salzburgerinnen und Salzburgern, vornehmlich aus der Stadt, dem Flach- und Tennengau, anhand zahlreicher Parameter erhoben. Nun leitet Eugen Trinka, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie, neurologische Intensivmedizin und Neurorehabilitation, die Studie. Beteiligt sind aktuell weiters die Universitätskliniken für Innere Medizin I, Geriatrie und Augenheilkunde, die Fachbereiche Sport- und Bewegungswissenschaften sowie Psychologie der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS), das Neuroscience Institut am Campus Christian-Doppler-Klinik sowie die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU).
Die P10-Studie konzentriert sich auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Gehirns, der Leber und des Stoffwechsels sowie deren Risikofaktoren und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Thema Prävention. Teil 1, die Basisuntersuchung, lief zwischen 2013 und 2020, das Follow up mit bis zu 60 Prozent der Probanden ist nun bald abgeschlossen und legt den Schwerpunkt auf die gesundheitliche Entwicklung sowie auf die Hirn- und die psychische Gesundheit. Kognitive Testungen, MRI (Magnetresonanztomographie) und MEG (Magnetoenzephalographie) zur Messung der Hirnströme kommen zum Einsatz. Mit der Fundusfotografie werden die Studienteilnehmer auch auf Augenerkrankungen wie Makuladegeneration oder Starerkrankungen hin untersucht. Das zweite Follow Up wird 2027 starten.
Neben dem Benefit für die Probanden in Form einer umfassenden Gesundenuntersuchung und manchem Zufallsbefund generiert die Studie einen riesigen Datenschatz. Es werden Zusammenhänge zwischen Lebensstil, genetischen Faktoren und Krankheiten erforscht. Krankheiten besser zu verstehen ermöglicht, Maßnahmen für die Prävention zu treffen und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung besser planen zu können. Wichtigstes Ergebnis: Viele im Alter zwischen 40 und 77 Jahren sind nicht so gesund, wie sie glauben. Am Wichtigsten ist die Altersgruppe zwischen 50 und 60 Jahren mit 40 Prozent, hier entstehen viele Krankheiten, es kann aber noch viel für die Prävention geschehen.
Diesen Datenschatz so vielen Wissenschaftlern und Forschern wie möglich zugänglich zu machen, ist das Ziel der Tagung P10 Science Hub, den Andrea Bito für März 2026 organisiert. „Die Daten sind für viele Fachrichtungen interessant. Diese wollen wir besonders ansprechen“, erläutert sie.
Andrea Bito als Koordinatorin von Paracelsus 10.000 ist seit 2025 mit im Boot. Als Sportwissenschaftlerin ist ihr Schwerpunkt natürlich die Bewegung: „Einig ist man sich, dass viel mehr Augenmerk auf die Prävention, auf Vorsorgeuntersuchungen, Bewegung und gesunde Ernährung gelegt werden muss. Bewegung ist im Idealfall Sport. Allerdings haben auch Aktivitäten wie zügiges Spazierengehen oder mit dem Rad in die Arbeit fahren eine Wirkung auf unsere Gesundheit. Bewegung ist ein 1A-Medikament“.
Andrea Bito arbeitet in Teilzeit auch an der Neurologie mit dem Schwerpunkt transkranielle Magnetstimulation (TMS). Ihr Werdegang führte sie nach der Matura über eine Fitnessbetreuerlehre zum Studium der Sportwissenschaften. In dieser Zeit bekam sie auch ihre beiden Kinder. Neben ihrer Arbeit als Koordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin macht sie den Doktor an der PLUS – Thema Bewegung und Brain Health. Die Energie holt sie sich in der Natur, egal ob beim Klettersteiggehen, Mountainbiken, SUP-fahren, Skifahren oder Snowboarden.
- geboren Salzburg
- Matura am Annahof
- Fitnessbetreuerlehre
- Tätigkeit im Vitaclub als Fitnessbetreuerin
- Studium der Sportwissenschaften – Schwerpunkt Trainingstherapie
- Trainingstherapeutin – Ambulante Reha Salzburg & Onkologische Reha St. Veit
- 7.1.2025 Dienstantritt an der Universitätsklinik für Neurologie
- lebt in Oberalm
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